Healing and Meditation Sessions - through the teaching of Bruno Gröning



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"VERTRAUE und GLAUBE - 
es hilft, es heilt die GÖTTLICHE KRAFT!"    Bruno Gröning







25.04.2017

Alfred Hosp, Vortrag, Graz, 15.02.2003
 Die Eigenverantwortlichkeit des Menschen

Also, liebe Freunde, nach dem wir nun hoffentlich vollzählig sind hier, möchte ich Ihnen noch einige Wahrheiten weiter erklären:
 
Es wird immer davon gesprochen, dass jeder seine innere Welt hat, seine innere Ansicht, seine innere Überzeugung -  kann man so sagen, obwohl es meistens keine Überzeugung ist – dass es eher eine Meinung ist. Also jeder sieht die Welt anders, in der er lebt, er sieht also auch die Umwelt anders, und das ist das Problem, warum es so viele verschiedene Einsichten gibt. Ansichten und Einsichten.
Und diese innere Welt ist aufgebaut durch den Charakter, durch die Erlebnisse und darauf folgt, dass man eine gewisse Ansicht hat. Wobei man die Möglichkeit hat auf diese oder jene Ansicht. Die wirkliche Wahrheit ist ja nur in Gott – also in der göttlichen Weisheit. Alles andere sind keine Wahrheiten, liebe Freunde, und dessen sollte man sich bewusst sein.

Da sollte man sich bemühen– wie ich im Buch geschrieben habe , in „Kräfte des Geistes“, auch einmal die andere Seite betrachten. Warum der Mensch so ist, warum er vorher geht?  Und Bruno hat gesagt, wenn man immer wieder sich bemüht, hinüberzublicken: Warum bin ich so, warum ist der andere so? Warum hab ich gerade dieses oder jenes in mir?
So beginnt der Mensch nachzudenken und er beginnt zu lernen – in der Regel. Es geht immer darum, dass der Mensch wirklich lernen will und dass er den Weg zum Guten gehen möchte. Und da will ich jetzt den Vortrag fortsetzen mit dem Thema: die Eigenverantwortlichkeit des Menschen.
 
Es gibt so viele Menschen auf dieser Erde, die sagen: Ich bin nun mal so und damit Basta! Da kann man nichts machen. Aber jetzt möchte ich aber zum Nachdenken anregen, dass es im Geistigen Raum so ist, dass wir im Geistigen Raum für alles die Verantwortung tragen. Für jeden Gedanken, für jedes Wort, für jedes Gefühl tragen wir die Verantwortung. Die kann uns niemand abnehmen, meine lieben Freunde, auch wenn es schön wäre, wenn es das gäbe...ich gebe dir 100 Euro und ich Du nimmst mir meine Verantwortung ab. Das wäre schön. Aber bei Gott gibt es nur eines. Da gibt’s die Wahrheit, es gibt den freien Willen des Menschen und durch den freien Willen hat er auch die Eigenverantwortung. Daher sollte er danach trachten, möglichst im Guten zu leben, möglichst in Harmonie zu leben, möglichst keine Disharmonien in sich aufkommen zu lassen. Der menschliche Geist, der Mensch selbst ist ein Speicher.
 
Der Bruno hat immer Unterscheidungen gemacht. Er hat unterschieden zwischen Körper und Geist. 

Und da hat er die Menschen herausgefordert, damit sie zum Nachdenken kommen. Er hat manchmal gefragt: Wie alt sind Sie? Erstaunt haben die Freunde geantwortet, wie alt sie sind oder wie alt sie zu sein glauben. Dann hat er immer gesagt. „Ja, das ist das Alter Ihres Körpers, aber wie alt sind Sie?“ Große Verlegenheit. Was meint er denn damit? „Ja“, hat er gesagt: „Sie wissen nicht wie alt Sie selbst sind als Geistwesen, das weiß niemand, und doch ist jeder uralt. Uralt meine Freunde.“ Und so hat er die Menschen angeregt, nachzudenken über sich selbst.
 
Man ist so leicht geneigt zu sagen, „ich habe Schmerzen“, oder „ich habe Probleme“. Stimmt nicht. Der Körper hat das, was man empfindet und manchmal ist es schwer zu unterscheiden, was zwischen uns selbst steht und was der Körper in uns hinein reflektiert oder interpretiert. Das hat den Vorteil, oder auch den Zweck, dass wir uns jetzt darüber klarwerden, dass eine körperliche Belastung nur körperlicher Natur ist aber niemals seelisch geistiger Natur.  In dem Augenblick in dem wir uns damit identifizieren, und sagen es geht uns schlecht, nehmen wir das vom Körper auf und bauen es in unsere geistige Realität ein.
 
Und da tragen wir zur Unsterblichkeit der Störung bei. Der Bruno hat gesagt, wir sollen loslassen, wenn der Körper nicht in Ordnung ist. Wir sollen lernen uns selbst zu erkennen als unsterbliche Wesen. Und da beginnt auch die Problematik, die ich immer wieder erwähnen muss, dass eine rein körperliche Heilung nicht das Ideale ist, nicht das, was Bruno wollte. Denn jede rein körperliche Heilung ist ja begrenzt. In dem Augenblick wo wir den Körper ablegen, ist die körperliche Heilung nicht mehr existent. Aber es geht ja weiter. Es geht deshalb weiter, weil der Bruno gesagt hat: In dem Augenblick wo wir die körperliche Heilung bekommen, legen wir das Ungute ab, die Belastung, die Störung, und wenn wir das ablegen, also wenn wir uns gleichzeitig so ändern, dann nehmen wir die Belastung nicht mehr mit hinüber. Und wenn beides zustande kommt, wenn man mit körperlichen Heilung die große Umkehr vollzieht, dass wir ein anderer Mensch werden, dass wir gutmütig werden, dass wir nicht mehr empfänglich sind gegenüber dem Unguten, das ist dann eine Gesamt- Heilung, und das hat Bruno Gröning angestrebt, meine lieben Freunde.
 
Daher hat er gesagt: „Auch Jesus hat gesagt: Dein Glaube hat dir geholfen, sündige fortan nicht mehr, auf dass dir nichts Ärgeres widerfahre.“ Eine uralte Weisheit, das Christentum ist draus geworden, wir sind alle Christen. Gut, aber  was tun wir, liebe Freunde? Tun wir das, meine lieben Freunde? Tun wir das, was gesagt wurde von Jesus? Tun wir das, wenn er sagt, „Liebet einander“? Die Botschaft, auch die von Bruno, war: „Liebet einander, seid gut zueinander, seid gut zu euch selbst, auf dass ihr nichts Ungutes, nichts Belastendes in euch aufnehmt“.
 
Also, warum der Mensch für sich selbst verantwortlich ist, hat auch seinen Grund, weil er aufgrund des freien Willens entscheidet, ob er gute oder ungute Gedanken in sich aufkommen lässt, die dann in seinem Geist, in seinem Bewusstsein angebaut werden.

Da ist der Mensch für sich selbst verantwortlich, ob es ihm gut geht oder nicht so gut.

Ich weiß, die Gedanken und Gefühle können so stark werden, wenn wir immer wieder das gleiche aufnehmen, wenn wir uns nicht dagegen wehren, wenn wir nicht um Hilfe bitten, können ungute Gedanken und Gefühle so stark werden, dass sie mit uns durchgehen, dass wir durchdrehen. Und da ist der Anfang vom Wahnsinn und warum das nicht vorbeigeht,  können wir dann nicht verstehen, warum das passieren konnte.
 
Aber ich muss es erklären, warum es passiert: weil wir alles in uns speichern, meine Freunde, alles was uns bewusst wird, was wir sozusagen in uns aufnehmen: Gefühle, Gedanken, auch Empfindungen des Körpers, wenn man sie nicht abwehrt.
Aber wenn wir uns ins Gebet vertiefen und darum bitten, lernen wir das.
 
Wenn wir nicht sagen: „Das möchte ich nicht haben!“, kann es so stark werden, dass wir uns nicht dagegen wehren können. Jeder von uns hat Minuten gehabt, oder Erlebnisse gehabt, wo er gesagt hat, wo er ausgeflippt ist, wo er geglaubt hat, es ist sein Recht auszuflippen. Und dann, wenn er sich abgekühlt hat, wenn er sich beruhigt hat, schüttelt er über sich selber den Kopf und sagt: Na Ja, das hab ich mal wieder nötig gehabt! Das kommt doch blitzschnell, meine Freunde.  Und es kommt solange blitzschnell , solange wie wir nicht den inneren Wunsch haben, dass es nicht mehr vorkommt.
 
Haben Sie das mal beobachtet, dass man im Augenblick der Aufregung anders denkt, eine andere Logik verfolgt als in Zeiten, in denen wir Ruhe bewahren? Also ist Logik nicht gleich Logik. Und es ist auch nicht so, dass man immer Recht hat. Wenn der Mensch sagt, er hat Recht, dann was ist Recht, was ist Wahrheit, was ist das, was sein soll?
 
Liebe Freunde, wir rennen oft gegen Windmühlen, weil wir glauben, die Windmühlen bedrohen uns. In Wirklichkeit ist es aber nur unsere Einbildung oder unsere Ansicht. Machen wir mal einen Vergleich. Wir steigen mal einen Berg hoch. Immer höher und höher, dann sind wir oben. Und dann blicken wir zurück, dann sind die Menschen nur noch Punkte im Tal, die Häuser sind ganz klein. Und dann kommen wir zum Nachdenken: Da, dieser Punkt da unten hat mich aufgeregt, dieser Punkt hat mich geärgert. Dieser Punkt hat mich aus dem Gleichgewicht gebracht. Wir alle haben Vorstellungen, die wir uns aufbauen, wo wir immer wieder prüfen müssen, entspricht das der Wahrheit, ist das richtig oder ist das nur unsere Vorstellung? Wenn wir noch weiter hinaufgehen, wenn wir in die Kreisbahn um die Erde herum kommen, wenn wir Astronauten wären und sind da oben und blicken auf die Erde herab. Ach wie wunderschön die Erde da aussieht.
 
Unser blauer Planet, der unsere  Heimat ist,  meine Freunde. Von oben kann man sich nicht vorstellen, dass so viel Unglück, so viel Unheil, das ja die Menschen hauptsächlich verursachen, auf unserer wunderschönen Erde ist. Von oben gesehen, kann man beobachten, dass unsere Erde göttlicher Natur ist. Und dann kommen wir wieder runter und schon beginnt der Ärger. Warum beginnt der Ärger, meine Freunde, weil wir nicht den Wunsch haben, darüberzustehen, lieber viele, viele Dinge müssen wir darüber stehen lernen.
 
Und da hat Bruno Gröning ein sehr hartes Wort gesprochen. Er hat gesagt: Leben Sie stets so, als wäre es Ihr letzter Tag, d.h. der  letzte Tag des Körpers auf Erden. Warum hat er das gesagt? Das ist eine schockierende Aussage: Leben Sie so als wäre es der letzte Tag. Er hat aber Recht. Da kommt uns zu Bewusstsein, wie unwichtig all das ist, was wir so wichtig nehmen. Ich habe z.B. bei meinen Eltern erlebt, erleben müssen, dass das alte Ehepaar immer gestritten hat. Jeden Tag haben die gestritten. Meine Mutter war anderer Ansicht und mein Vater war anderer Ansicht. Er hat immer gesagt, „du bist eine alte Krähe, weil du alles so genau nimmst, weil du so pingelig bist, wegen jedem Schmarrn regst du dich auf!“ 

Gut Ok.
 
Dann ist meine Mutter gestorben plötzlich. Von einen Tag auf den anderen hat mein Vater keine Frau mehr gehabt. Was glaubt ihr, wie der geheult und geplärrt hat. Er hatte gar nicht genug Taschentücher gehabt um seine Tränen zu trocknen. Dann war die große Reue da, meine Freunde. Die große Reue. Und er hat gesagt: Ja, wenn ich das gewusst hätte, dann wäre ich anders gewesen. Und das hat Bruno Gröning gemeint, wenn er gesagt hat: Leben Sie stets so, als wäre es Ihr letzter Tag. Weil dann wird so vieles unwichtig.
 
Und das hab ich mir so gemerkt. Ich habe mich zumindest bemüht, mit meiner Frau Frieden zu halten. Immer wieder hab ich so gelebt, dass ich mir nichts vorzuhalten habe.
Und so soll man leben, dass man sich nichts vorzuhalten hat. Natürlich gibt es auch mal Disharmonien, natürlich gibt es auch verschiedene Ansichten. Aber die soll man immer wieder glätten. Man soll immer wieder sich sagen, sich fragen, ist das notwendig, was ich heute getan habe? Ist das lohnend, sich überhaupt wegen etwas Irdischen aufzuregen?
 
Bruno Gröning, Alfred (Fredy) Hosp and his wife LiloUnd meine Frau war sehr vernünftig. Sie hat immer zu mir gesagt: Fredy, wenn Dein Ärger nützen würde, würde ich mich mit dir aufregen. Aber der Ärger nützt ja nichts. Das Leben ist nicht immer gleich, das ist klar. Aber wenn man dann noch festhält am Unguten, wenn man glaubt, man hätte ein Recht ungut zu sein, dann muss man doch einsehen, dass man den guten, den göttlichen Weg verlassen hat.
 
06Es gibt da eine Begebenheit von einem berühmten englischen Politiker, ich glaub, das war der Winston Churchill. Der hat immer gesagt, wenn die Leute im Parlament zu streiten angefangen haben und zu schreien, hat er gesagt: „Meine Herren, Lautstärke ist kein Argument!“ Der war vernünftig. Aber ich weiß, meine Freunde ganz genau, in diesem oder jenen Augenblick geht das Temperament mit uns durch. Und ist das eine Ausrede? Vorsicht, meine Freunde. Das Temperament soll eine Anregung sein, etwas Gutes zu schaffen, etwas zu unternehmen.
 
Wenn man aber dann bis sonst wohin klettert und hinterher sagt: Da ist das Temperament mit mir durchgegangen, da ist das eine faule Ausrede, weil wir nicht fähig sind, unsere Gedanken zu beherrschen, weil wir nicht gewillt sind, uns zu fragen: Ist das denn wirklich notwendig? Tja meine Freunde, oft habe ich erlebt, große Dinge macht man ganz gut, und in der Aussprache wird das erledigt, große Dinge, aber Kleinigkeiten, die haben sie nicht im Griff. Warum? Weil bei großen Dingen doch die Menschen denken, da muss ich mich zusammen reißen, weil es geht im viel...viel Geld...aber bei Kleinigkeiten, da lassen sie sich gehen. Und darum sage ich , der Mensch ist für sich verantwortlich wie er reagiert. 

Und es geht weiter meine Freunde. Wenn er falsch reagiert, da wird das im Gehirn gespeichert. Da reagiert er 1 x mal falsch, er reagiert 2 x falsch und er reagiert immer wieder falsch. Und da merkt sich das Gehirn. Das Gehirn hat einen Speicher. Und wenn dann das Wort fällt, das bestimmte Wort....wuuuuuuut....sagt das Gehirn, jetzt muss ich die Stresshormone ausschütten, jetzt muss ich mich aufregen, ja, weil mein Herr, der Mensch hat sich ja immer wieder aufgeregt, warum soll ich ihn denn nicht mit Hormonen unterstützen, damit es ihm gut geht.
 
Das ist der Hintergrund. Wenn man sich aber langsam oder schnell...,wenn man die große Umkehr vollzieht - und das war auch der Hauptgrund, warum Bruno Gröning bei uns war - wir sollen von dem umkehren, was bei uns nicht in Ordnung ist. Und wir sollen jaaaa nicht – jaaaa nicht – Schuld auf andere Menschen schieben. Weil dann hat man nicht die Möglichkeit sich selbst zu erkennen. Und man hat auch nicht die Möglichkeit eine Umkehr zu vollziehen. Das ist doch die uralte Weisheit, wo sogar Jesus gesagt hat: „Der Mensch sieht immer den Splitter im Auge des anderen, aber den Balken im eigenen Auge sieht er nicht.“ Oder der Bruno hat gesagt, z.B. wenn wir in der Gemeinschaft waren:

„Meine Freunde, schauen Sie doch nicht immer auf andere. Beachten Sie nicht immer, was der andere macht, ob das in Ordnung ist. Schauen Sie doch einmal sich selbst an! Befassen Sie sich mit sich selbst. Dann werden Sie das Richtige erkennen und in Zukunft das Richtige tun.“
 
Der Mensch lebt in einer Gewohnheit. Ja, das bin ich so gewohnt. Aber ist es die Gewohnheit wirklich die richtige? Zum Beispiel wenn ein Mensch eine Belastung hat. Dann ist er oft die Belastung gewohnt. Kopfmensch. Naja, die (Schmerzen) kommen ab und zu und das bin ich schon gewohnt. Aber sollen wir uns wirklich an das Ungute gewöhnen? In dem Augenblick wo wir das Ungute annehmen, wird das gespeichert meine Freunde. Alles, was wir annehmen, wird gespeichert. Es wird sogar das gespeichert, wenn wir uns mit etwas befassen, was überhaupt nicht in unserem Bereich liegt. Z.B. jetzt die Situation des Weltfriedens, oder die Bedrohung des Weltfriedens. Je mehr wir daran denken, dass der Frieden bedroht ist – auch wenn wir wünschen, dass der Frieden erhalten bleibt – je mehr man sich Gedanken darüber macht, desto mehr stecken wir Energie in die Bedrohung hinein. Z.B. haben auch die Kirchen den Fehler gemacht, dass sie sich immer mehr mit der Apokalypse beschäftigt haben, und dass sie Angst gehabt haben vor dem Weltuntergang. Und da hat Bruno gesagt: „Das ist nicht in Ordnung, weil der Mensch das Ungute aufnimmt und sich da auch mit dem Unguten befasst..
 
Und es gibt Menschen – nicht wenige – die sich immer wieder mit dem Leiden Christi befassen. Jedes Jahr kommt der Karfreitag und jedes Jahr tun sie sich zum Teil geißeln usw. Aber ich möchte von etwas anderem sprechen, nämlich von den Stigmen, die manche Menschen am Körper haben. Z.B. die Dame, die Therese Neumann von Konnersreuth. Sie ist sehr verehrt worden aufgrund ihrer Stigmen und sie hat auch keine Nahrung gebraucht usw.

Wir haben den Bruno gefragt: Ist das in Ordnung? Wie kommt das zustande? Und er hat gesagt: „Ja, diese Menschen beschäftigen sich so intensiv mit dem Leiden Christi. Sie nehmen das Leiden Christi in sich auf und dann reagiert der Körper mit Stigmen!“
 
Und der Bruno hat ganz deutlich gesagt: „DER LEIDENSWEG IST NICHT DER RICHTIGE WEG!“
 
Andererseits werden Sie vielleicht vom „Bruder Klaus“ in der Schweiz gehört haben. Das war ein heiliger Mann, der sich von seiner Familie zurück gezogen hat, weil er den Ruf Gottes in sich verspürt hat. Der hat auch keine Nahrung gebraucht. Der hat an jedem Tag keine Nahrung gebraucht, weil er von der Kraft, der göttlichen Kraft gelebt hat. Und der hat das Leiden Jesu nicht aufgenommen und hat daher auch keine Stigmata gehabt. Und dieser Bruder Klaus, der vor 400 Jahren gelebt hat, ist der Nationalheilige der Schweiz, weil es seit damals keinen Krieg mehr gegeben hat in der Schweiz. Er hat die Schweizer geeint.
 
Er hat solche Kräfte gehabt, dass er dort im Ort, wo er gelebt hat – naja, der Ort ist einige Kilometer tiefer , wo Bruder Klaus gelegt hat – ist einmal ein großes Feuer ausgebrochen. Bruder Klaus hat nur beide Hände gehoben und das Feuer war nicht mehr da. Solche geistigen Kräfte gibt es, meine Freunde, und zwar Kräfte des Guten, wenn man das Gute will.
 
Aber es gibt auch Menschen, die noch das Ungute aufnehmen, die de Unguten Platz lassen. Und dann fließen ihnen die Kräfte im Negativen zu. Nur ist es dann leider so, dass sie sich selber belasten, dass sie sich selber sozusagen LEID ANTUN, weil sie nicht fähig sind, dem Guten, dem Göttlichen zu dienen. Und da darf man nicht sagen, denn das ist eine falsche Ansicht – dass Gott etwas schickt.
 
Gott schickt nichts Ungutes. Das hat man sich selber angezogen. Gott schickt nur Hilfe, Gott schickt nur Heilung, wenn man die Heilung annimmt. Wenn man sich würdig erweist, hat der Bruno gesagt. Und er hat auch ein ganz hartes Wort gesagt: „Der Mensch hat keinen Anspruch auf Heilung, weil er es sich selber einbrockt hat. Und wenn dann die Heilung dennoch erfolgt,  dann ist es Gnade Gottes.“ Das muss man sich vorstellen, meine Freunde. Und wenn bei Bruno Gröning eine Heilung zustande gekommen ist, hat er mich Recht gesagt: „Danken Sie nicht mir, danken sie Gott!“
 
Und analog hat er auch gesagt: „Dein Glaube hat dir geholfen!“ Es geht immer darum, dass man den richtigen Glauben hat. Glaube ist ein Zustand des Geistes.
 
In tiefen Glauben verharren, heißt in der Überzeugung verharren, dass man im Kraftfeld Gottes lebt. Das ist eine Erfahrung, und nicht sagen, wenn es einem gut geht, jaja, ich glaube ja sowieso, ich glaube ja, es muss ja da etwas Höheres geben.
 
 
Nein meine Freunde, und dann kommt die erste Schwierigkeit, die erste Prüfung. Und auf einmal ist der Glaube dahin. Nicht wenn es einem gut geht, weiß man wie tief der Glaube ist, sondern wenn wir mal auf der Nase liegen, dann wissen wir, ob wir einen Glauben haben oder ob wir unseren Glauben wegschmeißen können, weil es kein Glaube ist. Und da versteigen sich die Menschen oft in den Ausspruch: Ja, ich bin ja soo krank, da kann mir der liebe Gott auch nicht mehr helfen!
 
Einerseits falsch und andererseits richtig, denn wie verträgt sich das? Wie ist das bei den Menschen doch gespalten? Man redet oft von Schizophrenie, also von Bewusstseinsspaltung der Menschen, die sich nicht erinnern können an eine Situation oder an eine andere...aber wie oft, meine Freunde, wie oft handeln wir schizophren? (...) Weil wir gar nicht darüber nachdenken, was wir alles so den Tag über daher plappern.
 
Mein Großvater hat so eine ganz gewisse Weisheit gehabt. Er hat immer gesagt: Leere Kräfte klappern und sehre Kräfte plappern. Er hat damit gesagt, der Mensch soll überlegen, was er sagt. Er soll deshalb überlegen, weil ein Wort sehr sehr viel Schaden anrichten kann.
 
Ein falsches Wort und schon geht alles schief. Und noch etwas: Und dieses eine falsche Wort, was man vielleicht tausend mal bereut hat, wird einem dann vom Partner immer wieder vorgehalten. Das ist dann die Strafe. „Das hab ich doch nur so daher gesagt, das hab ich doch nicht so gemeint!“ „Ja, aber du hast es gesagt!“ Ja, meine lieben Freunde: Auch nachtragend soll man nicht sein. Wer nachtragend ist, der nicht vergessen kann, der unterstützt natürlich wieder das Ungute, das ist klar. 
 
Und wo bleibt dann die Liebe? Wo bleibt dann die übergeordnete, verzeihende Liebe, frage ich? Das gehört auch dazu - zum Weg - und das gehört auch dazu  - zur Selbstverantwortlichkeit. Wer ist denn Schuld, wenn einer nichts vergessen kann? Doch nur er selbst, meine Freunde, er selbst kann nicht vergessen. Und wenn sich der andere bemüht, sich tausendmal bemüht und er bekommt immer zu hören: „Ja, aber damals....“ Dann denkt man doch schließlich, jetzt rutsch mir doch den Buckel runter!
 
Also, im Zusammenleben mit den Menschen ist es notwendig, die richtige Einstellung zu haben. Die richtige Einstellung zum Guten. Die richtige Einstellung, nicht nur bei verschiedenen Erinnerungen darüber zu stehen, sondern auch bei verschiedenen Bemerkungen  darüber zu stehen. Verstehen Sie, Freunde, was am qualvollsten ist für denjenigen und für den anderen? Weil man jedes Wort auf die Waagschale legt. Jedes Wort. Da denkt man dann, da sagt man am besten überhaupt nichts mehr.
 
Nein, meine Freunde es geht darum, dass man bewusst die Selbstverantwortlichkeit übt. Bewusst üben, meine Freunde, und auch, dass man darum bittet, betet, dass man die Ruhe bekommt, meine Freunde, dass man in der Ruhe bleibt. (...)nicht das Temperament, sondern mein inneres...
 
Wenn man die Ruhe verliert, so soll man das nie aufs Temperament schieben. Nie, meine Freunde. Meine beiden Eltern waren beide Choleriker. Und die beiden hab ich zum Quadrat bekommen. Choleriker zum Quadrat!!! Was glaubt ihr, was ich angestellt hätte, wenn ich einen nicht behinderten Körper gehabt hätte? Und trotzdem und mit Hilfe vom Bruno hab ich das überlebt. Mit Hilfe seiner Belehrungen und mit Hilfe seiner Erklärungen, ein bisschen ist noch was da, aber es wird auch schon auch noch im Laufe der Zeit vergehen.
 

Wenn man den Willen hat, immer dazu zu lernen.


23.02.2017

Die Mission Bruno Grönings,
über das Erleben am 24.04.1959
 
aus "Der geistig-seelische Heiler", 1960 herausgegeben von Josette Gröning
 
Am 24.04.1959, also drei Monate nach dem irdischen Tod von Bruno Gröning, sprach derselbe in einem Kreis, dessen Seriosität außer Zweifel steht.
 
Bruno Gröning wurde hierbei nicht nur gehört, sondern auch in seinem Strahlungsleib deutlich gesehen. Während der Durchgabe spürten alle Teilnehmer eine starke Kraft im Raum. Frau Josette Gröning, die ebenfalls anwesend war, erkannte außerdem an bestimmten Vorkommnissen bzw. Geschehnissen, die die persönliche Sphäre berührten, eindeutig den Geist- bzw. Seelenleib ihres ehemaligen Gatten.
 
Für Menschen, die noch nie von einer solchen Möglichkeit gehört haben, mag dies zunächst fremd oder seltsam erscheinen. Die katholische Kirche hat aber in ihrem Lehramt die Vorstellung fest verankert, dass die Seele des Menschen unsterblich ist. Außerdem kennt sie den Begriff der „armen Seelen“. Das sind Wesen, die mit ihren Strahlungskörpern – der Mensch besitzt nach esoterischem Wissen zwölf davon – an bestimmte Örter gebunden sind. Sensible, bzw. sensitive Menschen, also solche, die im allgemeinen unsichtbare Erscheinungen wahrnehmen können, darunter auch Pfarrer, Nonnen, Schwestern usw. berichten immer wieder von solchen Ereignissen. (siehe hierzu z.B. die hochinteressante Broschüre von Wilhelm Otto Roesermueller „Vergesst die armen Seelen nicht“, Preis DM 2,50, erhältlich durch den „Lichthort“-Verlag, Marschalkenzimmern über Horb/N.).
 
„Arme Seelen“ sind Wesen, die in ihrem Leben ungute oder böse Dinge getan haben, und infolgedessen nachtodlich mit ihrer Seele an den Orten ihres Verbrechens weilen müssen, oder nur auf einen ganz bestimmten Bewegungsbezirk beschränkt sind. Diese Wesen melden sich dann sehr häufig in spirituellen Zirkeln und flehen um Hilfe und Befreiung. Wir betonen aber ausdrücklich, dass es sich bei nachstehender Kundgabe nicht um einen spiritistischen Zirkel handelt. Außerdem kann man die Bezeichnung „arme Seele“ keinesfalls auf Bruno Gröning anwenden, um alle Irrtümer auszuschalten.
 
Bruno Gröning wurde vielmehr in einem leuchtenden reinen Zustande gesehen. Es ist nur schade, dass er so nicht denjenigen „erscheinen“ kann, die ihn zu seinen Lebzeiten auf das Gemeinste bekämpft und besudelt haben. Dies wäre sehr heilsam für sie!
 
(Hier folgt Bruno Grönings Mitteilung an die Freunde, so wie sie von den Freunden verstanden wurde)
 
B r u n o  G r ö n i n g:
 
„...Wenn jemand fragen sollte, was meine Mission war, soll immer wieder gesagt werden:
 
Die Krankheiten anderer Menschen tragen, Karma abnehmen,
die mir gegeben worden sind."
 
Ich habe immer betont: „Gib mir Deine Krankheit“, und damit gemeint, ohne alles zu sagen – denn viele Worte sind nicht immer gut -, dass ich nun die Krankheit dieser Menschen auf mich genommen habe.
 
Wenn man diesen Weg geht, so ist er schwer und von vielen Kämpfen gezeichnet, denn wenn den Menschen Karma abgenommen wird, wenn man das Kreuz trägt, dann kann es nicht so aussehen, wie bei einem Menschen, der dies nicht tut.
So habe ich die Krankheiten auf mich genommen, und die Fülle der vielen Krankheiten durch die Jahre hindurchgetragen. Und es soll niemand sagen: „Ja, warum hat er sich nicht selbst helfen können?“, denn dieses Frage wird gestellt.
 
Wenn ich einen anderen Weg gegangen wäre, hätte ich mir helfen können, aber ich habe ja bewusst die Krankheiten auf mich genommen, ganz bewusst abgenommen, mit Hilfe des „Es“, von dem ich immer sprach. Wenn dieses „Es“ die Hand ausstreckt und sagt ‚gib mir deine Krankheit’, und der Diener weiß, um was es geht, dann strömt alles auf ihn zu. Er nimmt es auf, und die Körperzellen, die sichtbaren, werden an bestimmten Stellen mit der Fülle dieser Krankheiten gesättigt, denn ich habe ja ein K r e u z, ein unsichtbares Kreuz für andere Menschen getragen, das seine körperlichen Spuren hinterließ.
 
Und so muss auch die vergangene Krankheit verstanden werden, nicht als eine gewöhnliche Krankheit der Menschen in der Masse, sondern als eine bewusst Aufgenommene!
 
Meine Zeit war ja ebenfalls abgelaufen. Ich wurde zurückgerufen, um anderen größeren Aufgaben dienen zu können. Die Ärzte wunderten sich, was trotz dieser organischen Veränderungen geschehen ist. Sie wunderten sich, dass ich noch gehen, noch essen konnte; dass mir die Unterhaltung nicht schwer fiel und dass noch scheinbare Wunder bis fast zum letzten Augenblick geschehen sind. Das wäre nicht denkbar gewesen, wenn es die Krankheit, die man als Krebs in der Masse der Menschen kennt, gewesen wäre. Es war aber ein anderer Krebs, der entstand durch das Tragen der Krankheiten.
 
Und das sollten sich alle diejenigen, die sich noch nie darüber Gedanken machten, warum ich mir nicht selbst helfen konnte, überlegen. Meine Körperzellen haben die Krankheiten getragen, sie wurden größer. Die Krankheiten wurden umgewandelt und zum Teil aufgelöst in das sogenannte „Nichts“, das „Nicht-mehr-existieren“. Und da ich immer wieder Krankheiten abnehmen durfte mit Hilfe des „Es“, das durch mich hindurchstrahlte, und dessen dienendes Werkzeug ich war, so war ich ständig angereichert, nicht nur am Halse, sondern in der Hauptsache dort, wo sich die Leber, die Galle, der Magen und die Darmgebiete befanden. Man muss Krankheiten auch „verdauen“ können, das „Es“ muss sie verdauen. Das was in der Leber war, ist ein Zeichen dafür, dass ich ganz bewusst die Kranken mit Hilfe des „Es“ reinigte, als Werkzeug, sie aufrichtete, ihnen Mut zusprach und in ihnen eine Umschaltung vornahm, ihnen einfach ein paar Worte sagte, sie auf dieses oder jenes aufmerksam machte, um auch einen Großteil der Konzentrationen dieser Menschen, ihre Gedanken, von mir abzuwenden, damit ich die Krankheiten aufnehmen konnte.
 
Wenn das alle verstehen, dann werden sie nicht fragen. Und wenn sie jetzt begreifen, dass ich freier wirken kann, und meine Hände nicht mehr gebunden sind durch irdische Paragraphen, dann werden sie erkennen, dass ich mitten unter ihnen bin!
 
Sie brauchen sich nur zu öffnen, und sie werden mich fühlen!
Sie brauchen ihr Herz nur dem „ES-Strom“, dieser unüberwindbaren, alles durchstrahlenden Heilkraft hinzugeben, dann werden sie ES nach wie vor spüren, und manchmal noch stärker als zuvor!

ACHTET AUF DIESE ZEICHEN UND WUNDER!
 
                                                                               Immer euer getreuer Diener Bruno

Dieser Artikel stammt aus dem Heftchen „Der seelisch-geistige Heiler“, dessen Herausgeber Bruno Grönings Ehefrau Josette Gröning war und diese Hefte in einer Arbeitsgruppe erstellt wurden.
 
Im Editorial lesen wir:
 
„In dieser Schrift erscheinen ständig Berichte über Bruno Gröning, die die echte Persönlichkeit und das wahre Wesen desselben beleuchten. Hiermit wird ein Riegel vorgeschoben werden gegenüber den in der Vergangenheit massenhaft gebrachten Verleumdungen in der Presse und den hieraus entstandenen persönlichen Aversionen bzw. voreingenommenen Ablehnungen seitens vieler Menschen, die Bruno Gröning nicht einmal selbst kannten.
Bruno Gröning, der praktisches Tatchristentum vorlebte und Ungezählten seelisch, geistig und körperlich Leidenden mittels der durch ihn hindurch strömenden göttlichen Kraft helfen konnte, darf entgegen den gehässigen Machenschaften gewisser intoleranter dünkelhafter Ärzte sowie abhängiger oder unwissender, rein-materiell-ungläubig ausgerichteter Journalisten nicht als "Scharlatan" oder "Kurpfuscher" in die Geschichte eingehen. Vielmehr muss ihm als einer der Bahnbrecher zukünftiger Heilwesen ein entsprechender Platz eingeräumt und damit der sich seiner bedienenden göttlichen Heilsmacht die nötige Achtung und Anerkennung zuteil werden.“
 
Diese Hefte könnt ihr bei der Stiftung Bruno Grönings bestellen und viele Zeitzeugenberichte sind bereits auf die Stiftungsseite hochgeladen worden. Geht einfach auf den Menüpunkt „Shop“ und dann auf „Original-Zeitdokumente“. Dort findet ihr die Übersicht über alle Hefte, die damals erschienen sind.

 

03.02.2017

DAS LEBEN IST GOTT – Was heißt das??
Auszugsweise Bearbeitung eines von Alfred Hosp am 27.10.2001 in Judenburg gehaltenen Vortrags


Bruno Gröning hat mehrmals in meiner Anwesenheit gesagt: „Ich weiß nicht viel, ich weiß nur das, was die heutigen Menschen nicht mehr wissen.“ Das zeigt uns schon, welch ein bescheidener Mensch er war. Wir können nicht ermessen, was Bruno Gröning wirklich gewusst hat, aber er hat gesagt, dass er die Wahrheit weiß. Er sagte uns das, was notwendig ist, um das Leben richtig zu erleben und nicht zu verleben.
 
Zwei dieser Aussagen lauteten:
 
„Das Leben ist Gott“.

Der Mensch, der das Gute will, ist im Grunde genommen göttlich. Gott ist er nicht, aber göttlich ist er. Der Mensch hat vergessen, die Verbindung zu Gott aufrecht zu erhalten, er ist verlockt und verleitet worden, in den vergangen Jahrhunderten und hat dadurch die Verbindung zu Gott verloren.“

Was heißt das ?
Hierzu möchte ich euch einen sehr interessanten und wertvollen Text vorlesen. Dieser Text stammt aus einem Vortrag von Fredy Hosp, der ihn am 27.10.2001 in Judenburg gehalten hat.

A.Hosp: „Ich habe Bruno Gröning von 51 Jahren (1950) kennen gelernt und in diesen 51 Jahren habe ich mich immer wieder bemüht die Verbindung mit Gott aufrecht zu erhalten. Das ist nicht immer leicht. Gott ist die große HARMONIE. Wir können das Göttliche nur empfangen, wenn wir selbst in Harmonie sind, wenn wir selbst im Gleichgewicht sind und wenn wir selbst die innere Ruhe haben. Bruno Gröning hat betont, dass es so wichtig ist, in der inneren Ruhe zu leben, in innerer Ausgeglichenheit und innerer Zufriedenheit. Denn nur so können wir mit der hohen Schwingung Gottes in Kontakt kommen und Kraft aufnehmen.  Die Kraft, die alles im Körper, darüber hinaus auch im Geist und in der Seele reguliert und heilt. Heilung kommt von Heil, von Heiligung, hat Bruno Gröning gesagt.
 
Im Übrigen möchte ich vorausschicken, dass ich immer nur das erwähne, nur über das spreche, was ich von Bruno Gröning gehört habe. Ich möchte fast nach jedem Satz sagen: „Bruno Gröning hat gesagt...“ Die Freunde wissen aber sowieso schon, dass ich nur das wiedergebe, was BG gesagt hat und das, was ich als Wahrheit erkannt habe. Jetzt nach 50 Jahren, kann ich mit ruhigem Gewissen sagen, dass Bruno Gröning immer recht gehabt hat, dass jedes Wort von ihm seine Richtigkeit hatte, so wie er es gesagt hat: „Sie brauchen mir nicht zu glauben, aber überzeugen Sie sich selber davon, es ist die reine Wahrheit!“
 
Was heißt nun „Das Leben ist Gott!“? Das heißt doch nicht anderes, als dass wir Menschen nur dann richtig leben, richtig handeln, richtig denken und fühlen, wenn wir die Harmonie wollen, sie leben und uns wirklich bemühen, immer in der Ruhe zu bleiben.
 
Eine weitere Aussage Bruno Grönings lautete: „Verweilen Sie keinen Augenblick in einem unguten Gedanken!“ Das ist natürlich sehr schwer, denn es kommt sehr viel auf uns zu, was uns aus der Ruhe bringt, dass wir ungeduldig werden oder uns ärgern. Ganz fest ärgern. Nachher sehen wir ein, dass der ganze Ärger unnötig war, weil wir dann doch wieder die Hilfe bekommen, dass alles in Ordnung kommt.
Es ist so wichtig, dass wir lernen Vertrauen zu haben, dass wir lernen, auch in einer schwierigen Situation auf die Hilfe des Göttlichen zu vertrauen. Ich merke immer mehr, wie wichtig es ist, bei allem Vertrauen zu haben, in jeder Situation Vertrauen zu haben. Wenn wir einmal aus der Ruhe kommen, so ist das nur eine Situation, aus der wir lernen, wie Vertrauen vorhanden war. Bruno hat gesagt. „Vertraue und glaube“, das ist die Voraussetzung; „Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!“
Für Vertrauen und glauben genügt nicht, einmal zu probieren, zu schauen, ob das eine Wirkung hat. Jedes Fragezeichen im Geistigen hat eine Unterbrechung der Verbindung mit dem göttlichen Strom, mit der göttlichen Hilfe, mit der göttlichen Führung zur Folge!
 
Dabei erinnere ich mich daran, dass man Bruno Gröning zu seinen Lebzeiten nie etwas fragen durfte. Wohl konnte man im Geistigen mal ab und zu eine Frage stellen, die dann früher oder später in Bruno Grönings Reden und Vorträgen auf wundersame Art und Weise beantwortet wurde. Aber die Zweifel, liebe Freunde, die machen alles kaputt!! (Anmerkung Petra)
 
Wir haben so oft in unserem Leben die Verbindung zu Gott nicht erlangt, weil wir eben Menschen sind, die manchmal zweifeln, die vielleicht sehr oft zweifeln und immer wieder sagen:
„Bitte bitte lieber Gott, hilf mir, hoffentlich bekomme ich meine Gesundheit!“ Dieses Wort „hoffentlich“ wollte Bruno Gröning nicht hören, weil darin der Zweifel liegt. Genauso wenig das Wort „Vielleicht“, weil da auch ein Zweifel drinnen ist.
Man darf nicht übersehen, wie inkonsequent der Mensch ist. Einerseits glaubt er an die Allmacht Gottes, andererseits zweifelt er an dieser Allmacht. Zu diesem Zweifeln kommt dann noch die Erfahrung dazu, dass er manchmal wirklich keine Hilfe bekommt. Aber nicht deshalb, weil die Kraft nicht da ist, sondern nur, weil er diese übergeordnete geistige Kraft anzweifeln und dadurch die Harmonie mit dem Göttlichen verliert.
 
Oft hat Bruno Gröning gesagt, dass eine große Umkehr notwendig ist. Die Umkehr im Geistigen, die Umkehr im Gefühlsleben, die Umkehr in der Überzeugung und eine im Glauben. Wenn wir die heutige Weltlage betrachten, so dürfen wir nicht fragen, warum das der liebe Gott zulässt. Denn auch eine solche Frage ist ein Irrtum, ein menschlicher Irrtum. Die Menschen glauben immer, Gott muss eingreifen. Der Mensch hat den freien Willen von Gott bekommen! Dieser freie Wille wird auch respektiert, wenn Schwierigkeiten auftreten, wie sie momentan in der Welt vorhanden sind. Aber wir sollen davon überzeugt sein, dass letztlich das Gute siegt, dass letztendlich der Mensch doch einsieht, dass mit Gewalt und Hass überhaupt nichts zu machen ist.
Ich habe einmal im Geistigen gefragt, wie denn da das Gute siegen kann, wenn so viel Böses auf der Welt existier? Bruno sagte, dass das Böse, das Ungute sich selbst vernichtet. Daher soll man nicht sagen, „Um Gottes Willen, wie schaut denn die Welt aus?“ Das ist nicht unsere Sache. Unsere Sache ist zu glauben, zu vertrauen, davon überzeugt zu sein, dass sich letztlich die kleinen Pflänzchen des Guten weiter verbreiten und alles andere sich selbst aufhebt. Wenn wir z.B. einen Garten bepflanzen, so werden wir nicht den Fehler begehen, dass man hunderte von Pflanzen einsetzt und sagt, jetzt habe ich meinen Garten gut bepflanzt. Nach wenigen Jahren ist der Garten so überwuchert, dass man kaum mehr durchgehen kann.

Was will uns das lehren? Das Leben ist stark, das Leben ist stärker. Wenn wir einen Baum pflanzen oder einen Strauch setzen, so können wir uns vorstellen, wie hoch dieser Baum, und wie breit dieser Strauch wachsen wird. Man wird also von vornherein den Pflanzen den nötigen Abstand einräumen. Was ich damit sagen will, ist: Die Natur lehrt uns die Kraft des Lebens. Aus einem winzigen Samenkorn wird zunächst eine ganz kleine Pflanze mit zwei Blättern. Der Same ist also aufgegangen. OK, Dann brauchen wir nur warten, genügend Licht darauf scheinen lassen, der Pflanze genügend Wasser geben und über kurz oder lang wird aus der kleinen Pflanze ein herrlicher Baum oder ein großer blühender Strauch. So sehen wir, dass das Gute wieder einmal gesiegt hat.
So ist es auch bei uns. Wir sind diejenigen, die in uns einen Garten anpflanzen. Es steht ja schon in der Bibel, dass Christus gesagt hat: „Ich bin der Weinstock, Ihr seid die Reben. Gebt acht, dass ihr nicht die Verbindung zum Weinstock verliert, sonst würden die Reben verdorren.“
Ich will damit sagen, dass das Gute zunächst mit ganz wenig Menschen beginnt. Da einer, dort einer und wieder einer. Es ist hier nicht die Macht wichtig, sondern die Qualität.  Wichtig, ob dieser Mensch wirklich zum Guten steht. Zunächst einmal für sich selbst zum Guten steht. Zunächst einmal eine Relaisstation Gottes wird. In Zeiten der Technik sind diese Relaisstationen sehr wichtig, aber sie funktionieren nur dann, wenn sie auf die Empfangswelle eingestellt sind. Es ist manchmal schmerzlich, wenn eine Lieblingssendung gerade begonnen hat und plötzlich der „Kasten“ zu flimmern beginnt. Was ist geschehen? Oft ist es nur eine Kleinigkeit und der Sender fällt aus. Er kann das Programm nicht weiter senden, weil er von dieser Sendewelle abgeschnitten ist. Da gibt es eine technische Störung, z.B. einen Stromausfall und der Sender ist nicht mehr in der Lage, das Programm weiterzugeben. Wir Freunde Bruno Grönings, die das Gute wollen, sind im Grunde genommen auch Relaisstationen.
 
Wenn wir eines tun, nämlich darauf achten, dass wir immer in Harmonie leben und ganz der guten Schwingung bleiben. Bedenken wir: Wenn wir uns ärgern, wenn wir traurig sind, wenn wir Angst haben, dann ist das Programm weg. Stellen wir uns dann als einen Fernseher vor, der kein Fernseher ist, sondern eine „schneiende Mattscheibe“ und schon werden wir sagen: „Hoppla, ich will kein Störsender sein, ich will empfangen und bereit sein, weiter zu geben“. Das ist so wichtig: Möglichst viel in Harmonie sein, möglichst viel Vertrauen zu erarbeiten und möglichst so weit zu kommen, dass kleine Störungen uns nicht aus dem Gleichgewicht bringen.
 
Jetzt noch etwas, das immer wieder gefragt und auch sehr wichtig ist. Sollen wir uns auch für andere Freunde einstellen? Dazu hat Bruno Gröning etwas ganz interessantes gesagt: „Stellen Sie sich ein stehendes Dreieck vor.“ So wie eine Pyramide hat er gemeint. „Die Kraft kommt von oben, oben ist Gott. Links ist der eine, der für den anderen bittet, rechts ist der Hilfesuchende. Jetzt dürfen wir nicht den Fehler machen, dass wir uns direkt auf den Hilfesuchenden einstellen, weil die Querverbindung von diesem Dreieck es in sich hat, dass wir auch die Störung von dem anderen aufnehmen können. Also bitte keine Querverbindung, sondern: Wenn wir wissen, dass jemand in Not ist, so schicken wir ein Funksignal „hinauf“. Im Zeitalter der Satelliten wird auch ein Funksignal hinauf geschickt und der Satellit spiegelt es dorthin weiter, wo es gebraucht wird. Im Geistigen ist das eben Gott.
 
Wenn wir für jemanden bitten, so brauchen wir uns nicht stundenlang einzustellen, nicht einmal zehn Minuten, nicht einmal eine Minute. Wir schicken das Signal hinauf: „Ich bitte für den, oder ich bitte für mich, ich bitte für den Frieden in der Welt“, und dieses Signal schaltet die Hilfe Gottes ein. Die Hilfe kommt dann dorthin, wo sie gebraucht wird, vorausgesetzt, der andere ist bereit, diese Hilfe anzunehmen.
 
Wir wissen, Gott ist allmächtig. Gott ist allwissend. Warum aber müssen wir dann überhaupt bitten? Weil der Mensch den freien Willen hat. Das Kraftfeld Gottes ist da, genauso wie der Strom da ist, aber man braucht einen Menschen, der aktiv wird. Wenn wir Licht brauchen, drücken wir auf den Schaltknopf und das Licht ist da.


26.01.2017

Bruno Gröning's Heimgangstag: 26. Januar 1959

Bruno Gröning selber sagte,, dass es für ihn der schönste Tag sein wird, wenn er diese Erde wieder verlassen darf.  Für die Menschen war das hingegen eine Katastrophe, weil sie plötzlich nicht mehr an ihn geglaubt haben. Obwohl er gesagt hatte, dass sie sich nicht an ihn klammern sollten, sondern lernen sollen, selbständig die Kraft aufzunehmen; lernen sollen zu erkennen, dass sie selbst die göttliche Kraft aufnehmen können, wenn sie in Harmonie mit dem Göttlichen schwingen. (...)

(aus "Die Gnade Gottes verzeiht alles" von A. Hosp)



Bruno Gröning


Anneliese Bollack 1978:
Was sagte Bruno Gröning selbst zu seinem Heimgang?

„An diesen meinen von Gott gegebenen Körper bin ich gebunden. Wenn ich ihn eines Tages verlasse, wird das die schönste Stunde meines Lebens sein, denn dann bin ich frei und hier und überall zugleich.“

In Mannheim hat er über dieses Thema nur einmal einen Vortrag gehalten, Ich war damals schon gesund, und so hab ich sehr aufmerksam gehört. Auch hier war ein Umlernen und Umdenken nötig. Das fing schon bei der Geburt an. Er sagte: „Wenn ein Mensch geboren wird, dann freuen sich die Menschen, umgekehrt wäre richtiger. Sie würden weinen, wenn er kommt und sich freuen, wenn er heim darf.“ Aber er zeigte Verständnis und sagte: „Wir wissen es nicht besser. Dann geht es los nach der Geburt. Die Oma und Opa stiften ein Sparbuch. Der Vater bestimmt gleich die Schule und Beruf, und jeder macht Pläne, dabei wisse doch keiner, was diesem Menschenkind von Gott bestimmt ist. Das Einzige, was Menschen l00%-ig wissen, wenn einer geboren wird, davon wollen sie nichts wissen, das schieben sie zur Seite, davon wird nicht gesprochen und auch nicht zur Kenntnis genommen. Das Einzige, was man wirklich mit Bestimmtheit weiß von diesem Kind, sei, dass es eines Tages diese Erde wieder verlassen muss. Er geht wieder heim. Man nennt das Tod. Dies sei aber nicht so, sondern, was man Tod nenne, sei nur ein Durchgang. Aber auch das wüssten wir nicht mehr. Bruno Gröning sagte, er wüsste, wann er von dieser Erde gehe, und er könne es aufschreiben und in einem Tresor hinterlegen. Er sehe aber keinen Sinn darin, dies zu tun.

Wir wüssten nicht den Tag und die Stunde, und das sei auch gut für uns. Er könne das tragen, weil er doch etwas mehr wisse als wir. Nicht viel, aber doch ein winziges bisschen mehr. Er sagte uns noch: Manch einer wird dort das Staunen lernen, der sich hier so viel auf sein Wissen einbildet. Mancher, der hier Macht hat, ist dort drüben nicht viel, und mancher, der hier Menschen belehrt, sitzt dort auf der Schulbank und wird selbst belehrt.

Welch ein Glück für jedes Menschenkind, wenn es hier schon beginnen darf, hier schon lernen darf, das Geistige zu begreifen und zu erkennen. Man kann nur jeden beglückwünschen, der beginnt und auch weitergeht auf diesem Weg, egal, welchen Stand er hier hat. Ich danke Gott, dass ich Bruno Gröning und seine Lehre kennen lernen durfte. Sie hat mir viel Wissen, Erkenntnis und Glück gebracht.

Er sagte uns in diesem Vortrag noch: Wir müssten uns wieder besinnen, wer wir sind, wieder das tun, was Gott für uns bestimmt hat, warum uns Gott dieses Erdenleben gegeben hat und warum er uns dazu diesen unsern herrlichen Körper gegeben hat. Wir müssten wieder lernen, auf dieses göttliche Geschenk zu achten und ihn richtig führen, uns wieder besinnen, wer wir sind, uns voll dem zuwenden, zu dem wir gehören, uns wieder in die göttliche Führung begeben, wieder Gott vertrauen, dann würden wir auch eines Tages das Wissen erhalten, wohin wir gehören und keine Angst mehr haben vor dem Tod. Wir wüssten dann wieder, dass wir heimgehen und dann frei sind.

Ja, liebe Freunde, an diese seine Worte in diesem Vortrag habe ich schon oft denken müssen, immer wenn es hieß, von einem guten Freund, Verwandten oder lieben Bekannten Abschied zu nehmen. Vor allem habe ich mir alles in Erinnerung gerufen, als er mit seinem Körper von uns ging.

„Ich bin hier und überall zugleich!“ An diese seine Worte habe ich mich geklammert. Darauf habe ich vertraut und auch gebaut. Ich sagte mir: Wenn ich jetzt rufe, ist er immer gleich da. Ich tat es, und es stimmte.







Elegie
Secret Garden
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26.01.2016

Wir danken Bruno Gröning aus vollem Herzen für sein Hiersein, für die vielen Hilfen und Heilungen, die durch ihn geschehen durften und dafür, dass er uns wieder mit Gott verbunden hat.








Grönings Tod
von Armin Risi

1958 kam es zu einem Gerichtsurteil, das Bruno Gröning in ganz Deutschland jegliche Heileraktivität verunmöglichte. Ende Januar 1959 kam es zu einer Berufungsverhandlung. Gröning war persönlich nicht anwesend, sondern reiste in Begleitung seiner zweiten Frau, der Französin Josette Dufossé, nach Paris und verstarb dort in einem Spital am Mittag (13:46 Uhr) des 26. Januar, genau an jenem Tag, als in Deutschland das Urteil verkündet werden sollte.
 
Das Urteil wurde dann wegen »Tod des Angeklagten« nicht mehr verlesen, aber angesichts der Mächte, die aktiv waren, konnte es sich nur um eine Bestätigung oder sogar Verschärfung des Verbots handeln.

Bruno Gröning starb im Alter von 52 Jahren. Offizielle Todesursache: Krebs.
 
Man fühlt sich an die alte Aussage erinnert: »Der Prophet im eigenen Land wird verkannt« (Mt 13,57; Joh 4,44). Kritiker und »Sektengegner« kommentieren, dass Gröning ein Scharlatan gewesen sein müsse, sonst hätte er wenigstens sich selbst heilen können. Auch diese Aussage findet Parallelen in der Bibel:
„Die aber vorübergingen, lästerten ihn und schüttelten ihren Kopf und sprachen: »Du, der du den Tempel Gottes zerbrichst und in drei Tagen wieder aufbauen wolltest, hilf dir doch selbst! Bist du Gottes Sohn, so steig herab vom Kreuz“.
 
Desgleichen spotteten auch die Hohepriester samt den Schriftgelehrten und Ältesten und sprachen: »Andern hat er geholfen, und sich selber kann er nicht helfen. […]« Desgleichen schmähten ihn auch die Mörder, die mit ihm gekreuzigt waren (Mt 27,39-44; Mk 15,29-32).
Bruno Gröning begab sich zum Sterben in ein Spital, um nochmals zu zeigen, dass er die Zusammenarbeit mit den Ärzten suchte, und erlaubte eine Obduktion. Er hatte gesagt, dass er »innerlich verbrenne«, weil er nicht mehr heilen dürfe. Die Ärzte kommentierten nach der Obduktion, dass sie noch nie so etwas gesehen hatten und dass ein Mensch in diesem innerlichen Zustand schlimmste Schmerzen ertragen musste, von normaler Arbeitsfähigkeit und Herumreisen ganz zu schweigen.
Bruno Gröning war jedoch bis zu seinem Tod aktiv und verstarb friedlich und ohne sichtbare Schmerzen. Kurz vor seinem Verscheiden sagte er: »Was meine Gegner tun mussten, haben sie restlos getan und sind damit am Ende. Ebenso habe ich getan, was ich tun musste – dieses aber ist erst der Anfang!«
 
Der göttliche Heilstrom
 
Bruno Gröning ging es nicht um seine Person. Er betonte immer, dass er nur ein Vermittler und »Transformator« sei. Dies zeigte sich auch dann, als er durch immer weiterreichende Heilverbote in seinem öffentlichen Wirken behindert wurde. Er reagierte nicht mit Zorn oder Resignation, sondern mit einer noch größeren Vision. Er sagte sinngemäß, dass durch ihn als einzelne Person Tausende von Menschen geheilt wurden, aber wenn die Menschen lernten, sich selbst zu heilen, würden Millionen von Menschen, ja die gesamte Menschheit geheilt werden.
 
Und so konzentrierte er sich darauf, Selbstheilung durch den göttlichen Heilstrom zu lehren. Berühmt ist in diesem Zusammenhang seine Aussage: »Aufzuhalten ist es nicht. In der ganzen Welt soll sich die Heilung vollziehen.« (Solche Aussagen wurden ihm als »Größenwahn« ausgelegt.)
 
So sensationell Bruno Grönings Heileraktivität auch war, so einfach war seine Erklärung: Ursprünglich ist der Mensch in lebendiger Einheit mit Gott verbunden, doch wenn der Mensch aus dieser Verbindung herausfällt, trennt er sich von der göttlichen Quelle und gibt sich dem Bösen preis, was zu innerer Leere, Sinnlosigkeit und Gottlosigkeit führt, mit all den daraus folgenden Konsequenzen, auch gesundheitlich. Aber Gottes unbegrenzte Kraft bleibt allgegenwärtig wirksam, und sie hat als »Heilstrom« auch eine unbegrenzte Heilkraft. Wer sich wieder für diese Kraft öffnet, kann Heilung und andere Formen von Hilfe empfangen.
 
Bruno Gröning wirkte als ein Transformator, der die göttliche Heilkraft an die Menschen weiterleitete. Eine solche energetische Leistung stellte auch physisch eine einzigartige Funktion dar und war, laut Grönings eigenen Aussagen, der Grund, warum sein Hals in gewissen Phasen auf beiden Seiten deutlich an Umfang zunahm. Wie mit seinen Heilungen und seinem Tod, so war Bruno Gröning auch mit dieser anatomischen Eigenheit für die Ärzte ein Rätsel.







Selig, die den Weg der Barmherzigkeit gehen.
Familie Mariens
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09.01.2016

Ich bin ein Mensch aus gleichem Blut wie Sie 
 Bruno Gröning, 1949


Ich bin ein Mensch aus gleichem Blut wie Sie. Wenn ich mich beim Rasieren schneide, blute ich wie jeder Sterbliche. Ich habe nur mehr gelitten als die meisten Menschen.   Ich brauche keine Zeitungen und keinen Rundfunk. Vor meinem inneren Auge sehe ich zu jeder Tages- und Nachtzeit Dinge, die sonst kein Mensch sieht. Wenn Sie meinen Körper hier vor sich sehen und meine Stimme hören, kann es trotzdem sein, dass ich nicht in dem Körper bin, sondern irgendwo anders. Die Rede kommt aus meinem Munde, ohne jede Anstrengung meinerseits. Sie fließt von selbst.   

 Ich bin bedürfnislos wie wenige Menschen. Ich habe ein ganzes Jahr lang ohne ein Kleidungsstück auf der nackten Erde geschlafen, gedürstet und gehungert. Mein Körper bestand nur mehr aus Haut und Knochen. Ich habe jeden Arzt und jede menschliche Hilfe verweigert und mich nur dem Befehle unseres Herrgotts unterworfen. Und als ich nach einem Jahr aufstand, war auch mein Körper wieder gesund.   

 Stoßen Sie sich nicht daran, dass ich, während ich das Wort „Gott" spreche, rauche. Die Zigarette gehört zu dem Wenigen, was ich mir gönne. Den Kaffee gebrauche ich als Nahrungsmittel. Aber ich will mich bemühen, das Rauchen zu unterlassen.   

 Ich will nicht in die Welt hinausgetragen werden, ich will nur eines: die Krankheiten der Menschen heilen. Darin sehe ich meine Aufgabe und meine Berufung. Ich habe bisher von keinem Menschen Geld angenommen. Ich bin bedürfnislos, und das, was ich brauche, schenken mir meine Freunde gern. Ich trage Kleider nur, um mich nicht von den anderen Menschen zu sehr abzuheben. Wenn man mir Geld gegeben hat, so wurde es mir hingelegt. Oft habe ich dieses Geld an arme Menschen weitergegeben und werde es auch weiterhin tun. Ich werde nie ein Geschäft aus meiner Kraft machen.   

 Quelle: SCHMIDT, E. A.: Die Wunderheilungen des Bruno Gröning, Berlin, 
Falken, 1949, S. 20




31.12.2015










FROHES NEUES JAHR, LIEBE FREUNDE!



Oh Jesus, ich gebe mich Dir hin!
Familie Mariens
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Bruno Gröning:

"Lasst Euch nun auch im neuen Jahr nicht übertreffen in eurer festen und tapferen Haltung, im mutigen Glauben an die unübertrefflichen Wirkungen Göttlicher Kräfte - und lasst uns gemeinsam weiterarbeiten an der uns allen schicksalhaft gestellten Aufgabe in gegenseitiger Treue und Ergebenheit.

Wir alle wollen fürderhin schöpfen aus der wunderträchtigen Quelle der ALLMACHT und lasst unsere hohen Pflichten von Mensch zu Mensch gipfeln im LIEBEN und DIENEN.Glückauf für das neue Jahr in stetiger Geistesverbundenheit.

Euer Bruno Gröning 
geschrieben zum Jahreswechsel 1954/1955


Kyrie Eleison
Familie Mariens
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04.12.2915

Ausschnitt aus unserem letzten Online-Meeting am 02.12.2015:

 Alfred Hosp: 
Die Gnade Gottes verzeiht alles 

 Mitschnitt eines von Alfred Hosp am 16.10.2004 in Graz gehaltenen Vortrags: (...)

Bruno Gröning ist auf der Erde inkarniert worden, um den Menschen wieder den geistigen Weg zu zeigen. Aufzuzeigen, dass der Mensch zwischen Geburt und Tod zwar einen physischen Körper hat der nur ein Werkzeug sein soll, nämlich das Werkzeug des unsterblichen Geistes. Die zu verkörpernde Seele bzw. das zu verkörpernde Geistwesen ist vor der Inkarnation gefragt worden: „Schau, das wäre Dein Schicksal, das wäre Deine Aufgabe. Willst Du das? Diese Aufgabe ist aufgebaut auf der Vergangenheit, denn ein Geistwesen kommt ja nicht zum ersten Mal auf die Welt, sondern hat bereits viele Inkarnationen hinter sich, in denen Schuld aufgebaut wurde, aber auch Fähigkeiten mitgegeben wurden. 

 Wir haben vorgestern eine Fernsehsendung gesehen mit dem berühmten Geiger Andre Rieu. Er ist ein sehr guter Geiger und hat ein großes Orchester. Dieser Rieu hat einen dreijährigen Jungen vorgestellt, der ein perfekter Geiger war. Frage: Wie kommt es, dass immer wieder sogenannte „Wunderkinder“ auftauchen, die Fähigkeiten haben, die sie nicht gelernt haben? Bruno Gröning hat dazu erklärt, dass sie das von früher, aus ihren Vorexistenzen mitbringen und sich daran erinnern. Der kleine Knirps hat mit den Großen mitgegeigt und ist nicht aus dem Takt gekommen. Das war großartig. So soll der Mensch erkennen, dass er ein Geistwesen ist, welches schon VOR der Verkörperung existiert hat. Dem Wesen, welches ein Kind werden soll, wird das ihn erwartende Schicksal in großen Zügen gezeigt und dann gefragt, ob er diese Aufgabe erfüllen will. Es hat ja einen freien Willen. Weil die meisten Seelen ein mehr oder weniger schlechtes Gewissen haben, weil sie genau wissen, was sie vorher angestellt haben, sagen sie „Ja, natürlich, ich mache alles. Ich will nur wieder einen Körper, damit ich alles wieder gut machen kann!“ 

 Bruno Gröning hat in Klagenfurt immer bei einer bestimmten Familie gewohnt. Die Dame des Hauses war zwar reich aber unglücklich, weil ihr Mann ab und zu „danebengehupft“ (fremd gegangen, Seitensprung) ist. Einmal war sie sehr niedergeschlagen und sagte zu Bruno Gröning, dass sie froh wäre, wenn sie das Leben schon hinter sich hätte. „So, so“, sagte Bruno Gröning ...“und Sie haben am meisten geschrien, dass Sie wiedergeboren werden wollen.“ So ist das.  Wir sollen das Leben positiv und auch als Aufgabe sehen, dass wir negative Eigenschaften bewusst ablegen, damit wir frei sind, wenn wir diesen Körper verlassen. Es ist zum Beispiel nicht in Ordnung, wenn Bruno Gröning nur als Heiler dargestellt wird. Die Leute hoffen darauf, dass sie durch die von ihm vermittelte göttliche Kraft geheilt werden. 

Das ist aber nur ein ganz kleiner Teil ihrer Aufgaben in diesem Erdenleben. Der andere Teil ist, dass wir uns so weiterentwickeln, dass wir die verschiedenen Fehler und Mängel abbauen, um dann frei hinübergehen zu können. Es ist die Frage gestellt worden, warum wir körperlich geheilt werden sollen, wenn wir sowieso den Körper einmal verlassen müssen. Da hat Bruno Gröning etwas sehr interessantes erklärt: Der Mensch soll frei von Belastungen sein, wenn er den Körper verlässt, denn dann ist er auch drüben frei. Wenn er aber belastet den Körper verlässt und mit Gott hadert, dann nimmt er den ganzen Dreck mit und muss nach einer gewissen Zeit wieder in dem Zustand geboren werden, in welchem er den Körper verlassen hat. Da könnte man die Überlegung anstellen, ob das vielleicht der Grund ist, warum heutzutage so viele belastete Kinder auf die Welt kommen? Ist es vielleicht, weil sie im Vorleben ihre Belastungen mitgenommen haben und verzweifelt hinüber gegangen sind? 

 Die Heilung ist ein ganz großer Komplex. Manche werden gesund und machen weiter ihre Fehler, d.h. sie schätzen ihre Gesundheit nicht. Wenn man gesund wird, soll man dankbar sein und dafür sorgen, dass man anhand der körperlichen Gesundheit weiter lernt, weiter frei wird von allen Mängeln. Jetzt kommt sozusagen der Hammer! Bruno Gröning hat gesagt, dass das die größte Heiligung ist, wenn der Mensch frei hinübergeht, wenn er den Körper verlässt. Die Leute hingegen....dass ihm nicht geholfen wurde, weil er ja gestorben ist. In Wirklichkeit ist es so, wenn er frei ist, wenn er loslässt, wenn er sein Schicksal vollkommen Gott hingibt, kann das für diesen Menschen als Geistweisen die größte Heilung sein. 

Anmerkung des Admin. Petra
Hier möchte ich ein Erlebnis mit euch teilen, das ich damals erlebt habe, als wir die Gemeinschaften für Drogensüchtige aufgebaut hatten. Wir waren auch in meiner Heimatstadt Berlin und bevor die Gemeinschaftsstunde begann, gingen immer ca. zwei Stunden vorher auf die Drogenscene, um dort die Süchtigen anzusprechen und dann mitzunehmen. Wir wollten ihnen die Lehre Bruno Grönings nahe bringen und uns mit ihnen einstellen und für sie bitten und beten. Eines Tages trafen wir Helga, die in einem sehr desolaten Zustand, mit Entzugserscheinungen, zitternd und extrem aggressiv auf den Stufen eines Hauseinganges saß. Ich zeigte ihr mein Buch und fragte sie, ob sie frei werden möchte und erklärte ihr in kurzen Worten, wie es mir ergangen war, da ich ja auch gesund geworden war. Zuerst lachte sie nur zynisch und machte sich über mich lustig, dass ich das ja wohl selbst nicht glauben würde, was ich ihr da erzählte. Als ich mich bereits abwendete, um weiterzugehen, rief sie mir hinterher: „Warte, ich komme mit!“ und sie raffte sich schwerfällig auf und humpelte hinter mir her. Ich sah, dass sie wirklich in einem sehr schlechten gesundheitlichen Zustand war. Wir gingen gemeinsam ein Stück und kamen an einem kleinen Zeitungskiosk vorbei. Dort blieb sie stehen und kaufte sich einen kleinen Flachmann mit Schnaps und kippte diesen auf Ex hinunter, ohne dass ich sie daran hindern konnte. Schließlich kamen wir im Gemeinschaftsraum an und sie fühlte sich so schwach, dass sie sich auf eine von uns für Schwerstfälle vorbereitete Bodenmatte hinlegte. Wir begannen mit der Einführung und als die Musik begann, verlangte sie nach einem Eimer um sich zu übergeben. Sie erbrach sich ausgiebig und lange und lag danach mindestens eine halbe Stunde ruhig und friedlich auf ihrer Matte. 

Wir fuhren fort mit unserer Gemeinschaftsstunde und schließlich sagte sie, dass ihr das alles zu sehr an die Substanz ginge, bedankte sich und stand auf. Sie wirkte sichtlich gestärkt und wach, verabschiedete sich und ging. Wir sahen sie nie wieder, aber wir trafen nach einigen Monaten einen Freund von ihr, der uns erzählte, dass sie nach der Einführung einen vollständigen Entzug machte, dass sie vollkommen frei von allen Süchten geworden war und dass sie dann friedlich eines natürlichen Todes gestorben war. Zuerst waren wir alle total geschockt. Aber durch ihren Bekannten und  Bruno wissen wir, dass sie eine große Heilung erfahren hatte, und frei hinübergehen konnte in eine bessere Welt und so vielleicht einen neuen gesunden Körper erhalten durfte. Das weiß nur Gott...

Fortsetzung Alfred Hosp:

Bruno Gröning selber sagte,, dass es für ihn der schönste Tag sein wird, wenn er diese Erde wieder verlassen darf.  Für die Menschen war das hingegen eine Katastrophe, weil sie plötzlich nicht mehr an ihn geglaubt haben. Obwohl er gesagt hatte, dass sie sich nicht an ihn klammern sollten, sondern lernen sollen, selbständig die Kraft aufzunehmen; lernen sollen zu erkennen, dass sie selbst die göttliche Kraft aufnehmen können, wenn sie in Harmonie mit dem Göttlichen schwingen. (...) 

 Für Bruno Gröning waren die Menschen durchsichtig. Wenn er so da stand, hat er den Menschen nicht direkt angeschaut, sondern er hat immer über den Menschen drüber geschaut. Als er einmal gefragt wurde, warum er das tut, hat er geantwortet, dass er immer den geistigen Menschen sieht, der hinter dem körperlichen Menschen steht. Dadurch sieht er alles, was in Ordnung und was nicht in Ordnung ist. 

 Bruno Gröning war sehr feinfühlig. Er hat niemanden bloß gestellt. Er hat dem Menschen höchstens etwas ins Ohr geflüstert, und die sind entweder puterrot geworden oder leichenblass, weil er ihnen die Wahrheit gesagt hat. Starke selbstbewusste Männer sind auf die Knie gefallen und haben bitterlich geweint. Er hat aber auch gesagt, wenn die Menschen das Gute wollen, wenn sie achtsam sind, wenn sie sich geistig ändern, dann ist ihnen von Gott verziehen. Sie dürfen nur nicht den gleichen Fehler wiederholen. Man muss sich das so vorstellen, dass der Mensch eine Schwingung hat, eine Eigenschwingung, und wenn der Mensch das Gute will und nicht immer wieder zurückfällt, erhöht sich die Eigenschwingung und er kommt Gott, der göttlichen Schwingung immer näher. Das bringt mit sich, dass das alte Karma keine Wirkung mehr hat, weil es unterhalb durchgeht und den Menschen nicht mehr berührt. 

Was aber ist, wenn der Mensch wieder in die alten Gewohnheiten zurückfällt, sozusagen zurück rutscht und seine Schwingung wieder tiefer wird? Dann trifft ihn das Karma wieder voll. Wir leben eigentlich in zwei Welten; wir sind in der Welt des Karmas, wo wir alles wieder gut machen müssen, was wir schlecht gemacht haben. Wenn wir aber unsere geistige Schwingung durch den Glauben und das Vertrauen erhöhen können, dann sind wir in der Sphäre der GNADE. 

Die Gnade Gottes verzeiht alles. Die Gnade Gottes steht über dem Karma. Wenn der Mensch aber immer wieder zurückfällt, kommt er in die alte Schwingung und muss alles wieder gut machen, was er vorher schlecht gemacht hat. Es gibt also beides: Es gibt Karma und Ursache und Wirkung und es gibt auch die Späre der Gnade, in dem Augenblick, wo wir wirklich bemüht sind, der göttlichen Kraft näher zu kommen. Die göttliche Kraft ist überall, genauso wie GOTT überall ist. Aber wie gesagt, man kann sie nur aufnehmen, nur dann empfangen, wenn man in Resonanz mit der göttlichen Kraft ist. (...)










29.10.2015

Das war der wirkliche Bruno Gröning! 
 Anny Freiin Ebner von Eschenbach 

Bruno Gröning (links) u. Anny Freiin Ebner v. Eschenbach 1958 Offene Worte einer ehrlichen, mutigen Gott- und Wahrheitssucherin, die Bruno Gröning viele Jahre hindurch gut kannte und zu einem maßgebenden Urteil über ihn berechtigt ist (Nachdruck aus „Geistiges Leben“, Felix Schmidt, Cleveland 1/Ohio, P. O. Box, Juni- heft 1962)   

 Es war im Jahre 1950 bei Heilpraktiker Enderlin in München, als ich Bruno Gröning zum ersten Mal persönlich erlebte. Was mich dort hinzog, war einesteils mein großes geistiges Interesse an diesem außergewöhnlichen Menschen und andernteils hatte ich es satt, von meinem damaligen Arzt weiter alle möglichen Spritzen angeboten und verabreicht zu bekommen. 

 Durch das Studium okkulter und indischer Weisheiten angeregt, wusste ich theoretisch, dass es gewisse Menschen gibt, die durch Schulung besondere Kräfte erwarben, deren Anwendung durch ihre innere Einstellung entweder zum Wohle der Menschheit eingesetzt oder aber zu persönlichen Vorteilen missbraucht werden können; kurz gesagt ob sie schwarz- oder weißmagischer Natur sind. Infolge der vielen sich widersprechenden Zeitungsberichte konnte ich nicht klar fest- stellen, zu welcher Richtung Bruno Gröning gehört. 

Einmal schrieben die Journalisten, er sei ein Heiliger, dann wiederum erschienen plötzlich fast täglich Extrablätter, in denen er als „Teufel“ gebrandmarkt wurde. Dies war der Grund, warum ich Bruno Gröning zunächst beobachtend gegenüber stand, denn ich wollte absolut wissen, was für ein Mensch dieser Träger besonderer Kräfte ist. Aber ich brauchte nicht lange zu beobachten; nicht lange zu „prüfen“; in Sekunden- schnelle erfühlte ich es; „Diese in sich ruhende Sicherheit, Güte, Bescheidenheit und Geduld ist nur einem möglich, der in vollster Verbindung mit Gott steht“.

Anny Freiin Ebner von Eschenbach So fasste ich tiefes Vertrauen und bald wusste ich beglückend, dass ich einen wahren Menschen erleben durfte; einen Menschen, der alles das, was ich nur theoretisch wusste, praktisch verkörperte. Meine körperliche Unordnung (Erkrankung) wich einer Harmonie und Ordnung; ja es war ein förmlicher Hinauswurf in Form von eitrigen Ableitungen durch Nase und Augen. In Kürze war ich meine Beschwerden los, an denen zwei Ärzte und eine Ärztin ein Jahr lang herumdokterten und überhaupt nicht herausbekamen, was es eigentlich sein könnte. Ich erkannte, dass ich einen wahren Lehrer gefunden hatte und besuchte deshalb alle nur erreichbaren Vorträge von Bruno Gröning. 

Besonders im Fremdenheim Weikersheim in Gräfelfing bei München hatte ich die Möglichkeit, fast jede Woche ein oder zwei Vorträge mit anzuhören. Fast unglaubliche Heilungen durfte ich so auf diese Art und Weise miterleben und hörte mit eigenen Ohren, was die Geheilten selbst berichteten. Um nur einige zu erwähnen: Die Heilung eines schwersten Herzleidens einer Frau aus Augsburg, die dann aus Dankbarkeit omnibusweise leidende Menschen zu den Vorträgen brachte; die Hei- lung einer Frau, die einen Gehirntumor hatte, bereits ein ganz verzerrtes Gesicht hat- te und schon ganz verwirrt war. 

Von Vortrag zu Vortrag konnte ich selbst feststellen, wie sie in ihrer Rede und in den Gesichtszügen wieder normal wurde. Oder ich erinnere mich an eine Dame aus New York, die sich für die Fernheilung ihrer Tochter in einem New Yorker Krankenhaus bedankte, die an Brustkrebs gelitten hatte. Ich erlebte mit eigenen Augen und Ohren, wie Taube wieder das Gehör zurück er- hielten; wie Stumme plötzlich wieder ihre Sprache fanden; wie Menschen, die auf Krücken mühselig hereinhumpelten, plötzlich während des Vortrages ihre Stöcke wegwarfen und auf Gröning zugingen mit Ausrufen wie: „Ich kann ja wieder frei und ohne Schmerzen gehen!“ 

v.l.n.r.: Anny E.v.Eschenbach, Herr Zieger und Bruno Gröning Sie gingen dann meist hinaus auf den Gang und liefen hocherfreut die Treppen auf und ab! Wollten sie aber Bruno Gröning danken, so wehrte er stets mit den Worten ab: „Nicht mir dankt, sondern Gott, und zeigt nun in Eurem Leben, dass Ihr wahre Gotteskinder seid!“ Manchmal wollten sie ihm die Krücken schenken; da nahm er sie und brach sie aus- einander wie Streichhölzer; ohne Anstrengung. Dabei waren sie oft faustdick. Da merkte ich, welche physische Kraft neben der geistigen Kraft in diesem eigentlich zierlichen Körper steckte. 

Noch unendlich viel erlebte ich und könnte hierüber lange Berichte verfassen; doch scheint mir eines besonders erwähnenswert; nämlich wie sich Bruno Gröning mit großer Geduld auch jenen widmete, die nicht reagierten. Er zeigte ihnen die Wege zur Ordnung der Gedanken und Ausrichtung zum Guten; er rief immer wieder und wieder die Menschen auf, sich vom Bösen, vom Satanischen loszuarbeiten; zu befreien, damit er ihnen die helfende Hand reichen konnte. Bruno Gröning sprach wie alle Weisen und Lehrer stets in Gleichnissen. Diese waren immer dem Bildungsstand der Zuhörenden angepasst. Dadurch erzog er die Anwesenden zu einem konzentrierten Aufpassen, und jeder konnte herausfühlen: Das geht mich an! 

 Durch die vielen Jahre hindurch hörte ich wohl an die hundert Vorträge, und jeder war wiederum anders. Sie waren alle aus innerer Eingebung geformt; nicht vorher verstandesmäßig zusammengestellt. Daher sprachen sie auch direkt zum Herzen! Welche Freude war dann bei ihm, wenn er helfen konnte! Nicht ein einziges Mal erlebte ich, dass er Geld für eine Heilung forderte; auch nicht beim Reichsten; ja oft ließ er einem Armen noch von Anwesenden Geld geben. Kam einer und wollte mit anbieten, von Geld eine Heilung erzielen, so wies ihn Bruno Gröning ab, und zwar brüsk mit den Worten: „Ich verkaufe keine göttliche Kraft!“    

Diese Gelegenheiten – und wenn Menschen Unwahrheiten hervorbrachten – waren die einzigen Momente, wo ich hörte, dass er auch streng sein konnte; während er sonst die Güte selbst war; dazu immer hilfsbereit und freundlich; meist jedoch dabei ernst. Selbst in seinem Humor war stets ein gewisser Ernst vorhanden. Diese Erlebnisse schauten also so ganz anders aus als gewisse Presseberichte. Hierzu muss ich noch erwähnen, dass leider auch Menschen um ihn waren, die sich zuerst helfend und fördernd für sein Werk anboten – ja oft mit einsetzten -, aber dann plötzlich eigene Interessen und Vorteile daraus zu ziehen suchten. So wurden aus Freunden in vielen Fällen Gegner. 

Mit welcher Leichtigkeit hätte er diese seine falschen Gesinnungsfreunde strafen können, und ich muss ehrlich sein; wir wahren Freunde wünschten es, wenn wir erfuhren, wie diese seine Gegner in Gemeinheiten und Verleumdungen ausarteten. Da aber mussten wir aus seinem Munde hören: „Ich liebe auch meine Feinde! Der Böse fängt sich in seinen eigenen Netzen. Sie tun mir nur leid!“  

Mitunter erlebte ich, wie wiederum – Bruno Gröning im Jahre 1949 in Herford am Anfang seiner Tätigkeit als geistigen Heiler – aus Feinden Freunde wurden, die schließlich zugaben, dass sie aus Unkenntnis oder Beeinflussung der Umgebung gegen Gröning gehandelt hatten. Manche Rückfälle in alte Leiden entsprangen aus dieser Einstellung; aber reumütig erkannt, wurde die Ordnung des Körpers und der geisti- gen Erkenntnisse sehr bald durch seine Hilfe wiederhergestellt. Immer musste man aus eigenem Wunsch Bruno Gröning um Hilfe ersuchen, da er jeden selbst entscheiden ließ, ob er seine Hilfe annehmen wollte oder nicht. 

Somit ist die Annahme, dass er mit Hypnose und Suggestion arbeitete, völlig falsch! Seine Lehre und sein Handeln waren auf der Lehre Christi aufgebaut. Das Gebot des großen Nazareners war auch sein Gebot: „Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst!“ Wundervoll war es, wenn er seine Freunde durch sein tiefes Wissen und Können immer näher zur Gotteserkenntnis führte. Da er in seinen Gesprächen alles von einer hohen Warte aus beleuchtete, traf er stets den Kern einer Sache. Er war somit Wissenschaftlern, Professoren, Künstlern und Geistlichen in der Unterhaltung überlegen. 

Anny Ebner v.Eschenbach (links) vorne rechts Bruno GröningEr führte sie mit schlichten, kernigen Worten an die Lösung ihrer Probleme heran. Durch sein stilles, bescheidenes Wesen machte er gar kein Aufhebens von seinem Wissen und das war auch der Grund, dass er für primitiv und ungebildet von ober- flächlichen Weltmenschen eingeschätzt wurde. In Wirklichkeit besaß Bruno Gröning ein Wissen, das weit voraus erkannte und das in die tiefsten Gründe der menschlichen Seele reichte. Deswegen kamen auch einzelne Leiter von religiös-philosophischen oder ethischen Sekten zu seinen Vorträgen und suchten die Verbindung zu ihm. Hierdurch erschien dann wenigstens da und dort ein verständnisvoller Artikel über Bruno Gröning; doch war dies – im Gesamten gesehen – natürlich nur ein Tropfen auf einen heißen Stein, wenn man an die vielen entstellenden und lügenhaften Presseveröffentlichungen denkt. 

 Groß war seine Freude, wenn ihn aufrichtige Menschen in seiner Berufung, den Leidenden zu helfen, ehrlich unterstützten; denn schwer, sehr schwer war sein Weg in dieser so technisch und materiell denkenden Zeit. Das geistige Ziel Bruno Grönings bestand nicht nur in der Heilung des kranken Körpers, sondern entsprang dem höchsten Idealismus, die Menschen wieder zu einem wahren Leben in und mit Gott zurückzuführen. Aus diesem Grunde wirkte er schon allein durch sein Dasein „aufregend“ und „feindlich“ für alle jene, die von der Unordnung bzw. von der gottentfernten Weltordnung leben und daraus ihren Verdienst ziehen. Somit war er den bösen und unguten Menschen unliebsam und unangenehm; dem Bösen war er „ein Dorn im Auge“ und hier lag der Grund für den großen, gehässigen, schmutzigen und vereinten Kampf gegen ihn, der von Unwahrheiten, Bosheiten, Neid usw. nur so gespickt war. 

 Viele, viele Menschen wurden deswegen von ihm abgehalten, denn die journalistischen sensationellen Verdrehungen und Verleumdungen einschließlich der häufigen Gerichtsprozesse sowie die fälschliche Einreihung in das Heilpraktikergesetz trugen dazu bei, dass sich die nicht selbstständig denkende Masse beeinflussen ließ und sich von ihm abwandte. Ich aber, die ich mich zu den engsten Freunden Bruno Grönings zählen durfte, kann mir aus dem Miterleben und dem tiefen Einblick in die Lehre und den Menschen Bruno Gröning nach vielen Jahren und Erfahrungen ein objektives Urteil erlauben. 

Die- ses Urteil lautet: „Der Mensch Bruno Gröning war klein von Statur, aber das durch ihn hindurchgeflos- sene Göttliche war übermächtig groß in ihm und verband sich mit einem weisheitsvollen inneren Wissen; einem gottergebenen Wesen sowie einer Sicherheit und Können, ausstrahlenden, doch dabei bescheiden gebliebenen christlichen Persönlichkeit.“ 

 In tiefer Dankbarkeit und Verehrung bin ich Bruno Gröning verbunden; mein Leben wurde so reich, da ich ihm nah sein durfte, anderen Gutes zu tun und darüber hinaus bin ich durch ihn in ein Erkennen des wahren Lebens geführt worden; nicht mit Wor- ten, sondern mit Taten der Liebe und des Dienens.

Anny Freiin Ebner von Eschenbach



Ich weiß einen Strom...
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(Das "Stromlied" wurde von Bruno Gröning selbst auf einem seiner Tonbänder aufgenommen -dies ist die Originalversion der Aufnahme aus dem Jahre 1957)



Gotthörig werden

Ein völlig neues Lebensgefühl entsteht, wenn wir aus innerster Überzeugung die Verbindung zu Gott suchen und finden. „Die große Umkehr“, von der Bruno Gröning immer wieder sprach, beginnt nicht irgendwo außen und fällt uns als fertige, frei konsumierbare „Sache“ in den Schoß, sondern geht von der Wurzel unseres Geistes, also vom Standort des freien Willens aus! Es führt kein Weg an uns selbst vorbei! Wir alleine sind die Treibenden, aber auch die Getriebenen! In uns und um uns kommen stets alte und neue Ursachen zur Auswirkung. 

Am Steuer unseres Lebensschiffes sitzt jedoch unser Wille zum Guten oder auch zum Bösen; so wie wir in jeder Sekunde entscheiden, gestaltet sich unser weiteres Le­ben, mit all den scheinbaren Zufällen, glücklichen oder un­glücklichen Fügungen und was es dergleichen im Dasein eines Menschen noch alles gibt. Oft ist es angesichts der Böswillig­keit anderer sehr schwer und kräfteraubend auch dann die in­nere Ruhe zu bewahren, wenn einem ganz bewusst Unrecht zugefügt wird. 

Nur im tiefen, inbrünstigen Gebet ist es dann möglich, auch solche Stürme zu bestehen beziehungsweise zu überstehen. Auf jeden Fall  kann der Wunsch und Wille gotthö­rig zu sein immer von größtem Vorteil sein, denn nur auf diese Weise bleiben uns viele schmerzliche Enttäuschungen, Ärgernisse und Missverständnisse erspart. Nehmen wir doch die spitzen Be­merkungen, aber auch die sogenannten „gut gemeinten“ Ratschläge un­serer Mitmenschen nicht zu ernst, legen wir keinesfalls jedes ihrer herausgesprudelten Worte auf die Waagschale, sondern trachten wir stets danach, dass all unsere Gedanken, Worte und Werke sowie auch Pläne vor der Gerechtigkeit Gottes und seinen Gesetzen bestehen können. 



Gottes Lamm
Familie Mariens
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05.02.2015


Neue Deutsche Homepage:





26.01.2015

Besondere Begegnung der Seelen
Ein online-meeting in Deutsch und English

an Bruno Gröning's "Heimgangstag"

Montag, den 26.01.2015, 21:00 Uhr 
(deutsche Zeit)
eine Deutsch-Amerikanische Zusammenarbeit

Jeder ist willkommen!!!


22.01.2015

Unaufhörlich fließende Heilkraft

-ud, 1960
Abschrift (PDF) www.bruno-groening-stiftung.org

Kurz nach der Heimkehr Bruno Grönings in das Lichtreich, aus dem er einst gekommen war, besuchten wir Frau Josette Gröning in ihrem Heim (das heute nicht mehr besteht). Am Eingang der Diele schaute uns ein lebensnahes Porträt des Verstorbenen an, und wir fühlten sofort ein eigenartiges Fluidum im gesamten Raum; eine Schwingung, die unseren Mund verschloss – aber das Innere öffnete für all das, was im Unsichtbaren geschah.Es geschah sehr viel!Wohl dem, der Augen hat zu sehen – innere Augen!

Man darf nicht darüber sprechen. 

Es könnten sonst wieder falsche Gerüchte entstehen; das gefräßige Medusenhaupt der Presse könnte wieder neue Nahrung bekommen, die sich in seinem Rachen in giftige Bestandteile umwandeln würde … Aber wir durften die Schwingung aufnehmen! Und wir fühlten mehr als in irgendeiner anderen Wohnung, viel mehr! 

Da standen wir vor seinem Sessel. Alles befand sich noch so, wie es zu Lebzeiten immer gewesen war. Eine blaue Jacke Grönings hing wie zufällig über der Lehne, auf dem kleinen Tischchen daneben lag die Brille, die Uhr und eine goldene Kette mit einem kleinen Kreuz, das er stets bei sich getragen hatte. Ein kleines Kreuz – neben einem unsichtbaren großen Kreuz, das auf seinen Schultern ruhte – das schwere Kreuz der vielen Krankheiten der Menschen, an dessen Balken noch zusätzlich die Bleigewichte der Verfolgung, Lächerlichmachung und Herabziehung durch eine gesteuerte Presse, der Anklagen sowie der gehässigen Machenschaften seiner ärztlichen und anders gearteten Gegner hingen.

Ein schwarzes Band hatte Frau Josette Gröning über den Sessel gespannt, zum Zeichen der Trauer und damit sich niemand in diesen Sessel setzen sollte.Im Raum sah man Blumen in mehreren Vasen aufgestellt – sie waren nicht verwest, nicht verfault, seit vielen, vielen Wochen! Sie behielten einen Großteil ihrer Farbe, die Blütenblätter fielen nicht ab, sie fühlten sich fast wie Strohblumen an nach dem Eintrocknungsprozess – und dennoch brachten sie etwas Lebendiges zum Ausdruck! Das Wasser, in dem sie standen, war völlig klar und ohne Geruch!Ein neues Wunder!Und doch kein Wunder – denn es ist nur ein Beweis für den ständig weiter wirkenden Einstrahlungsbereich der göttlichen Heilkraft!

Wir hatten diesen Beweis später unzählige Male erlebt, als wir Frau Gröning noch oft besuchten. Dabei brachten wir stets selbst Blumen mit und wieder und wieder bestätigte sich dies vor unseren Augen; auch dann, als Frau Gröning nicht mehr in ihrer ehemaligen Wohnung in Plochingen-Stumpenhof lebte. Ein schönes Beispiel für jene, die sagen, Bruno Gröning „existiere nicht mehr“, was sollen wir uns mit ihm noch beschäftigen! Dabei brauchten sie sich nur im unpersönlichen Sinne auf die Heilkraft, auf das wunderbare „ES“ einzustellen und sie würden wieder mit diesem guten Helfer in unmittelbaren Kontakt gelangen.

Es kommt also immer auf die innere Einstellung an, auf die undogmatische und nicht fanatisch ausgerichtete Haltung, in liebevoller Bereitschaft GOTTES Heilströme in sich aufzunehmen. Wer sich so innerlich aufschließt, wird immer den unmittelbaren Weg zu einem jenseitigen Freund und Helfer finden. Es wird dann heißen, dein Glaube hat dir geholfen! 

Es könnten noch mehr Wunder geschehen an diesem Sessel, der „angesprochen“ ist von der göttlichen Heilkraft. Es geschähen Heilungen von vielen, vielen kranken Menschen!Aber Bruno Gröning will keinen „Rummel“ mehr. Er hat den Menschen ja den Weg gezeigt, wie sie sich auch ohne ihn auf GOTT einstellen können. Der vorliegende Bericht ist ein Beweis dafür. Später wird der Sessel neben anderen Dingen in einer Bruno-Gröning-Gedenkstätte stehen, die zu einem späteren Zeitpunkt errichtet werden soll.PARACELSUS hat unter anderem in seinen Schriften darauf hingewiesen, dass man solche Strahlungsörter „reine Örter“ nennen muss, da ja das Lebenswasser, eben die geistig-seelische Strahlung, als Heilkraft von oben her ständig nachfließt, unaufhörlich, bis in alle Ewigkeit!-
ud 

Quelle:
Josette Gröning (Hrsg.): Der geistig-seelische Heiler (Denkendorf bei Plochingen/Neckar 1960) Nr. 4, S. 53-54

15. - 26.01.2015

Die Wahrheit über Bruno Grönings Erkrankung und Tod

Josette Gröning, 1959

Abschrift (PDF) www.bruno-groening-stiftung.org

Seit dem Tode Bruno Grönings ist über seine Erkrankung viel geschrieben worden, leider ohne Kenntnis der Tatsachen. Vieles ist entstellt worden. Es ist sogar behauptet worden, er sei unter dem Messer des Chirurgen während einer Krebsoperation gestorben.Ich, als seine Frau, möchte die Öffentlichkeit über den wirklichen Verlauf seiner Erkrankung und seines Hinscheidens aufklären.

I.

Bis zum November 1958 habe ich nichts von einer Erkrankung meines Mannes gewusst. Er klagte nie, war immer guter Dinge, empfing täglich Gäste und Heilungsuchende. Da er im Laufe dieses Monats stark abmagerte, teilte ich diese beunruhigenden Symptome dem uns gut befreundeten Arzt und Krebsforscher, Dr. Pierre Grobon, Paris, mit, welcher sie für ein mögliches Anzeichen einer schlimmen Erkrankung hielt.Auf seinen Rat hin fuhren mein Mann und ich Ende November 1958 nach Paris. Mit Dr. Grobon gingen wir zu einem Röntgenologen. Dieser machte gleich mehrere Aufnahmen von meinem Mann. Die Auswertung der Röntgenbilder ergab, dass es sich um Magenkrebs in vorgeschrittenem Stadium handelte.

Vor unserer Abreise nach Paris hatte mein Mann in Plochingen zu mir gesagt: „Ich weiß, was mir fehlt, mir kann keiner helfen!“ Ich verschwieg ihm aber auf seine Frage, was Dr. Grobon mir mitgeteilt hatte, die Gefährlichkeit seines Zustandes. Er äußerte darauf: „Glaubst du, ich wüsste nicht, was mir fehlt? Ich habe Krebs, und zwar schon lange! Es ist nichts zu machen.“ Ich selbst war in einer verzweifelten Lage und Stimmung und brach in Tränen aus.Dr. Grobon erklärte meinem Mann, dass er sich unbedingt sofort operieren lassen müsse. Es handele sich um Tage, vielleicht sogar um Stunden, es sei ohnehin viel-leicht schon zu spät.

In völliger Ruhe und Gelassenheit erklärte mein Mann: „Jetzt geht es auf keinen Fall. Viele warten in Deutschland und im Ausland auf mich, zu denen ich in den Weihnachtsfeiern sprechen will. Im Januar 1959 komme ich nach Paris zurück.“Dr. Grobon geriet in Erregung, und bat meinen Mann geradezu flehentlich, sich sofort einer Operation zu unterziehen. „Es ist unmöglich“, sagte er, „dass Sie in Ihrem jetzigen Zustand noch Reisen unternehmen. Wenn Sie mein Vater wären, würde ich Sie noch heute operieren lassen!“ Er offenbarte ihm die Gefährlichkeit der Krankheit: „Ein Mensch in Ihrer Verfassung muss sich einer strengen Diät unterziehen, in aller Ruhe und ohne Aufregung leben, jede Müdigkeit vermeiden. Es ist unmöglich, dass Sie im Winter so weite Reisen unternehmen, und dazu noch Ihren Wagen selbst steuern.

“Bruno antwortete: „Ich esse, was mir beliebt und trinke, ohne mich zu erbrechen. Ich fühle mich noch frisch und kräftig genug, um weiter zu arbeiten und meine geplanten Vorträge zu halten. Aber Ihnen zu Gefallen werde ich in acht Tagen nach Paris zurück-kommen. Ich muss zuerst zu Hause noch Verschiedenes regeln und mein Reiseprogramm umstellen.“ Am folgenden Tag sind wir nach Plochingen zurückgefahren.

II

Auf der Heimreise besuchten wir Freunde in Karlsruhe. Während des Abendessens unterhielt sich Bruno mit anderen Gastgebern in seiner gewohnten und anregenden Art. Keiner seiner Zuhörer, außer mir, ahnte, dass dieser einfallsreiche lebensfrohe Gast, laut einer exakten, durch Röntgenaufnahmen begründeten ärztlichen Diagnose, sich in tödlicher Lebensgefahr befand. Er aß zur Freude der Hausfrau mit einem für ihn ungewöhnlichen Appetit und verzehrte sogar, ohne Rücksicht auf seine furchtbare Erkrankung zu nehmen, vier Stück Sandkuchen und trank viel Kaffee.

Ich berichte diese an sich scheinbar unwichtigen Tatsachen, weil sie zeigen, mit welcher Meisterschaft Bruno Gröning seine vitalen Funktionen beherrschte, in einem Zustand, der jeden anderen ans Bett gefesselt und zu strengster Diät gezwungen hätte. In Paris hatte Dr. Grobon ihn noch ausdrücklich gebeten, keinen Kaffee mehr zu trinken.Erst nach Mitternacht fuhren wir nach Plochingen weiter. Mein Mann zeigte nicht die geringsten Anzeichen von Erschöpfung oder seelischer Niedergeschlagenheit. Sein Wesen war völlig unverändert. Wie immer war er in gesprächiger, guter Stimmung.

Während unseres Aufenthaltes in Plochingen besprach er mehrere Tonbänder. Anstelle der ursprünglich geplanten persönlichen Vorträge wurden diese Aufnahmen auf den Weihnachtsfeiern in Kreisen der Gröning-Gemeinschaften, u. a. in Kiel, Springe, Essen, Karlsruhe, Augsburg und auch in Städten des Auslandes gespielt.

III

Nach acht Tagen fuhren wir in unserem Wagen wieder nach Paris. Nachdem ich Dr. Grobon angerufen hatte, begaben wir uns in die chirurgische Privatklinik seines Freundes Dr. Bellanger, der mit Bruno bekannt war. Dr. Grobon hatte diesen in Paris sehr angesehenen Spezialisten für Krebschirurgie inzwischen über den Zustand meines Mannes orientiert.Nachdem Dr. Bellanger die Röntgenbilder geprüft hatte, sagte er mir auf französisch, das Bruno nicht verstand: „Die Operation wird sehr schwer sein, ich bin noch gar nicht sicher, ob wir überhaupt operieren können. Nach den Röntgenaufnahmen ist der Fall fast verzweifelt. Ich werde die Bauchhöhle öffnen, wenn ohne Gefahr etwas zu machen ist, tue ich es. Andernfalls schließe ich die Wunde einfach wieder zu.“

Ich verschwieg meinem Mann den Ernst der Situation nicht. Er lächelte und sagte: „Von mir aus, schneiden Sie mich von oben bis unten auf, ich habe keine Angst, ich muss doch mal am eigenen Körper erfahren, wie man sich nach einer so schweren Operation fühlt.“

Dr. Bellanger machte große Augen, als ich ihm diese Worte übersetzte und äußerte, dass vielleicht ein großes Stück des Magens herausgenommen werden müsste.Bruno meinte: „Meinetwegen, nehmen Sie den ganzen Magen heraus, aber ich weiß, dass Sie ihn doch drin lassen werden!“ Als wir uns auf unser Zimmer in die Klinik zurückgezogen hatten, sagte mir Bruno lächelnd: „Wenn sie aufgemacht haben, werden sie staunen über das, was sie zu sehen bekommen. Es ist viel schlimmer, als die Röntgenaufnahmen zeigen.“

Am folgenden Tag fand die Operation in Gegenwart von Dr. Grobon statt. Bevor sie zu Ende war, kam dieser auf mein Zimmer und sagte mir: „Ich muss Ihnen etwas Schreckliches mitteilen. Es ist noch viel schlimmer, als wir es uns vorgestellt haben. Der Magen ist total zerfressen, längst nicht mehr operabel. An der Leber, am Grimmdarm und an den Ganglien zeigen sich bereits Metastasen. Seine Tage sind gezählt.“

Es war eine böse Überraschung für die beiden Ärzte, sie waren zutiefst erschrocken, und als der Chirurg sah, dass nichts mehr zu machen war, schloss er die Wunde. Sie konnten aber nicht begreifen, dass Brunos äußere Erscheinung so wenig von seinem furchtbaren inneren Leiden verriet, dass er noch normal atmen konnte, dass sein Stoffwechsel in den letzten Wochen noch tadellos funktioniert hatte, dass sein Blutbild ausgezeichnet war. Es findet sich in diesem vorgeschrittenen Stadium ein sich ständig wiederholendes Erbrechen bei der geringsten Nahrungsaufnahme statt, und der schwer geprüfte Patient muss langsam verhungern. 

Bei Bruno war dies alles nicht.Inzwischen hatte Dr. Bellanger die Schnittwunde zugenäht, Bruno wurde auf unser Zimmer gebracht. Er befand sich noch in Narkose. Die Krankenschwester und ich waren erstaunt über seine rosige Hautfarbe und sein frisches Aussehen. Nach einigen Stunden erwachte er. 

IV

In den auf die Operation folgenden Tagen gerieten die Ärzte und Krankenschwestern in eine täglich wachsende Verwunderung über das Verhalten des Patienten Bruno Gröning. Jedes Menü nahm er mit großem Appetit zu sich. Er aß sehr viel Honig. Die Nachtschwester war maßlos erstaunt, als er eines Abends, gegen 22.00 Uhr, um ein großes belegtes Brot bat. Von diesem Abend an bekam er täglich um diese Stunde sein gewünschtes Brot. Man sorgte sich zuerst, dass der Operierte sich erbrechen müsse, aber es geschah nichts dergleichen. Keine einzige der üblichen Unpässlichkeiten zeigte sich.

Einige Tage später, bei einem Besuch von Dr. Bellanger, stand Bruno von seinem Lager auf, machte einige Turnübungen und Kniebeugen und klatschte sich wieder-holt auf den Bauch. Der Arzt hielt sich die Hände vors Gesicht und rief ganz ent-setzt: „Halten Sie ein! Ich habe Angst! Die Wunde kann platzen, ich kann das nicht mehr mit ansehen!“ Er verließ fluchtartig das Zimmer. Und Bruno lachte so herzlich – und verstand nicht, dass man so ängstlich sein kann …Am 6. Tage nach der Operation machten wir bei strömendem Regen einen Spaziergang durch die Straßen von Paris. Ganz vergnügt, die Hände in den Taschen, stehend am Rande einer großen Kreuzung am Place de l'Opera, sah er sich den Großstadtverkehr an, während der Regen in sein Gesicht peitschte. Dass er triefend nass war, störte ihn gar nicht. Da es langsam dunkel wurde und es kalt war, bat ich ihn, doch in die Klinik zurückzugehen. Widerwillig folgte er mir und sagte: „Stundenlang könnte ich so spazieren gehen.“ 

Unterdessen herrschte in der Klinik große Aufregung, weil sich alle um den seltsamen Kranken Sorge machten. Dr. Bellanger war zur Visite gekommen und hatte im leeren Zimmer gestanden. Und zum hundertsten Male vielleicht sagte er: „Es ist schrecklich!“Wir wohnten im dritten Stock. Mein Mann benützte öfters nicht den Lift, sondern er ging zu Fuß die Treppen hinauf. Am Abend vor unserer Abreise machte ich mehrere Aufnahmen von meinem Mann mit Dr. Bellanger und Dr. Grobon.

Am zwölften Tage gab es vor unserer Abreise eine kleine Auseinandersetzung zwischen Bruno und Dr. Grobon. Er, Bruno, wollte unbedingt unseren Wagen selbst fahren. Als der Arzt dies streng verbot, entgegnete er lächelnd: „Wenn die Menschen nur von ihrer ständigen Angst ablassen könnten, würden sie mehr Erfolg im Leben haben!“ Beim Abschied, der sich sehr herzlich gestaltete, sagten die beiden Ärzte: „Alle unsere guten Wünsche begleiten Sie, Bruno, wenn Gott es will, sehen wir Sie gesund wieder!“ Dass sie sich aber des Ernstes des Zustandes Bruno Grönings voll bewusst waren, zeigten die beiden Atteste, die sie mir überreichten. Sie enthielten genaue Verhaltungsvorschriften für den Kranken.

Die Reise nach Plochingen verlief ohne Zwischenfälle. Bruno war wie immer heiter und gesprächig.Weihnachten stand vor der Tür, Bruno schmückte frohgemut den Weihnachtsbaum. Zwischen Weihnachten und Neujahr erhielten wir sehr viele Besuche. Keiner seiner Freunde bemerkte, dass ihr Freund an einem so furchtbaren Leiden erkrankt war. Sein Drang, anderen zu helfen, war wie immer, übermächtig in ihm. Nur seine Magerkeit und Blässe fielen manchen auf. Auf einer Reise Ende Dezember nach Rhöndorf am Rhein saß er die ganze Zeit am Steuer. Er sprach im Kreise seiner Anhänger bis 02:00 Uhr, ohne dass ein Anzeichen von Ermüdung zu bemerken war. Auf der Rückfahrt steuerte er wiederum den Wagen selbst.Anfang Januar machten wir in Plochingen Spaziergänge in den verschneiten Wäldern, und mein Mann freute sich des Lebens.

Es war geplant, am 1. Februar eine neue Sekretärin anzustellen.Am 6. Januar überraschte mich mein Mann durch seine Erklärung, er werde die Sekretärin nicht anstellen. „In dieser Nacht“, so drückte er sich aus, „habe ich einen Stopp bekommen. Wir werden sehr bald nach Paris zurückfahren, aber die genaue Zeit bestimme ich.“ 

Er wusste wohl, dass er bald diese Erde verlassen müsste, und auf keinen Fall wäre er in Deutschland geblieben, wo er in den letzten zehn Jahren so verfolgt wurde. Besonders waren die Ärzte seine bittersten Feinde gewesen. Ich verstand aber nicht, warum er so lange warten wollte, zumal sich sein Zustand von Tag zu Tag verschlimmerte. Am 10.1. mussten wir zu einer wichtigen Besprechung wieder nach Rhöndorf fahren. Da ein sehr heftiges Schneetreiben die Benutzung des Wagens unmöglich machte, reisten wir mit dem Zug. Trotzdem wir mehrere Male auf die infolge der Schneeverwehungen mit starker Verspätung fahrenden Züge stundenlang warten mussten, überstand Bruno diese Winterreise, die jeder andere so schwer Erkrankte überhaupt nicht hätte durchstehen können, mit einer unbegreiflichen klaglosen Standhaftigkeit, welche ich mir nur mit der meisterhaften geistigen Beherrschung seiner körperlichen Verfassung erklären konnte. 

Auch die Rückreise nach Plochingen am folgenden Tag überstand mein Mann, trotz der gleichen beschwerlichen Umstände, wiederum erstaunlich gut.Wenn man das Verhalten meines Mannes in den letzten Wochen vor seinem Hinscheiden verstehen will, muss man versuchen, sich wenigstens ein einigermaßen annäherndes Bild von seiner Geisteshaltung zu machen. Vor lebenswichtigen Entscheidungen beschäftigte sich Bruno nicht, wie es sonst selbstverständlich ist, mit langwierigen nüchternen Überlegungen über die Zweckmäßigkeit der zu unternehmenden Schritte. Er verließ sich auf die überbewusste oder unbewusste Eingebung mit welcher höhere Mächte ihn begnadeten, vor allem auch dann, wenn er Leidenden zur Heilung verhalf, die Jahre, nicht selten jahrzehntelang vergeblich Heilung gesucht hatten. (Vergl. die später folgenden dokumentarischen, unbezweifelbaren Berichte über seine Heilerfolge.) 

Oft hat er geäußert: „Die glücklichste Stunde meines Lebens wird die sein, in welcher ich meinen Körper verlassen darf!“ Er wusste, dass er nicht in Deutschland bleiben durfte. Aber er wartete auf ihm zukommende Weisungen über den Zeitpunkt seiner Abreise.Im Laufe dieser beiden letzten Wochen vor unserer Abreise erhielt er Besuch seines Bruders Kurt, mit welchem er längere Wanderungen unternahm. Noch zwei Tage vor unserer Abfahrt besuchten ihn zwei Mitarbeiter, mit welchen er lange und intensive Gespräche führte, ohne dass er sich durch seinen Gesundheitszustand irgendwie stören ließ.

Am Montag, den 19.1. beauftragte er seine Sekretärin, die Flugplätze nach Paris für Mittwoch zu bestellen. Trotz meines Drängens, schon am Montag zu fahren, be-harrte er auf seinem Entschluss.Am Mittwoch, den 21.1. flogen wir nach Paris.

V

Mein Mann war guter Laune, aber man sah ihm an, dass es ihm gar nicht gut ging.Wegen Verschlusses des Dickdarmbogens war eine Operation notwendig. Am 22.1. fand sie statt. Dr. Bellanger, der die Operation ausführte, sagte mir: „Die Zerstörung in Brunos Körper ist furchtbar; es ist eine innere totale Verbrennung, wie er so lange und ohne die entsetzlichen Schmerzen zu erleiden, leben konnte, ist mir ein Rätsel. Das Ende ist aber nahe.“In einem Schreiben vom 26.2.59 berichtete Dr. Bellanger u. a.: „Es bedurfte einer sehr seltenen Willenskraft, um die Entwicklung seines Leidens zu ertragen. Ich habe seinen Mut, seine heitere Ruhe, die mir durch einen starken christlichen Glauben zu erklären sind, stets bewundert.“

Dr. Grobon schreibt am 28.2.59 u. a.:„Meine Bemühungen um Bruno waren zu natürlich, und ich darf wohl sagen, dass sie eine gewaltige Stütze an dem Mut, der Willenskraft und der bedeutenden Persönlichkeit Bruno Grönings gefunden haben. Und zwar so sehr, dass man sagen darf: Trotz seiner schrecklichen Krankheit hat er nicht gelitten!! Eben dies müssen seine Freunde wissen, und hierin liegt ein großer tröstlicher Umstand. Er war auf der Bahn Christi.“

Merkwürdig ist auch folgendes Naturereignis. Am 22.1., während mein Mann noch in der Narkose lag, verdüsterte ein urplötzlich über Paris ausbrechendes Gewitter mit Blitzen und Donnerschlägen die heitere und helle Tagesstimmung. Es wurde so dunkel, dass man am hellen Tag das Licht anzünden musste. Die Schwester drückte ihr Erstaunen über ein so heftiges Gewitter aus .In den auf die Operation folgenden Tagen waren Brunos Temperatur, sein Blutdruck, sein Puls, völlig normal. Er stand sogar noch zweimal auf und setzte sich in einen Sessel. Erst in der Nacht vom Sonntag, den 25.1. auf Montag wurden die Vorzeichen des nahenden Todes sichtbar.

Am Montag, den 26. Januar 1959, 1 3 Uhr 45, ging er friedevoll und ruhevoll in die Ewigkeit über. Das geschah gerade in dem Augenblick, wo es den Menschen offenbar gelungen wäre, ihn an der Erfüllung seines göttlichen Auftrages zu hindern. Am 22.1., dem Tag der Operation, wurde in München der für Bruno Gröning lebenswichtige Prozess zu Ende geführt. Der Staatsanwalt verlangte wiederum die Gefängnisstrafe.  

– o –

Seinen Tod kann man von dieser Warte aus unter den Worten sehen:„Die Menschen gedachten es böse mit ihm zu tun, Gott aber gedachte es gut mit ihm zu machen.“Bruno Gröning, der die letzte Hoffnung von Tausenden von Leidenden war, war nicht mehr …– o –Ich, als die Frau des Verstorbenen, empfinde die Notwendigkeit, über die menschliche Anteilnahme seiner Ärzte kurz zu berichten.Als ich, kurz nach dem Hinscheiden Brunos mit Dr. Bellanger sprach, wischte sich dieser Leid gewohnte Arzt verstohlen die Tränen weg, die über seine Wangen hinabrollten. Er sagte:„Diese gottbegnadeten Menschen haben auf der Erde einen schweren Weg. Ihre Tragödie ist es, sich selbst nicht helfen zu dürfen, nachdem sie Tausenden geholfen haben.

“Bruno Gröning war ein Übermensch! 

Quelle:
Gertrud Elisabeth Weidner (Hrsg.): Lichthort, Zeitschrift für universale Gotteserfahrung, dualistische Geisteserkenntnisse und esoterisch-ganzheitliches Weisheitsgut (Verlag für Esoterische Wissenschaften, Marschalkenzimmern, Schwarzwald, 1959) Nr. 33/34, S. 1385-1390






01.01.2015


Frohes neues Jahr 2015

Liebe Freunde, viel Glück und Segen auf allen Wegen für das Jahr 2015. Gesundheit, Glück, Zufriedenheit und die Freude für Sie, Ihre Familie und auf der ganzen Welt. 
Möge dieses Jahr uns Frieden und Segen bringen, für jeden einzelnen, für die Völker und Nationen....

Zum Auftakt des neuen Jahres hier ein kleiner Auszug aus dem Buch: "Kräfte des Geistes" von Alfred Hosp (S. 266):

"Die unbegrenzte geistige Wahrheit ist so mächtig, dass sie nie mit dem begrenzten menschlichen Verstand erfasst, sondern nur mit einem gläubigen, reinen Herzen erfühlt werden kann. In diesem Zusammenhang steht schon in der Bibel: "Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder...!", 

und Bruno Gröning sagte zu den Zweiflern: "Sie brauchen mir das alles nicht zu glauben, aber überzeugen Sie sich selbst  von der Wahrheit! Ich weiß nicht viel, ich weiß nur das, was andere Menschen heute nicht mehr wissen. Dies ist aber nicht meine Lehre, sondern einzig und allein:

Die Lehre JESU CHRISTI!"

Schaffen Sie in sich und um sich Frieden, dann wird Sie auch die Kraft Gottes erfüllen. Um geführt werden zu können, 
muss man erst hören lernen
und sich führen lassen.
Sprechen Sie mit innerer 
Überzeugung und Hingabe:

"Herr, mein GOTT, nicht mein Wille geschehe,
sondern der DEINIGE.
Ich lasse los und legen meine Zukunft
in DEINE HÄNDE."

23.10.14

Frau T. und das Göttliche EI
Frau T. in H. erzählt ihre Verbindung zu Bruno Gröning  
 T., H., 1963    

 Im Jahre 19.. war ich sehr erkrankt und in ärztlicher Behandlung. Ich lag in einer Klinik in B. Seit meiner Jugend hatte ich starke rheumatische Beschwerden, auch eine Herzmuskelschwäche und Blutunterdruck. Kein Arzt konnte mir trotz unzähliger Spritzen helfen, nicht einmal eine Erleichterung verschaffen. Im Gegenteil, es wurde immer schlimmer und die Schmerzen immer unerträglicher.   Als der aussichtsloseste Punkt erreicht war, besuchte mich eine Bekannte. Sie interessierte sich für meinen Zustand. Als ich ihr von allen meinen vergeblichen Besu-chen bei Ärzten und Professoren berichtete, frug sie mich: „Was  halten Sie von Bruno Gröning?“ Ich sagte darauf: „Gar nichts!“   

 Mein Mann, der dem Gespräch gefolgt war, schaltete sich hier ein und sagte: „Wie kommt man an den Mann, kann man ihn nicht auch einmal probieren, nachdem wir schon so viel probiert haben? Es gibt geistige Kräfte, wollen wir doch einmal sehen, ob er solche Kräfte hat!“ Daraufhin gab mir die Frau ein Kügelchen aus Stanniol mit den Worten: „Gröning hat mich soeben vor Ihrer Tür abgesetzt, er war mit einem Bekannten in B. Ich habe Ihm gesagt, dass Sie so krank seien, darauf zog er dieses Stanniolkügelchen aus seiner Tasche und gab es mir für Sie mit seinen besten Wünschen für die Gesundheit mit.“ Ich war ziemlich bestürzt und fragte: „Was soll ich denn mit diesem Kügelchen anfangen?“ Die Frau antwortete mir: „Nehmen Sie dasselbe heute Nacht mit ins Bett, und stellen Sie sich auf Gröning ein.“   

 Sie machte mir Hoffnung, und ich geriet auch wirklich in eine Art von Spannung. Als ich nun im Bett lag und das Kügelchen in der Hand hielt, dachte ich mit einer inneren Sicherheit, dass mir Gröning hilft. Ich fühlte eine beruhigende Entspannung, und die üblichen Anfälle blieben fern. Es ging wie eine Art elektrischer Strom durch mein linkes Bein, und das wiederholte sich nochmals. Ich fing an, darüber nachzudenken, fand aber dafür keine Erklärung.   Jetzt hatte ich nur den einen Wunsch, dass Gröning persönlich zu uns käme. 

Dieser Wunsch wurde mir zwei Tage später erfüllt. Bruno Gröning kam mit einem Herrn zu uns. Ich ging ihm zu seinem Wagen vor der Haustüre entgegen, und er begrüßte mich mit den Worten: „Na, wir kennen uns schon!“, worauf ich antwortete: „Nein, wir haben uns doch noch nie gesehen!“ Er meinte darauf: „Ich habe Sie doch im Garten begrüßt, und es geht doch schon besser, nicht wahr?“ Erst konnte ich die Zusammenhänge nicht begreifen, aber es fiel mir ein, dass ich vorher mit der Kugel in unserem Garten ruhte; besser ging es mir auch schon, ich war ruhig und hatte die ganze Nacht durchgeschlafen, was ich schon lange nicht mehr getan hatte. 

   Wir blieben bis 5 Uhr früh in Gesprächen vertieft zusammen, und ich fühlte keinerlei Müdigkeit und war völlig ohne Schmerzen. Anhand von Beispielen wies mich Bruno Gröning auf meinen körperlichen abgebauten Zustand hin und zeigte mir den Weg, um vom Geistigen aus darüber Herr zu werden. Wir legten uns alle nur bis 8 Uhr morgens zur Ruhe. 

Als wir zum Frühstück zusammenkamen, war Gröning sehr still. Er aß nichts, genauso wie am Abend vorher, aber er steckte das Frühstücksei in seine Hosentasche. Um fünf Minuten vor 11 Uhr nahm mich Gröning bei der Hand und stellte mich genau in seine Fußstapfen mit den Worten: „Bleiben Sie ganz ruhig stehen, und sprechen Sie mich erst an, wenn Sie in Ihrem Körper etwas verspüren, was Sie bis jetzt noch nie verspürt haben.“ Ich verhielt mich ruhig und beobachtete mich. Nach ungefähr 20 Minuten traf mich ein elektrischer Strom, der von den Beinen ausging und durch den ganzen Körper zog. Ich blieb wie angewurzelt stehen, ich konnte nicht ein Bein heben. Ich hatte das Gefühl, ein starker Magnet hält mich fest. Aufgeregt frug ich: „Was ist das, was machen Sie mit mir?“ Gröning sagte ruhig: „Verhalten Sie sich ganz still, und lassen Sie Es geschehen.“   

 Nachdem dieser wellenartige elektrische Vorgang sich mehrmals wiederholte, machte Gröning eine Handbewegung von unten nach oben – und ich war plötzlich befreit, alles an mir war locker und beweglich. Vorher konnte ich nicht einmal den Kopf drehen. Es zog in mich ein ganz neues Gefühl ein, wie wenn ich von einer schweren Last befreit würde.   

 Von diesem Erlebnis war ich so erfüllt, dass ich von da ab auch eine innere Wand-lung erlebte, ich wurde ein ganz anderer Mensch!   Gröning sagte zu mir: „Diese Kraft, die Sie nun erlebten, können Sie sich, so oft Sie wollen, selbst herbeiholen, nur müssen Sie innerlich ganz ruhig sein. Es wird sich bei Ihnen eine starke Reaktion, eine Regelung, einstellen, die ungefähr drei Wochen dauern wird, denn ein Körper, der so abgebaut ist, braucht zum Aufbau Zeit, und die Kraft muss bei Ihnen alles neu aufbauen!“   

Das mysteriöse Ei

Beim Abschied gab mir Bruno Gröning das Ei, das er vorher vom Frühstück einge-steckt hatte, mit folgenden Worten: „Dieses Ei essen Sie Punkt 5 Minuten vor 2 Uhr und beobachten dann, was geschieht. Da, wo sich etwas bemerkbar macht, sitzt das Böse.“   Er fuhr dann wieder weg.   Ich aß genau auf die Minute das Ei und machte mit einer Bekannten anschließend einen kleinen Spaziergang. Nach etwa einer Stunde bekam ich plötzlich auf dem Weg nach Hause einen furchtbaren kolikartigen Schmerz im Unterleib. Ich konnte nicht mehr weitergehen und musste mich auf das Gras legen.  

 Ich dachte, mein letztes Stündlein habe geschlagen. Aber nach ungefähr zehn Minuten hörten diese Schmerzen genauso schlagartig auf, wie sie gekommen waren. Völlig erschöpft kam ich zu Hause an. Ich legte mich hin, und wieder gingen elektrische Ströme durch mich hindurch. Dem Rate Bruno Grönings zufolge zog ich mich von allen Menschen zurück, um nicht von der Umgebung beeinflusst zu werden.   

 Bald darauf ging ich wieder mit der Dame, die ebenfalls mit Bruno Gröning zusam-menkam und von seinem Wirken tief beeindruckt war, auf einen Spaziergang. Plötzlich traten die alten Nervenschmerzen mit einer Wucht wieder auf und konzentrierten sich auf bestimmte Körperstellen, besonders im Unterleib und der Brust. Es schwollen die Füße an und wurden nicht nur blutrot, sondern ganz steif, sie quollen förmlich aus den Schuhen. Ich setzte mich auf eine kleine Mauer und wartete ungefähr 15 Minuten, bis alles vorüber war und ich wieder weitergehen konnte. Drei Wochen lang hatte ich in der Folge schlimme Nervenschmerzen, selbst an Stellen, an denen ich früher keine Schmerzen hatte.   

 Nach dieser Zeit stand plötzlich Bruno Gröning ungerufen vor unserer Türe und sagte: „Ich wusste, dass Sie mich noch einmal dringend brauchen.“ Wir sprachen noch einmal alles durch, und er bestärkte mich, durchzuhalten, nicht den Glauben zu verlieren. „Es dauert nur noch einige Tage, es muss aber sein“, meinte er ab-schließend.   In der dritten Nacht darauf fühlte ich plötzlich, wie mein ganzer Körper steif wurde, wie sich mein Gesicht verzog, und ich bekam Angst. Ich hatte den Gedanken: ein Schlaganfall! Da spürte ich plötzlich einen Hauch – und sah Bruno Grönings Kopf vor mir. Zu gleicher Zeit hörte ich deutlich seine Stimme: „Nicht fürchten, durchhalten – es muss sein!“   Darnach löste sich alles in meinem Körper aus der Verkrampfung. Meine eine Hand begann, zu schlagen, und als ich sie mit der anderen halten wollte, schlug auch diese hin und her. Dann begannen die Beine zu strampeln, und endlich ging dies auf den ganzen Körper über, dass das Bett nur so wackelte. Ich brach in Schweiß aus, der alles durchnässte. Kurz darauf war alles vorbei.  

 Ich war befreit von allen Schmerzen, konnte alle Glieder neu bewegen und war ein neugeborener Mensch!   Mein Mann freute sich sehr darüber. Er glaubte fest daran, verspürte aber selbst nichts. Er meinte, er möchte auch etwas verspüren, ich solle ihm etwas davon abge-ben.  

 Sechs Wochen später kam Bruno Gröning wieder zu uns, um zu sehen, wie es mir ging. Bei dieser Gelegenheit – in Anwesenheit einiger Gäste – verließ mein Mann das Zimmer und wollte die Treppe hochsteigen. Plötzlich konnte er seine Beine nicht mehr hochheben und spürte, wie ihn eine Kraft wie festgewurzelt festhielt. Er kam dann bleich und etwas verstört in das Zimmer zurück, worauf ihn Bruno Gröning ansprach: „Na, wie war es draußen? Was war denn? Wie geht es Ihnen denn jetzt?“ Mein Mann schilderte sein Erlebnis und war den ganzen Abend in sich gekehrt, still. Es ging etwas in ihm vor, er hatte an sich die Kraft verspürt. Er war überzeugt.     

 Quelle: Gertrud Elisabeth Weidner (Hrsg.): Lichthort, Zeitschrift für universale Gotteserfahrung, dualistische Geisteser-kenntnisse und esoterisch-ganzheitliches Weisheitsgut (Verlag für Esoterische Wissenschaften, Marschalken-zimmern, Schwarzwald, 1960) Nr. 4, S. 154-156



Arrival of the Birds
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06.10.2014

Jeder ist seine Glückes Schmied

Eine durch viele Erlebnisse und Erfahrungen zustande gekommene bestimmte Einstellung zum Leben, ist oft nicht die richtige, zumal dann nicht, wenn sie durch negative Ereignisse entstan­den ist. Speziell jener Mensch, der glaubt er könne immer nur mit Hilfe der Vergangenheit auf die Zukunft schließen, be­grenzt sich in seinen Erwartungen selbst und hält infolgedes­sen eine Änderung zum Guten kaum für wahrscheinlich. Je­der zieht also letztlich das an, was er befürchtet oder womit er sich beschäftigt. So wird er, ob er will oder nicht, stets „seines Glückes oder Unglücks Schmied sein“. Diese geistige Gesetzmäßig­keit hat jene Auswirkungen, die ein Mensch ihnen zubilligt. Sie können positiv, kraftvoll sein oder auch das Gegenteil bewirken. 

Daher ist es äußerst wichtig seine Gedanken und Gefühle, die ja die Keimzellen für das Kommende sind, nicht unkontrol­liert walten und schalten zu lassen, sondern bewusst, gezielt und willentlich die inneren Regungen zu überwachen.Zunächst erscheint es sehr schwer, die eigenen Gedan­kenblitze und oft abgrundtiefen Regungen zu steuern bezie­hungsweise abzublocken. Wer sich jedoch der verheerenden Wirkung negativer Kräfte bewusst wird, wer die Belastung ertragen musste und das seelische sowie auch das körperliche Leid der Gottferne durchlebt hat, der wird eines Tages doch den Mut aufbringen zu sich selbst zu sagen

„Und jetzt ist Schluss mit all den Ängsten, Zweifeln und dem Pessimis­mus. Nun lasse ich mich nicht mehr in die dunkle, furchter­regende Welt der trüben Ahnungen, der Lebensunlust und Zukunftsangst hinabgleiten. All das ist nicht gottgewollt, nicht von Ihm gesendet oder als unausweichliches Schicksal für mich bestimmt. Ich weiß, es gibt einen Ausweg, eine Lö­sung und somit Erlösung! Das aber ist und bleibt der ehrli­che und  kompromisslose Weg zu Gott und in Sein Schwingungsfeld.“

Wir müssen zu Gott stehen!

Nur dieser eine, dieser feste Entschluss endlich zum Guten, zu Gott zu stehen und sich nur noch Seiner Führung zu unterstellen, seine gnadenvolle Hilfe zu erbitten und dankbar anzunehmen, kann wirklich und auf Dauer helfen. Alles andere ist und bleibt Selbst­betrug, ist eine unrichtige, aus dem Unwissen heraus geborene Vorstellung. Solange ein Mensch noch nicht weiß wer er ist, woher er kommt, wohin er geht und was seine wahre Aufgabe hier auf Erden ist, wird er oftmals nicht erkennen was er zu tun oder zu lassen hat. Er wird sich immer wieder mit den Fragen konfrontieren: „Warum muss gerade ich dieses Schicksal durchleben und auch noch von außen hereinge­tragene ungute Dinge zusätzlich verkraften, wo ich sowieso schon für mich alleine genug durchzustehen habe?“

Bruno Gröning erklärte wiederholt, dass jeder Mensch nur das erleben und verarbeiten muss, was er einmal selbst verursacht hat oder aus dem er die richtige Lehre ziehen soll, denn Gott straft nie! Er lässt bei uns manches Ungemach nur deshalb geschehen, um uns die Möglichkeit einer Selbstkorrektur be­ziehungsweise einer Wiedergutmachung zu geben. Wer diese Tatsache akzeptiert, dem ist manche Bitternis genommen und er bekommt gleichzeitig die innere geistige Kraft das Unver­meidliche zu einem positiven Ende zu führen, aus dem man schließlich nicht als geschwächter Verlierer, sondern als be­freiter Gewinner hervorgeht. Wer gewillt ist sich vom Guten führen zu lassen, dem wird mehr gegeben als man für möglich hält.

aus "Der Geist beherrscht die Materie" von Alfred Hosp





01.10.2014

Erinnerungen   

Alfred Hosp, Januar 1961

Nun jährt sich schon zum zweiten Male der Tag, an dem Bruno Gröning seinen irdischen Körper verlassen hat. 

(Achtung: Dieser Text wurde 1961 verfasst - Anm. des Admin.) 

Für viele Freunde ist es aber einige Monate länger her, seit sie ihn zum letzten Mal begrüßen konnten. Wir alle sollten die Zeit seines Wirkens auf Erden nicht vergessen und uns so oft wie möglich an die erlebnisreichen Stunden in seiner Gegenwart erinnern, ja vor allem an seine Worte, die er uns, wie er so richtig sagte, mit auf den Weg gab. Keiner ahnte damals, bei einem der letzten Vorträge, wie weit der Weg sein wird und wie lange uns diese seine Worte in Erinnerung bleiben müssen, um in der Finsternis der heutigen allgemeinen seelischen Verirrungen ein sicherer Halt zu sein, ein Licht, das uns die drohenden Abgründe rechtzeitig erkennen lässt. 

 Gemeinsam wollen wir nun vor unserem geistigen Auge ein lehrreiches Zusammensein mit Bruno Gröning nochmals erleben:

Im Raume herrscht erwartungsvolle, freudige Stimmung. Bruno Gröning war mit leichten, fast unhörbaren, federnden Schritten eingetreten. Nun steht er vor den Freunden ganz ruhig, mit gekreuzten Armen, und in der minutenlangen Stille gleiten seine blauen Augen prüfend zu jedem Anwesenden. Er blickt in das Innere der Menschen, die oft von weit hergekommen waren, um seinen Vortrag zu hören. Er sieht ihre Sorgen und Leiden, ihre Zweifel aus Unwissenheit in seelisch-geistigen Zusammenhängen und Tatsachen sowie die vielen ungelösten Fragen, die jeder in seinem Herzen mitgebracht und die doch die Menschen immer wieder belasten. Kein Muskel in seinem von der Sonne gebräunten Gesicht schien sich zu regen, und trotz der angespannten Konzentration wirkte sein Körper gelöst und gelassen. 

 Dann beginnt er zu sprechen, und das, was er im Laufe seiner Rede sagt, beweist, das er in den Minuten des Schweigens tatsächlich das Innerste jedes Einzelnen erforscht hat. Er gibt in seinen fließenden Ausführungen Antwort auf alle unausge-sprochenen Fragen. Sie waren so geschickt in den Vortrag eingebaut, dass nur der Betroffene verstand, warum Bruno Gröning gerade über dieses Problem sprach. 

So konnte ich am Ende eines Vortrages jedes Mal erleben, wie manche Anwesende erstaunt sagten: „Gerade das, was Herr Gröning heute erklärte, hat mich schon lange innerlich beschäftigt und nun habe ich die richtige Antwort bekommen. Wie hat er  d a s  nur gewusst?“ 

Diese Feststellung aber machten fast alle in der Runde, und auch ich konnte erkennen, dass es vor Bruno Gröning keine Geheimnisse gab. Er sprach meistens einige Stunden, und obwohl jedes Wort, jeder Satz von Wichtigkeit war, will ich nun das Wesentlichste festhalten: „Liebe Freunde“, so begann er, „es freut mich, dass mir heute wieder Gelegenheit gegeben wurde, zu Ihnen zu sprechen. Ich weiß, dass viele von Ihnen den Wunsch haben, mich viel öfter zu sehen und zu hören, aber Sie müssen verstehen, dass ja auch noch an anderen Orten Freunde auf mich warten und so muss ich es mir einteilen, damit ich bei allen einige Zeit verbringen kann. Nehmen Sie doch meine körperliche Anwesenheit nicht für  s o  wichtig, sondern beherzigen Sie meine Worte und meine Ratschläge und setzen Sie diese in Ihrem täglichen Leben in die Tat um. Wir erleben hier nur eine Stunde der Belehrung, doch nötig ist es, das Gelernte immer zu befolgen. Darum frage ich Sie nun: Haben Sie seit unserem letzten Zusammensein getan, was ich damals sagte? Haben Sie täglich das Gute aufgenommen oder ist das Böse doch noch stärker gewesen? Wer von Ihnen kann sagen, dass ihm meine Ermahnungen so in Fleisch und Blut übergegangen sind, dass er sie in jeder Lebenslage und in jeder Sekunde beachtet hat?“ 

Dabei sah Bruno Gröning prüfend in die Runde, aber es kam keine Antwort und so fuhr er fort: „Sehen Sie, liebe Freunde, es nützt gar nichts, wenn Sie sich nur auf ein Zusammensein mit mir freuen, um mir zuzuhören, weil es so interessant ist. Und wenn Sie dann in meiner Abwesenheit einen Fehler begehen, denken Sie: ,Das macht nichts, ich werde Gröning fragen und er wird mir einen Rat geben, wie ich es wieder gutmachen kann!’ Nein, liebe Freunde, so kommen wir nicht weiter. Sie sollen doch endlich selbstständig werden! Das ist genau so, wie in der Schule: Der Lehrer unterrichtet die Kinder, damit sie einmal als verantwortungsbewusste Menschen den Anforderungen des Lebens gerecht werden können. Wo käme nun der Lehrer hin, wenn seine einstigen Schüler auch in späteren Jahren jede Verantwortung auf ihn abwälzen wollten? 

Sehen Sie, ebenso verhält es sich in unserem Fall. Ich muss dies einmal ganz offen sagen: Sie sollen nicht so sehr an meiner Person hängen, Sie sollen nicht immer nur auf mein Kommen warten, sondern das, was ich Ihnen anrate im täglichen Leben befolgen, denn  i c h  bin nebensächlich, hauptsächlich sind Sie! Und das, was Sie als Bruno Gröning ansprechen, ist nur mein Körper, ist nur ein Werkzeug, damit ich mich für Sie verständlich ausdrücken kann.Wohl ist er von Gott erschaffen und daher göttlich, so wie auch Ihr Körper und ich muss auf ihn achten, wie jeder Mensch. Der Körper ist und bleibt das Werkzeug des Geistes und mittels dieses, meines Körpers, kann ich Ihnen das vermitteln, was Gott den Menschen zu sagen hat.Lernen Sie nun endlich selbstständig empfinden, was gut und was böse ist. Zweifeln Sie doch nicht immer das Gute an und lassen Sie nie das Böse in Ihren Körper eindringen. Sehen Sie, liebe Freunde, Sie müssen ja auch dann zum Guten stehen, wenn dieser mein Körper einmal nicht mehr ist … 

Haben Sie mich nun verstanden? Stehen Sie schon soweit zum Guten, dass Sie nichts mehr von diesem Weg abbringen kann? Dann ist es in Ordnung, dann bin auch ich zufrieden und beruhigt. Solange Sie aber schwanken und zögern und immer nur durch meine persönlichen Worte zur Ordnung gerufen werden können, solange habe ich an Ihnen keine Helfer und keine Stützen für das göttliche Werk. Sie sollen ja eine Gemeinschaft von Menschen bilden, die tatkräftig am Aufbau dieses Werkes mitwirken und damit zu dem Versprechen stehen, das Sie mir gegeben haben. Sie wissen heute noch nicht, was für ein Glück es ist, in einer Gemeinschaft leben zu dürfen. Jeder von Ihnen war bisher auf sich selbst gestellt. Es kränkte Sie, wenn Ihnen Unrecht zugefügt wurde und Sie wussten nicht, wie Sie sich dagegen schützen könnten. Nun wissen Sie über manches, was Sie bisher nur ahnten, besser Bescheid und Sie haben sich damit aus der Masse der Gleichgültigen gelöst. 

Jetzt ist die Zeit gekommen, da sich die Menschen entscheiden und zu dem stehen müssen, was ihrer inneren Erkenntnis entspricht. Liebe Freunde, das, was Sie heute erleben, ist noch nicht einmal der Beginn von dem, was kommen wird, denn was die Menschen im Laufe von Generationen an Gedanken aufgenommen, drängt zur Ausführung! Ich muss allen Ernstes sagen, dass heutzutage das Böse überwiegt und den Menschen zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Sie finden das Unnatürliche natürlich und haben nicht mehr den Mut, zu sagen: ,Ich will den göttlichen Weg gehen, denn ich habe die Wahrheit gehört und erkannt. 

Ich fühle mich nicht wohl, wo gestritten oder jemand verleumdet wird, wo Hass, Neid und Habgier herrschen, wo Ungeduld und Unzufriedenheit den Menschen um sein göttliches Gut, um seine Gesundheit bringen.’ 

 Liebe Freunde, warum fühlen Sie sich in meiner Gegenwart wohl? Warum kann ich Ihnen ratend und helfend zur Seite stehen? Doch nur, weil ich vom Göttlichen überzeugt bin und für  S i e  an das Gute glaube, für Sie bete, solange Sie noch nicht mit dem Herzen beten können und noch nicht die Gewissheit haben,  w i e  ein Gebet hilft. 

 Einige von Ihnen haben den Wunsch, einem lieben Angehörigen Trost und Kraft zu bringen und möchten sich für jenen sozusagen aufopfern. Wer aber wirklich helfen will, muss zunächst selbst stark im Glauben werden und so viel göttliche Kraft aufnehmen, dass auch in seinem eigenen Körper die Ordnung zustande kommt. Erst wenn Sie dann noch mehr göttliche Energien empfangen, als Ihr Körper zum eigenen Betrieb benötigt, können Sie anderen helfen. Ein Gleichnis hierzu ist jeder Motor: Er gibt nur dann treibende Kraft ab, wenn ihm mehr Energie zugeführt wird, als er zur Überwindung seiner inneren Reibungen braucht. Und noch etwas können Sie vom Motor lernen: Er bleibt nur dann in Funktion, wenn ihm dauernd Energie zugeführt wird. Ebenso sollen Sie nicht nur jetzt in diesen kurzen Stunden, sondern täglich die göttlichen Energien aufnehmen. Hierzu ist meine persönliche Anwesenheit keineswegs erforderlich. Sie müssen sich nur einzustellen wissen, vom Guten überzeugt sein und im Gottvertrauen leben. Ich sagte zu Beginn: Der Mensch muss seinen Körper jede Sekunde beachten und vor dem Bösen auf der Hut sein. Denken wir nur an die Folgen eines ungerechten Wortes, das dem schuldlosen Nächsten sehr weh tun kann oder an eine unüberlegte Handlung, die oft nicht mehr rückgängig zu machen ist. Fällt es denn den Menschen so schwer, einander Liebe und Verständnis entgegenzubringen? Warum begehen auch jene diese Fehler, die gut sein wollen? Nur, weil sie sich für Augenblicke vergessen haben, und schon ist das Böse eingedrungen und sie handeln in Zorn und Aufregung. Sie glauben, dann ein Recht zur Empörung und Beschuldigung zu haben, in Wahrheit jedoch würden sie durch ruhiges und klares Überlegen eine bessere Entscheidung oder einen günstigeren Ausweg finden. 

In der Ruhe und in der stillen Einkehr bleibt der Mensch immer in der guten, göttlichen Führung. Auch diese Ausgeglichenheit den Dingen des Alltags gegenüber, erlangt er aber nur durch das Aufnehmen der göttlichen Kraft, denn Nervosität ist Energielosigkeit, und das, was in Monaten durch guten Willen aufgebaut wurde, kann in einer Sekunde zerstört sein.“ Während Bruno Gröning langsam auf und ab schreitet, setzt er seine Belehrungen fort: „Ich möchte Sie nun noch an ein Beispiel von Unachtsamkeit erinnern. Nehmen wir an, Sie gehen unvorsichtig über die Straße. Automatisch tritt Ihr Körper auf die Fahrbahn, gerade vor ein herannahendes Auto, und schon ist das Unglück geschehen. Auch das ist ein Werk des Bösen. 

 Liebe Freunde, ich bin überzeugt, dass Sie mich heute verstanden haben und Ihr Leben nun anders beurteilen werden, und ich betone noch einmal: Sie selbst sind wichtig! In dieser Hinsicht können Sie ruhig egoistisch sein, denn der Egoismus zum Guten, zur Ordnung, bewirkt, dass Sie später auch Ihren Mitmenschen helfen können. Nehmen Sie den kleinen Gröning nicht so wichtig. Er zeigt nur den Weg. Sie müssen aber diesen Weg auch einmal ohne ihn, sicher und bewusst, beschreiten können …“ 

 Diese eindringlichen Worte, liebe Freunde, sprach Bruno Gröning vor mehr als zwei Jahren zu uns. Was haben wir seither erlebt? Wie haben wir seine Belehrungen befolgt? Sind wir durch die gesammelten Erfahrungen zu der festen und unumstößlichen Überzeugung gelangt, dass man immer Hilfe bekommt, sobald man zum Guten steht und dass wir unserem guten Freund und Helfer sehr viel zu verdanken haben? Oder hat Sie der Alltag, hat Sie das Böse und der Zweifel Ihrer Mitmenschen zum Wanken gebracht? Denken Sie an jene Zeit, da Bruno Gröning unter uns weilte, nur noch wehmütig als an eine schöne Erinnerung zurück? 

In diesen zwei Jahren musste jeder von uns beweisen, ob er das, was Bruno Gröning sagte, verstanden und in die Tat umgesetzt hat, und somit den göttlichen Weg geht oder damals nur ein vielleicht interessierter, aber passiver Zuhörer war. Prüfe sich jeder selbst und lege sich an diesem Jahrestag des Heimgangs Bruno Grönings Rechenschaft ab, ob er seinem forschenden Blick ohne Zögern standhalten könnte, wenn er ihm jetzt gegenübertreten würde. 

Alfred Hosp   

 Quelle:
Archiv des Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e. V. Freiburg i. Br., Bestand: 20/16, Signatur: 004,a  




08.09.13


Erlebnisbericht Joachim E. Zieger   
 J. E. Zieger, Berlin-Lichterfelde, undatiert

Joachim E. Zieger (links) und Bruno Gröning in Plochingen, Neckar Ich bin als Forstbeamter tätig und wohne auf dem Lande. Die der Leber keinesfalls zuträgliche, weil sehr fette Ernährungsweise, wie sie auf dem Lande üblich ist, machte mir oft schwer zu schaffen. Im Laufe der Jahre konsultierte ich viele Ärzte, auch Heilpraktiker, außerdem lag ich sechs Wochen im Krankenhaus an Gelbsucht. Das Resultat hinsichtlich einer Heilung oder Besserung war gleich null. Durch die sehr sachlichen Fortsetzungsberichte von Dr. Horst Mann im „Neuen Blatt“ angeregt, setzte ich mich mit dem Büro Bruno Gröning in Plochingen am Neckar telefonisch in Verbindung und erfuhr, dass ich ihn am 5.7.57 in Springe am Deister hören könne. Ich möchte bemerken, dass ich nicht zu den Menschen gehöre, denen man etwas vormachen kann. Ich habe viel erlebt und gesehen. Bin 35 Jahre alt, weder religiöser Schwärmer noch Kirchenfanatiker, aber meinen guten, einfachen Glauben habe ich mir immer bewahrt, ob als Seemann im Krieg, als Fabrik-, Bau- oder Waldarbeiter, ob als Forstbeamter, Angestellter oder Vertreter, – auch wenn es Zeiten gab, da der Glaube zu wanken schien.

 Bruno Gröning erlebte ich am 5.7.57 in Springe vor ca. 400 Menschen. Seine einfachen, kurzen Sätze zu hören und ihn zu sehen, war ein großes Erlebnis. Er sprach von Gott, den Menschen, ihren Fehlern und dem richtigen Weg. Keine Spur von Diagnose oder von Heilberatung!!! Wer seinen Mund auftat, um von seinem Übel zu berichten, wurde scharf zurechtgewiesen. Er sagte unter anderem: „Glauben Sie nur nicht, dass der Gröning das, was Sie Ihre Krankheit nennen, behandelt. Wer das glaubt, gibt sich falschen Hoffnungen hin. Er gehe zu denen, die behördlicherseits das Recht dazu haben, zu den Ärzten. Ich habe mit Ihren Krankheiten nichts zu tun. Krankheit ist Unordnung! Kommen Sie mit sich und Gott zur Ordnung, glauben Sie an das Gute im Menschen, und seien Sie selbst gut und kommen Sie zur göttlichen Ordnung und bleiben frei von Übel!“ 

Joachim E. Zieger (links) und Bruno Gröning in Plochingen, Neckar Es ist in wenigen Worten nicht möglich, das einfache, klare und unmissverständliche Wort Bruno Grönings ohne ganzen Zusammenhang wiederzugeben, obwohl ich mich an alles gut erinnere. – – Ich erlebte ihn am folgenden Tag viele Stunden privat im engsten Kreise seiner Freunde. Wir verabredeten, uns in drei Tagen in Fahrdorf in Schleswig-Holstein wiederzusehen. Ich erlebte ihn auch dort wieder in einem langen Vortrag und danach im kleinsten Kreise privat. Schließlich erlebte ich ihn auch in Rendsburg. Aus all diesem Erleben darf ich sagen, dass ich mir mein eigenes Urteil, eine wirklich unbeeinflusste, eigene Meinung gebildet habe. Ich habe viele glaubwürdige Menschen gesprochen, die medizinisch unheilbar krank waren – und frei wurden durch diese unerhört einfache, jedem verständliche Glaubenslehre, die die Menschen mit geöffnetem Herzen wandelt. 

 Und mein chronisches Leberleiden? Es ist fort und bleibt fort, solange ich den Weg der göttlichen Ordnung nicht verlasse! Meine chronische Allergie (starker Heuschnupfen seit ca. 20 Jahren, alljährlich Juni/Juli) war ebenfalls wie weggeblasen! – Die ganze Zeit, in der ich mit Gröning zusammen war, habe ich ihm selbst nichts von meinen Beschwerden gesagt. Es ließe sich noch vieles berichten über Gröning und über die verschiedenen Wahrnehmungen, die die Menschen während seines Vortrags an ihrem Körper machten, aber das würde in diesem Rahmen zu weit führen. Nur eines möchte ich aus Bruno Grönings Lehre noch andeuten: Ich bin und bleibe frei von jedem Übel, solange ich den Weg der göttlichen Ordnung nicht verlasse. Es ist der gleiche Weg, den Gott und Christus vorschreiben. Weiche ich ab, werde ich dem Übel zugänglich. – 

So erlebte ich es, dass mich eine ausgesprochene Grippe packen wollte und gleich am ersten Tag, als das Fieber stieg, merkte ich, dass ich nicht aufgepasst hatte, ja, dass ich überhaupt vom Weg abgewichen war. Innerhalb weniger Stunden gelang es mir, durch innere Umkehr und Gebet, das Übel aus meinem Körper zu verjagen, ohne Medikament und Schwitzkur. Weiter möchte ich all jenen Menschen sagen, die sich durch Presseberichte übelster Art über Bruno Gröning in gegenteiliger Art beeinflussen ließen: Gröning war ein einfach gebliebener Mensch. Das ist, meine ich, sehr viel. Er war frei von Gekünsteltem, frei von Phrasen, sehr bescheiden, still und ernst, obwohl er im Freundeskreis auch gerne lachte und selbst humorvoll war. Das erste jedoch, was jedem auffiel, war die völlige Ruhe, die von ihm ausging. 

Gröning war auf dem Wege zur Reinheit, zur Vollkommenheit, schon ein weites Stuck gegangen. Er sprach von denen, die ihn verfolgten und hassten mit Milde und Güte, wie er überhaupt selbst eine große Güte ausstrahlte, die sich anderen so wohltuend mitteilte. Im Grunde genommen tat er nichts anderes, als was jeder Pfarrer auf der Kanzel tun sollte, nämlich für andere beten. Gröning tat das und ihm war eine besondere Kraft. 

 Er empfand Liebe zu den Menschen, Tieren und Pflanzen. Er war demütig. Das aber waren neben der Sündenlosigkeit Marksteine auf dem langen Wege zur Vollkommenheit, den nur ein Jesus Christus bis zum gottgewollten Ziel gehen konnte. Haben wir die ersten Schritte auf diesem Wege gemacht, so kommen wir zu Erkenntnissen und vielleicht auch schon zu gewissen Fähigkeiten. Je weiter wir unbeirrt vorwärts gelangen, umso mehr Erkenntnisse und Fähigkeiten werden uns zuteil, ja sie ersetzen uns alles Zurückgelassene, irdisch Erstrebenswerte wie Glück, Reichtum, Karriere, Ruhm usw. hundertfach. Stellen wir uns diese Entwicklung zum Guten in höchster Potenz, die am Rande unseres Fassungsvermögens liegt, vor, so haben wir die Christusstufe, die einmalige. Jesus konnte auf dem Meer gehen, Wind und Wogen gebieten, Blinde sehend machen und Tote erwecken. Ja, es sind und bleiben göttliche Wunder, aber sie liegen am Ende einer natürlichen Entwicklung der göttlichen Ordnung. Das ist göttliches Gesetz und bleibt so. 

 Gröning war auf diesem einsamen Weg. Er war einer jener, die der Erde hier und da geschenkt wurden, und wir sollten dafür dankbar sein. Er gehörte zu den wenigen Menschen, die einen Teil des Wesens Jesu Christi in sich trugen, zum Wohle der leidenden Menschheit. Er gehörte zu jenen wenigen Menschen, die um ihre Lebensaufgabe, ihre Bestimmung wissen, nämlich Gutes zu tun. Mögen diese Zeilen, die die reine Wahrheit darstellen, vielen Menschen nützen und sie zum Guten führen, mögen sie aber auch einen kleinen Teil meines Dankes an einen Großen der Menschheit zum Ausdruck bringen!   

 Quelle:Archiv Bruno Gröning Stiftung      








19.08.2014


WIE MAN DEN GEHÖRSINN WIEDER ERLANGT...

Auszug einem VORTRAG 
vom 05.10.1957 in Karlsruhe 
(Tonbandaufnahme mit Bruno Gröning) 
Dieser Vortrag wurde auch "Die Ameise" genannt.


Bruno Gröning (BG) zu einer anwesenden Frau: 

"Nun, glauben Sie dass Sie alles schaffen?" 

Frau: "Ja!"

BG: "Haben Sie Ihrem Körper Beachtung geschenkt?" 
Frau: "Ja!"

BG "Nun, was haben Sie festgestellt?"

Frau: "Kühle Hände! - Kalten Strom in den Händen!"

BG "Kalten Strom?"

Frau: "Ja!"

BG: "Ja, nun weiter... Und wie ist es im ganzen Körper? Was ist das für ein Gefühl?"

Frau: "Im ganzen Körper hab ich nichts gespürt!"

BG: "Wie fühlen Sie sich in Ihrem Körper?"

Frau: "Gut"

BG: "So mundgerecht muss ich es demnächst machen, bis er (der Mensch) das versteht!"

Frau: "Ich hör doch nix, Herr Gröning!"

BG: "Oh, das hab ich mir auch noch gedacht, da muss ich noch extra laut sprechen. Freunde, kommen Sie mir nicht mit Krankheit an, ich verlasse sofort den Raum. Mir ist auch von menschlicher Seite das Recht nicht zugesprochen - von göttlicher Seite erst recht nicht - Ich habe mit dem Bösen nichts gemein. Und das ist das Sündhafte, dass der Mensch sich immer wieder mit dem Bösen abgibt, immer wieder das Böse verfolgt: Ich kann nicht hören, ich kann nicht sehen, ich kann nicht stehn, ich kann nicht gehn, ich kann nicht essen, ich kann nicht schlafen, ich kann dies nicht, ich kann das nicht, ich kann jenes nicht mehr tun - damit befässt er sich: "Meine Schmerzen, meine Krankheit, und was er alles aufzählt - stellt die Behauptung auf - gehört zu ihm! Nein, es gehört nicht zu ihm...und ich kann nicht hören, also muss man laut zu ihnen sprechen, ja?" 

...keine Antwort....

BG (laut) "Und nun seien Sie nicht maulfaul!! ich bin ganz deutlich, oder soll ich noch deutlicher werden? Nicht maulfaul sein, liebe Frau...

Frau: Nein!

BG: (leise)  "Sprechen Sie doch! Und warum ist es notwendig, dass man immer laut zu Ihnen sprechen muss?"

Frau: "Ich hab Sie nicht verstanden!"

BG: "Na, dann spreche ich noch lauter, wenn so versteift ein Mensch sich darauf setzt..hier...ich möchte hören...ich kann nicht hören...beschäftigt sich nur damit...wird nie hören können! Und wer nicht hört, der kann auch nicht fühlen, er folgt nicht - und doch kann er - so er will...

Aber wie leichtsinnig der Mensch doch ist. Wie oft haben Sie Ihren Gehörsinn abgeschaltet? Was Sie nicht interessierte - Sie hatten was zu tun - und waren so vollauf beschäftigt...und da kann die Mutti, da kann der Papa kommen, kann da kommen, wer da will...hier nicht...hier wird geschafft...und wenn man nachher sagt, ja, ich hab's doch gesagt...ich habs nicht gehört. Ja, und warum hat er nicht gehört? Weil er seinen Gehörsinn ausgeschaltet hat, er musste ihn ja ausschalten. So er ihn aber ausschalten kann, kann er ihn wieder einschalten. Und so er wieder an Dingen interessiert ist, da hört er. Und deshalb sagt man so oft von Menschen: "Was er nicht hören soll, das hört er!" Und das ist immer so. Aber so hat der Mensch seine Stunde, er schaltet vieles ab, vergisst hernach wieder das Einschalten!"



16.08.2014

Vegetarisches Universum Nr. 10 vom Oktober 1953, S. 6 – 
Vollständige Textfassung erstellt vom Original-Layout
Anny Freiin Ebner von Eschenbach
Nochmals: Für und wider Bruno Gröning

An die Redaktion des „Vegetarischen Universum“

Bruno Gröning (v.r.) und Anny Freiin Ebner von Eschenbach, links
Als ein Mitglied des Freundeskreises um Bruno Gröning und als langjährige Vegetarierin und Abonnentin des „V.U.“ möchte ich Ihnen mit diesem Schreiben helfen, eine wahrheitsgetreue Antwort denjenigen zu geben, die sich darüber aufhalten, dass im „V. U.“ ein Artikel über „den Nichtvegetarier und Raucher Bruno
Gröning“ erscheint.

Ich hatte gerade Gelegenheit, mich mit Herrn Bruno Gröning über die Antwort Ihrer Redaktion in der Augustfolge 8 des „V. U.“ persönlich zu unterhalten. Ich las ihm Ihren kleinen Antwortartikel vor, nachdem ich ihm versicherte, dass derselbe in einem anständigen, ja großzügigen Geist geschrieben ist, denn er lehnt es ab. seine Zeit und Gedankenkraft für negative, anpöbelnde Anfeindungen herzugeben. Deren sind ja genügend in den letzten Jahren erschienen, und ich hatte auch einen dieser Sorte gerade da („Münchner Merkur“. 7. Juli 1953, unter Absatz „Tagebuch“). 

Nach dem Satz Ihres „V. U.“-Artikels: „Auch ein Bruno Gröning, so bedeutend er ist, würde als Vegetarier und Nichtraucher noch viel bedeutender werden“, sagte Bruno Gröning: 

„Jawohl, das stimmt, aber was hilft mir mein noch größeres Können, wenn ich nicht die Möglichkeit erhalte, dass der Weg der Heilungssuchenden zu mir frei wird und ich den heilenden Strom nicht abgeben kann! Ich rauche ja nur und trinke Kaffee, damit ich den Strom, der mit solcher Gewalt oft über mich kommt, zurückhalten kann. Früher habe ich deswegen sogar Alkohol getrunken, was aber von mir restlos abgestellt wurde. Ich rauche auch schon weniger und hänge nicht an der Zigarette. Den Vegetarismus bejahe ich voll und ganz, denn ich stehe gegen das Töten und Zerstören von Leben. Durch mich wurden schon viele zu Vegetariern, ja,sogar zu Rohkostlern.“

„Ja“, sagte ich, „das stimmt. Ich sprach erst vor kurzem mit einem Rosenheimer, der mir sagte, dass er seit einer Begegnung mit Ihnen alles Töten von Tieren ablehnt, zum Rohkoster wurde und seine ganze Lebensweise auf Naturverbundenes abgestellt hat.“

Herr Gröning sprach weiter: „Ich esse ja überhaupt kaum etwas, denn nur einige Bissen genügen, um mich zu sättigen, genau so, wie ich keinen Schlaf benötige. Wenn ich esse, werde ich müde. Ich esse dann auch nur zusammenpassende Nahrungsmittel, viele Vegetarier leiden gerade an dem zu Vielen und Zu-vielerlei- Essen. Ich kann beweisen, dass mein Körper die starken Gifte des Nikotins, Alkohols und Koffeins gar nicht annimmt, ich bin niemals krank, ich beherrsche meinen Körper. Nicht weil die Menschen es von ihrem Standpunkt aus wollen, stelle ich diese Mängel ab, sondern wenn es für mich notwendig ist, geschieht es.“

Herr Gröning gestattete mir, Ihnen dieses Gespräch zur Verfügung zu stellen. Ich selbst möchte noch einige Beobachtungen hinzufügen:
Bruno Gröning ist ständig unterwegs und kommt stets mit allen möglichen Schichten von Menschen zusammen, deren Gast er dann auch meist ist. So will er die Gastgeber oft nicht in Schwierigkeiten bringen und von ihnen eine bestimmte Art Essen verlangen. In den meisten Fällen isst er gar nichts, freut sich aber, wenn er Nüsse, Obst und Salate angeboten erhält. Er trinkt viel Flüssiges, insbesondere Apfelsaft und Sprudel und, wie er mir einst sagte, ist dies zugleich seine Ernährung und außerdem bedingt dies der Strom, dessen Hitze ihn sonst verbrennen würde. 

Ich freute mich über Ihre großzügige Antwort auf die Zuschriften, denn wir Freunde hatten etwas Sorge, dass wieder Unverständige sich in verantwortungsloser, gewinnsüchtiger Art über Bruno Gröning auslassen würden. Bruno Gröning einigermaßen beurteilen und verstehen kann nur, wer sich auf die geistige Ebene erheben kann, der selbstlosen, aufopfernden, hingebenden Liebe zur leidenden Menschheit, der er sein ganzes persönliches Leben opfert, nur um zu helfen, damit der Menschenbruder zu seinem göttlichen Ursprung zurückfindet und damit auch zu seiner Gesundheit.
Da wir (auch Herr Gröning) Impfgegner sind, so möchte ich Ihnen auch einen Fall mitteilen, den ich persönlich in letzter Zeit erlebte und aus anderen Heilungsfällen unserer Bruno-Gröning-Gemeinschaft herausgreife:

Eine Großmutter bat mich um Hilfe durch Bruno Gröning für ihr Enkelkind in Kärnten, das seit einer Pockenimpfung 1952 furchtbare Krampfanfälle und hohes Fieber hatte und so langsam dahinsiechte. Kein Arzt konnte helfen. Ich bat Bruno Gröning für das mir unbekannte Kind um Fernheilung, und er gab mir einen „angesprochenen“ Gegenstand. Diesen sandten wir nach Kärnten.Das Kind berührte den Gegenstand und ist seitdem von allen Beschwerden befreit. Die Eltern standen vor einem Wunder. Sie übersandten nach acht Wochen einen schriftlichen eidesstattlichen Heilbericht, nachdem sie das Kind weiter beobachtet und festgestellt hatten, dass es von Tag zu Tag an Kräften zugenommen hatte und dass von den Beschwerden
nichts mehr aufgetreten war. Bruno Gröning verlangt nie etwas für eine Hilfeleistung, und die Eltern hatten schon ein Vermögen an Arztkosten für das Kind ausgegeben.

Sie sehen aus diesem kurzen Bericht, dass die „geheiligten“ Zeilen des „V. U.“ nur noch „geheiligter“ werden, wenn Sie diese Zeilen für einen so großen Menschen und Könner wie Bruno Gröning zur Verfügung stellen und endlich einmal das „Wesentliche“ über Bruno Gröning veröffentlichen.

Mit den herzlichsten Grüßen
Anny Freiin Ebner v. Eschenbach




09.08.2014

Auszug aus dem Buch : Der Geist beherrscht die Materie" von Alfred Hosp:



Das Leben besteht aus intensiven Lernprozessen

Zu Bruno Grönings „Großer Umkehr“ gehört daher ebenfalls das wahre Wissen um die seelisch-geistigen Hinter­gründe unseres Erdenlebens mit all seinen Verstrickungen, Schwierigkeiten, den scheinbar glücklichen oder unglückli­chen Zufällen sowie den unvorhersehbaren Schicksalsschlä­gen, die uns Menschen oft wie Peitschenhiebe treffen und jede mühsam aufgebaute sogenannte irdische Sicherheit oft mit ei­nem Schlag zunichte machen. Wie können wir einen „Uner­forschlichen Ratschluss eines liebenden Gottes“ akzeptieren, wenn wir nicht zumindest erahnen, dass all die Ursachen un­serer Schwierigkeiten immer in unseren vergangenen Verfeh­lungen und Irrtümern zu suchen sind. Wobei uns auch Aus­wirkungen treffen, die ganz sicher aus Perioden stammen, welche weit vor unserer derzeitigen körperlichen Existenz von uns durchlebt und durchlitten worden sind. 

Wenn also ein Mensch reinkarniert, so ist dieser, wie schon erwähnt, kein nagelneues Geistwesen, das direkt aus des Schöpfers Hand kommt und nach einem kurzen, aber folgenschweren Erdenle­ben entweder in die ewige Seligkeit eingeht oder den Qualen der ewigen Verdammnis ausgesetzt wird. In diesem Zusam­menhang sei darauf hingewiesen, dass jene Menschen, die leichtfertig vom Begriff Ewigkeit sprechen, sich meistens kei­nerlei Rechenschaft darüber abgeben, was darunter wirklich zu verstehen ist. Ein weiser Philosoph hat einmal mit einem treffenden Vergleich versucht, die Dauer der Ewigkeit und un­sere Hoffnungslosigkeit ihr gegenüber zu verdeutlichen. Er brachte folgendes treffende Gleichnis: „Wenn ein Mensch, der das ewige Leben besäße, am Strand des Ozeans sitzend alle hundert Jahre einen Fingerhut voll Meerwasser heraus schöp­fen würde, und er hätte es schließlich geschafft, auf diese Weise die Weltmeere trocken zu legen, so wäre die wahre Ewigkeit noch immer nicht zu Ende.“ 

Der Begriff ewige Ver­dammnis ist daher unvorstellbar, erschütternd, erschreckend und unmenschlich, bezogen auf die „klerikale Rute im Fens­ter“ schlicht und einfach unwahr! Das Wort „ewig“ ist in Hinblick auf den menschlichen Entwicklungsweg, sowohl in irdischer wie auch in seelisch-geistiger Hinsicht deshalb un­zulässig, weil der Lern- und Läuterungsweg für das sehr wohl unsterbliche und somit ewige Geistwesen ein Wechselspiel ist zwischen den Phasen der Verkörperungen, die als „Intensiv­lernkurse“ zu verstehen sind und dem Verweilen in jenen un­vorstellbaren Sphären jenseits von Zeit und Raum. Dort kann sich der geistige Mensch einerseits von den Strapazen des Er­denlebens erholen und andererseits Belehrungen sowie Kräfte für eine Existenz in einem neuen, von Gott geschenkten Kör­per sammeln. 

Auf diese Weise wird ihm immer wieder die Gelegenheit geboten, ein Stück näher zur Vollendung zu ge­langen. Die Menschen sollten endlich dazu übergehen alle Ge­setze Gottes anzuerkennen und damit aufhören, eigene, selbst zurechtgezimmerte Vorstellungen als einzige, unverfälschte und echte Wahrheit anzupreisen. Sie verhalten sich gegenüber allen natürlichen Gegebenheiten „blind und taub“ und tun oft so, als gäbe es nur das, was ihrem Lebensstil gerade genehm ist. 

Die Gerechtigkeit Gottes und die „gleichen geistigen Chancen für alle Menschenkinder“ sind eben nur in der Re­inkarnation zu verwirklichen. All das, was wir durchleben oder durchleiden, was wir erreichen oder woran wir scheitern, kommt nicht von einem unergründlichen Ratschluss Gottes, sondern ist immer die Folge eigener, in früheren Verkörpe­rungen verursachter Taten beziehungsweise Unterlassungen. 

Daher können und sollen wir niemals ungerechterweise je­mand anderen für unser eigenes Schicksal verantwortlich ma­chen und ihm in weiterer Folge die Schuld für unsere missli­che Lage in die Schuhe schieben wollen. Wir sollten aus dem Glauben an die Wiedergeburt den Mut, die Geduld und die Kraft schöpfen, mit der Hilfe Gottes das Beste aus allem zu machen; und auch den festen Entschluss fassen, die Zukunft nicht mehr durch Fehler zu belasten, sondern vielmehr durch positive Handlungen zu verbessern, um somit einen höheren geistigen, energiereicheren Schwingungs-zustand zu erreichen. 

von Alfred Hosp aus "Der Geist bestimmt die Materie". 

Bestellung über die Bruno Gröning Stiftung:
www.bruno-groening-stiftung.org







02.07.2014

Bitte lesen Sie dieses erschütternde Dokument, welches tief betroffen macht. Lesen Sie hier die Wahrheit über Bruno Grönings tragische Lebensumstände, in denen er trotz all dieser Widrigkeiten dennoch immer bestrebt war, kranken und Not leidenden Menschen zu helfen und zu heilen. 

Unser besonderer Dank geht hier an die Bruno Gröning Stiftung, die in mühsamen Nachforschungen und akribisch genauer Aufzeichnungen imstande war, dieses Dokument zu erstellen. Bitte beachten Sie die den einzelnen Aussagen hinzugefügten Fussnoten, die sich im Anhang befinden.


Die finanzielle Situation Bruno Grönings 1949 – 1959

Ein chronologischer Überblick

Vorbemerkung

In biografischen Texten über das Leben Bruno Grönings finden sich bis heute immer wieder Angaben über seine finanzielle Lage, die anhand historischer Fakten nicht zu belegen sind. Dieser Aufsatz leistet einen Beitrag zur tatsachengetreuen Darstellung der finanziellen Situation Bruno Grönings in den Jahren seines öffentlichen Wirkens von 1949 bis 1959. Alle enthaltenen Aussagen sind durch – bisher weitgehend unbekannte – Archivdokumente belegt, die im Quellenverzeichnis aufgeführt sind. 

Hinweis

Es ist zu beachten, dass 1 DM in der Zeit von 1949 bis 1959 einer Kaufkraft von etwa 2,25 € im Jahre 2013 entspricht, d. h. eine annähernd 4,5-fache Kaufkraft wie heute hatte. So entspricht beispielsweise eine im Jahre 1957 von Bruno Gröning an den Gröning-Bund gerichtete Forderung in Höhe von 46.000 DM einem ungefähren Wert von 103.500 € im Jahre 2013.[1] 
 
1949
Bruno Gröning war vom 18. März[2] bis 18. Juni[3] zu Gast im Hause des Ingenieurs Helmuth Hülsmann in Herford, Wilhelmsplatz 7, wo er Ansprachen zu den Heilungssuchenden hielt. Er bewohnte dort ein Zimmer, Nahrung nahm er kaum zu sich, trank vor allem Kaffee und rauchte Zigaretten[4].Zur Unterstützung Bruno Grönings gedachte Spendengelder in Höhe von ca 30.000 DM, die er größtenteils in Briefen zugeschickt erhalten hatte, unterschlug sein erster Manager, der Journalist und Lektor Egon-Arthur Schmidt[5].

Der erste Verein, der zur Förderung Bruno Grönings auf Initiative von Schmidt und Hülsmann ins Leben gerufen wurde, war der "Ring der Freunde Bruno Grönings – Weltgemeinschaft", der bis Ende September 1949 existierte.[6] Nach Bruno Grönings eigener Einschätzung wurden vom Verein eingenommene Spendengelder in Höhe von insgesamt mehreren 100.000 DM von dessen Mitarbeitern veruntreut.[7]

Vom 20. August[8] bis 17. Oktober[9] hielt sich Bruno Gröning auf Einladung des Gastwirts Leo Harwart im ehemaligen Pferdegestüt "Traberhof" im bayerischen Rosenheim auf, wo er ein Zimmer bewohnte und Verpflegung erhielt. Im Anschluss war er zur Erholung in Schwärzenbach am Tegernsee im Anwesen einer Frau Taubenberger zu Gast und danach für mehrere Wochen, auf deren Einladung, im Hotel der Gastwirtin Frau Beil in Bad Wiessee. Dort machte er im November Bekanntschaft mit dem Geschäftsmann Otto Meckelburg, der für ihn bis Juni 1950 als sein nächster Manager tätig war.[10] 

1950

Während der Zusammenarbeit mit Otto Meckelburg hatte Bruno Gröning einen Vertrag mit dessen "Verein zur Erforschung und Unterstützung Gröning'scher Heilmethoden e.V.", der für seine Kleidung, Unterkunft und Verpflegung aufzukommen hatte.[11] Er lebte während dieser Zeit auf der Insel Wangerooge und in Oldenburg und Werlte, wo er Vorträge hielt.

Otto Meckelburg hatte bis zum Ende der Zusammenarbeit für die von ihm organisierten Vortragsveranstaltungen als Spenden deklarierte Eintrittsgelder in Höhe von 100.000 DM eingenommen und verbrauchte diese Summe sowie ein zusätzlich aufgenommenes Darlehen von 30.000 DM zu geschätzten 60 bis 70 Prozent für sich persönlich.[12]

Im August 1950 machte der Staatswissenschaftler und Journalist Dr. Kurt Trampler Bruno Gröning mit dem Heilpraktiker Eugen Enderlin bekannt. Mit Enderlin arbeitete Bruno Gröning bis Anfang November zusammen, und hielt in dessen Praxis, Nikolaiplatz 6, in München, täglich Vorträge. In diesem Rahmen lernte er auch Josette Dufossé kennen, seine spätere Ehefrau.Hilfesuchende, die zu Enderlin kamen, zahlten 10 DM für Zulassung, Vor- und Nachuntersuchung.[13] Nach den Angaben von Zeitungsberichten und zweier Zeugen suchten damals täglich 200 Hilfesuchende die Praxis Enderlins auf,[14]sodass er pro Tag 2.000 DM verdiente. In der dreimonatigen Zusammenarbeit nahm Enderlin demnach insgesamt 120.000 DM ein.[15] Bruno Gröning erhielt davon nichts.[16] 

Anfang November trennte er sich von Enderlin. Er wollte nicht, dass jemand Kapital aus seinem Wirken schlug, sondern dass lediglich die Unkosten gedeckt würden.[17] Enderlin erwarb von dem eingenommenen Geld eine Villa in Feldafing am Starnberger See, in die er am 20.4.1952 einzog.[18]Unmittelbar nach der Trennung von Enderlin zog Bruno Gröning nur mit einem Koffer voller Kleidungsstücke und ohne Geld in die Villa von Dr. Trampler in Gräfelfing, Akilindastr.35, 9 km westlich von München, ein.[19] 

1951

Im "Fremdenheim Weikersheim", der Pension der Gräfin Weikersheim in Gräfelfing, hielt Bruno Gröning das ganze Jahr über von Dr. Trampler organisierte Vorträge.[20]Es kamen durchschnittlich zwischen 40-100 Personen[21], der Eintrittspreis betrug 3 DM[22], Bruno Gröning bekam wöchentlich etwa 200 DM[23]. Zwar hatte er dadurch Einkünfte von monatlich ca. 800 DM, doch diese reichten bei Weitem nicht aus, um seine Lebenshaltungskosten zu decken, also eine eigene Wohnung, Lebensmittel, einen Pkw, Benzin, Reparatur- und Versicherungskosten, Kleidung, Telefon, Briefporto, ein Radio, ein Fernsehgerät usw. zu bezahlen, von einer Altersvorsorge ganz zu schweigen.Weil Bruno Gröning kein eigenes Geld verdiente, konnte er sich keine Existenz aufbauen und nicht selbstständig leben. Seit seinem Wirken in Herford war er ein Kostgänger und in seinen existenziellen Bedürfnissen völlig abhängig von seinen jeweiligen Gastgebern. Es wurde ihm daher Ende 1951 geraten, Einnahmen durch Vortragsreisen zu erzielen, was er anfangs nicht wollte, aber dann doch tat, um ein einigermaßen geregeltes Einkommen zu haben.[24] 

1952

Außer seinen Lebenshaltungskosten hatte Bruno Gröning seit 1950 noch weitere hohe Ausgaben.Gerd von Stiegler-Sobotka, Herford, hatte gegen Bruno Gröning mit der Behauptung geklagt, er sei als dessen Büroleiter in der Herforder Zeit nicht ehrenamtlich, sondern als dessen Angestellter tätig gewesen. Er erwirkte ein Urteil des Arbeitsgerichts Herford vom 18.11.1950, in dem Bruno Gröning zur Zahlung von 1.818 DM verurteilt wurde. Bruno Gröning musste zudem die Gerichtskosten sowie die Rechtsanwaltskosten beider Parteien tragen.[25]Der Potsdamer Journalist Michael Graf Soltikow (bürgerlicher Name: Walter Richard Max Bennecke)[26] hatte im Jahre 1951 gerichtlich auf Zahlung von 1.580 DM geklagt, er habe in der Traberhof-Zeit 1949 den Auftrag von Bruno Gröning erhalten, das Extrablatt "Hier spricht Gröning" herauszugeben. Durch Vergleich vom 9.4.1952 zahlte Bruno Gröning an ihn 1.000 DM in monatlichen Raten von 100 DM ab. Die Kosten des Verfahrens wurden geteilt.[27]In einer Unfallsache zahlte Bruno Gröning die gesamten Reparaturkosten des Pkw in Höhe von 478 DM und die Rechtsanwaltskosten in Höhe von 164 DM.[28]

Von Juli bis April 1953 arbeitete Bruno Gröning wieder mit Enderlin zusammen. Er hielt in dessen neuer Villa in Feldafing wöchentlich zwei Vorträge vor durchschnittlich 35 bis 40 Personen, von denen Enderlin je 3 DM Eintritt verlangte.[29] Bruno Gröning erhielt davon 1 DM[30] und somit monatlich 320 DM. Enderlin erzielte weiterhin Einnahmen aus Vermietungen, indem er Hilfesuchenden drei Doppelzimmer und ein Einzelzimmer in seiner Villa für je 10 bis 15 DM pro Person zur Verfügung stellte.[31] 

1953

Am 22.November wurde im Bahnhofsgebäude in Murnau am Staffelsee, 70 km südöstlich von München, der Gröning-Bund gegründet, Bruno Gröning wurde als Präsident auf Lebenszeit gewählt. Laut Einladung war bei der Gründung geplant, einige Hunderttausend Mitglieder zu gewinnen, deren Monatsbeitrag von je 1 DM eine ausreichende finanzielle Grundlage für das Wirken Bruno Grönings bilden sollte.[32] Bundespräsident Theodor Heuss war als Schirmherr vorgesehen.[33] Die anvisierte Mitgliederzahl wurde jedoch nie erreicht, in seinen besten Zeiten hatte der Gröning-Bund 1.400 Mitglieder[34] und damit nur wenig Einnahmen. Die geringe Mitgliederzahl hatte ihren Grund darin, dass Bruno Gröning seit dem Prozess 1951/1952 nicht mehr, wie noch 1949, öffentlich wirken durfte. Das erstinstanzliche Gerichtsurteil vom 19.3.1952 und das zweitinstanzliche Urteil vom 8.7.1952 sprachen Bruno Gröning zwar frei, stellten aber – entgegen der damaligen Rechtslage[35] – fest, dass er durch seine öffentlichen Vorträge in Bad Wiessee, auf Wangerooge, in Oldenburg, Werlte und Mittenwald objektiv gegen das Heilpraktikergesetz verstoßen habe. Seit diesem zweitinstanzlichen Urteil wurde Bruno Gröning unablässig überwacht, um ihn des Verstoßes gegen das Heilpraktikergesetz überführen zu können.[36] 

Er konnte deshalb seine Vorträge nur in den Privaträumen seiner Freunde und gelegentlich in Gaststätten halten. Da nunmehr Vorträge in großen öffentlichen Sälen oder in Hotels nicht mehr möglich waren, konnten umfangreichere Geldbeträge durch Eintrittsgelder bzw. Spenden nicht erzielt werden. Eine Eintragung des Gröning-Bundes in das Vereinsregister gelang nicht, sodass er keine Gemeinnützigkeit erhalten konnte, womit nicht nur sein Ansehen in der Öffentlichkeit gefestigt worden wäre, sondern auch Spenden hätten von der Steuer abgesetzt werden können.Am 25.November, also drei Tage nach der Gründung des Gröning-Bundes, suchte Rechtsanwalt Dr. K. F. Reuss Bruno Gröning in Grafrath auf und machte für seine 3 ½ Jahre andauernde Tätigkeit für ihn in Rechtsangelegenheiten und Prozessen seit Mitte 1950 Kosten von insgesamt 20.000 DM geltend. Er sei Hunderte Male in Rechtsangelegenheiten Grönings durch diesen und dessen Stellvertreter, wie  z. B Burkhard Einbeck, aufgesucht und beansprucht worden. Er selbst erhalte nur 20 Prozent der Summe, 80 Prozent würden an sein Büro gehen. Er sei aber bereit, insgesamt nur 10.000 DM zu verlangen, wenn Bruno Gröning bis Jahresende 5.000 DM und im Jahre darauf den Rest bezahle. Dieser sei durch die Gründung des Gröning-Bundes nun wirtschaftlich abgesichert und könne die Rechnung daher begleichen. Würde die Forderung nicht erfüllt, werde er die gesamte Rechtsvertretung für Bruno Gröning umgehend niederlegen.[37] 

1954

In einem Zeitschriftenartikel von 1965 berichtete Josette Gröning rückblickend anhand der Kontoauszüge Bruno Grönings von Dezember 1953 bis April 1954, wie wenig Geld er besaß:
Dezember                      78,10 DM
Januar                       1.358,00 DM
Februar                     1.440,00 DM 
März                         1.094,00 DM
April                             845,00 DM 

"Davon mussten wir leben, unsere Miete von 330 DM monatlich für das Haus in Grafrath bei München bezahlen und die Kosten für die Rechtsanwälte und endlosen Prozesse aufbringen. Dazu kam, dass Bruno immer noch helfen wollte. Einmal – da hatten wir noch 50 DM im Haus - schrieb uns ein bekannter Polizeibeamter, er brauche dringend 30 DM. Da hat Bruno darauf bestanden, dass ich sie ihm schicke." 

Bruno Grönings Sekretär Burkhard Einbeck schrieb ihm: "Seit Sie in Grafrath wohnen, beläuft sich der Ausgaben-Etat, privat und geschäftlich zusammen, auf monatlich ungefähr 1.500 DM. Seit der gleichen Zeit beläuft sich aber Ihr monatliches Einkommen nur auf die Hälfte dieser Summen und erreicht selten als Umsatz 1.000 DM. Der nun fehlende Rest bleibt entweder als Schuld unbezahlt oder Sie haben sich das Geld dazu privat geliehen."[38]

Anneliese Stoltefuß-Hülsmann klagte 1952 gegen Bruno Gröning vor dem Arbeitsgericht München auf Zahlung von 31.400 DM, weil sie von März 1949 bis Juni 1950 sein "Grönium"[39] gewesen sei. Sie habe vertraglich mit ihm vereinbart, dass sie für ihre Tätigkeit 2.500 DM monatlich erhalte. Frau Hülsmann erwirkte einen rechtskräftigen Schuldtitel, vereinbarte jedoch mit Bruno Gröning am 14.5.1954 einen außergerichtlichen Vergleich, nach dem dieser 10.000 DM in monatlichen Raten von mindestens 150 DM zu zahlen hatte.[40]

Neben seinen laufenden Ausgaben für die Lebenshaltung und die Vortragsreisen hatte Bruno Gröning Kosten aus den bisherigen Rechtsstreitigkeiten, für Rechtsauskünfte, Auslagen und Honorare seiner Rechtsanwälte zu tragen, die vor Gründung des Gröning-Bundes entstanden waren. Dafür kam der Gröning-Bund nicht auf. Selbst wenn die Monatsbeiträge aller Mitglieder des Gröning-Bundes von 1 DM monatlich – in seinen besten Zeiten hatte er, wie gesagt, 1.400 Mitglieder – komplett an Bruno Gröning ausbezahlt worden wären, was nicht der Fall war, hätte diese Summe gerade einmal knapp für seinen Lebensunterhalt und die Kosten der Vortragsreisen ausgereicht, keinesfalls jedoch für all die sonstigen Verbindlichkeiten, die entstanden waren. Der Gröning-Bund war nicht dazu in der Lage, Bruno Gröning eine ausreichende finanzielle Grundlage für sein Wirken zu sichern. Die gewaltigen Schulden sollten später zu einem Eklat in der Generalversammlung des Gröning-Bundes am 26./ 27.10.1957 in Plochingen und zu dessen Auflösung führen.[41] 
 
1955

Der Umzug von Bruno Gröning und Josette im Februar nach Plochingen hatte einen besonderen Aspekt. Der Malermeister Edmund Baur und seine Frau Klothilde waren durch die Hilfe Bruno Grönings von schweren Krankheiten geheilt worden – Edmund Baur von Magenbeschwerden und chronischen Kopfschmerzen, Klothilde Baur unter anderem von einer linksseitigen Teillähmung und massiven Kreislaufstörungen.[42] Edmund Baur, der im Vorstand des Gröning-Bundes war, hatte ein Doppelhaus in Plochingen, Am Dornendreher 117, errichten lassen und Bruno Gröning zugesagt, dass er Eigentümer der einen Hälfte werde. Da dieser aber nicht über das Geld verfüge, um seine Hälfte sofort zu bezahlen, gewähre er – Baur – ihm ein Darlehen, das er monatlich mit 400 DM abzahlen könne. Die Höhe dieser Summe entspräche einem monatlichen Mietbetrag. Bruno Gröning werde alsbald als Eigentümer der Haushälfte in das Grundbuch eingetragen. Über diese Absprache gab es keinen schriftlichen Vertrag. Entgegen der Vereinbarung verbuchte Baur die monatlich eingenommenen 400 DM als Mietzahlungen und ließ seine Frau Klothilde als Eigentümerin der Haushälfte in das Grundbuch eintragen.[43]

Am 4.3.1955 reichte die Staatsanwaltschaft München die Anklageschrift gegen Bruno Gröning ein, womit der "Große Prozess" (1955-1959) seinen Anfang nahm. Konstantin Weisser, als Finanzvorstand des Gröning-Bundes, hatte lediglich 2.000 DM für die Prozesskosten bewilligt, eine Summe, die sich als erheblich zu gering erweisen sollte.Im April forderte der Belser-Verlag, Stuttgart, von Bruno Gröning für die Lieferung von Drucksachen einen Restbetrag von 4.991 DM. Um die Pfändung durch die Rechtsanwälte des Verlages zu verhindern, kam man überein, dass Bruno Gröning einen Abfindungsbetrag von 2.500 DM zahle, davon 500 DM in monatlichen Raten von 100 DM, anschließend die restlichen 2.000 DM ebenfalls in monatlichen Raten von 100 DM. Die 2.000 DM erhielt er vom Gröning-Bund als Darlehen.[44] 

1956

Im Laufe des Jahres hielt Bruno Gröning 63 Vorträge in 28 Städten, wobei er häufig weite Fahrten in Kauf nehmen musste, die ihn von Plochingen bis an die Nordseeküste oder ins österreichische Klagenfurt führten.[45] Die Spenden der Vortragsbesucher deckten meist nur einen Bruchteil der gesamten Aufwendungen ab. Der Gröning-Bund ging deshalb ab März 1956 dazu über, von jedem Mitglied für den Besuch eines Vortrags von Bruno Gröning 6 DM zu erheben, damit dessen Reisekosten (Betrieb, Unterhalt und Reparatur des Pkw, Porto, Telefon, Unterkunft und Verpflegung) gedeckt würden.[46] Seine Lebenshaltungskosten sowie die Ausgaben für Rechtsberatung, Prozesse und anderes waren in dieser Summe nicht berücksichtigt. Insbesondere der Große Prozess erforderte zahlreiche Besprechungen mit Rechtsanwälten, Sachverständigen und Mitgliedern des Gröning-Bundes – auch in weit entfernten Städten – sowie ständige Schriftsätze an das Gericht, wodurch Bruno Gröning hohe Ausgaben entstanden. 

Bruno Gröning (left) and Egon Arthur Schmidt (right)Daneben kosteten ihn die juristischen Auseinandersetzungen mit E. A. Schmidt, die er führte, viel Geld. Er hatte sich bereits Mitte 1955 endgültig von seinem ehemaligen Manager getrennt, woraufhin dieser, nachdem er aus dem Gröning-Bund ausgeschieden war, ihm geschworen hatte, ihn mit Anzeigen und Prozessen einzudecken, sodass er sich nicht mehr rühren könne.[47]
Am 7.6.1956 untersagte das Landgericht Heidelberg E.A. Schmidt, sich in Schreiben an die Ortsgemeinschaften des Gröning-Bundes in beleidigender Weise über Bruno Gröning auszulassen. Die Kosten des vorausgegangenen Verfahrens trug zu 3/5 Schmidt, zu 2/5 Bruno Gröning. Vorrangiges Beweisstück war ein Schreiben Schmidts an Johanna Stamp, die damalige Leiterin der Gemeinschaften Ostenfeld und Husum, vom 14.3.1956. Das Oberlandesgericht Karlsruhe bestätigte mit Urteil vom 22.3.1957 das Urteil des Landgerichts Heidelberg. Die Kosten des Berufungsverfahrens hatte Schmidt zu tragen.[48]

Am 1.10.1956 entschied das Arbeitsgericht Esslingen über eine Klage Schmidts gegen Bruno Gröning vom 1.7.1955. Schmidt forderte für seine journalistische Tätigkeit in den Jahren 1952 bis 1954 insgesamt 5.725 DM, zusätzlich 20 Prozent der Vortragseinnahmen Bruno Grönings aus dieser Zeit. Beide hätten eine entsprechende Vereinbarung am 26.11.1952 geschlossen. Vorsichtshalber hatte Schmidt nur einen Teilbetrag von 2.000 DM eingeklagt.  Bruno Gröning wurde zur Zahlung von 1.187 DM verurteilt. Das zweitinstanzliche Urteil des Landesarbeitsgerichts Stuttgart vom 2.1.1957 bestätigte im Wesentlichen das erste Urteil. Bruno Gröning hatte die Gerichtskosten der ersten Instanz zur Hälfte und die der zweiten ganz zu tragen.[49] 

1957

Konstantin Weisser, treasurer of the Das Urteil vom 1.8.1957 in der ersten Instanz des Großen Prozess vor dem Schöffengericht München-Land, in dem Bruno Gröning wegen des ihm vorgeworfenen Verstoßes gegen das Heilpraktikergesetz zu 2.000 DM, ersatzweise 100 Tagen Gefängnis, verurteilt wurde, löste einen Eklat in der Generalversammlung des Gröning-Bundes am 26. und 27.Oktober in Plochingen aus. Der Finanzvorstand, Konstantin Weisser, wollte zwar die Rechtsanwaltskosten und die hohen Ausgaben für die Zeugenladungen Bruno Grönings bezahlen, weigerte sich aber, ohne Vorstandsbeschluss die Geldstrafe von 2.000 DM und die Gerichtskosten zu tragen.[50] 

Bruno Gröning lief Gefahr, wegen Nichtzahlung der 2.000 DM Geldstrafe für 100 Tage ins Gefängnis zu kommen.[51]Als Ergebnis seiner enormen Geldausgaben in den Jahren 1950 bis 1957 benannte Bruno Gröning in der Generalversammlung die Gesamtsumme von 46.000 DM, die ihm der Gröning-Bund schulde. Wenn der Bund seine Schulden anerkenne, sei er – Bruno Gröning – dazu bereit, auf die Einforderung des Betrages zu verzichten. Er habe die einzelnen Gelder im Laufe der Jahre von Freunden erhalten. Von den 46.000 DM betrugen allein die Schulden aus den Forderungen von Rechtsanwalt Dr. K. F. Reuss 10.000 DM, aus der gescheiterten Zusammenarbeit mit dem Kaufmann Rudolf Bachmann beim Laboratorium[52] in Murnau 12.000 DM[53]und aus dem im Jahre 1954 verlorenen Prozess gegen Anneliese Stoltefuß-Hülsmann 10.000 DM.

Bruno Gröning hätte allein für seine Lebenshaltungskosten monatlich 1.500 DM vom Gröning-Bund benötigt, eine Summe, die noch nicht einmal von den damals insgesamt nur 1.000 Mitgliedern mit ihren monatlichen Beiträgen von 1 DM hätte aufgebracht werden können. Es wäre eine entsprechende Erhöhung der Mitgliedsbeiträge und/oder der Eintrittspreise für die Vorträge Bruno Grönings notwendig gewesen. Für beide Fälle wurden jedoch Bedenken geltend gemacht, dass dann Mitglieder den Gröning-Bund verlassen könnten. Für Bruno Grönings finanzielle Belastungen war keinerlei Vorsorge getroffen worden, der Kassenbestand des Gröning-Bundes betrug zum Zeitpunkt der Generalversammlung gerade einmal 300 DM.

Bruno Gröning bezifferte in seiner Rede als Präsident zusätzlich zu den 46.000 DM die Kosten für den Großen Prozess. Zur Zahlung der bisher notwendigen 12.000 DM habe er persönliche Darlehen aufnehmen müssen, die er bis zum 31.12.1958 zurückzuzahlen habe, was er aber nicht könne. Allein die beiden Gutachten, die beweisen sollten, dass er nicht gegen das Heilpraktikergesetz verstoßen haben konnte, kosteten 1.400 DM, nämlich das des Sachverständigen Dr. med. Josef Gemassmer 600 DM, das des Sachverständigen Dr. med. Wilhelm Beyer 800 DM.[54]Erich Pelz machte in seiner Rede auf der Generalversammlung dem Vorstand zum Vorwurf, dass kaum richtige Protokolle angefertigt worden seien, zudem sei ein wichtiger Vorstandsbeschluss nicht in das Protokoll aufgenommen worden, nämlich Bruno Gröning von allen Kosten, die mit Prozessen zusammenhängen, freizuhalten. Auch seien die Schulden Bruno Grönings aus der Zeit seiner Zusammenarbeit mit dem Kaufmann Rudolf Bachmann nicht bezahlt worden, obwohl der Vorstand und dessen bevollmächtigter Rechtsanwalt, Dr. Trudbert Riesterer, ihre Zustimmung zu der Kooperation gegeben hätten.

Konstantin Weisser, zuständiges Vorstandmitglied für die Kasse, verteidigte sich: Ein Vorstandsbeschluss, Bruno Gröning von allen Prozesskosten freizuhalten, existiere nicht, sonst stünde ein solcher Beschluss im Protokoll. Der Vorstand habe von den großen Geldsummen, die Bruno Gröning genannt habe, nichts gewusst. Hermann Riedinger und die anderen Vorstandsmitglieder betonten außerdem, dass Rechtsanwalt Dr. Riesterer ihnen gesagt habe, die Zusammenarbeit mit Bachmann sei ausschließlich Angelegenheit zwischen diesem und Bruno Gröning.

Bruno Gröning ging davon aus, dass der Gröning-Bund ihn von allen Prozesskosten, auch denen, die ihren Ursprung vor Gründung des Gröning-Bundes hatten, freihalten sollte, damit er sich ausschließlich dem weiteren Aufbau seines Werks widmen könne. Die Vorstandsmitglieder hingegen, insbesondere Weisser, gingen davon aus, dass nur die Kosten des Großen Prozesses, (1955-1959) und diese auch nur nach Prüfung im Einzelfall, vom Gröning-Bund übernommen würden. Weisser trat zurück. 

1958

Am 16. Januar erging das Urteil der zweiten Instanz des Landgerichts München II, in dem Bruno Gröning wegen Verstoßes gegen das Heilpraktikergesetz und wegen fahrlässiger Tötung der Ruth Kuhfuß zu insgesamt acht Monaten Gefängnis auf Bewährung und 5.000 DM Geldstrafe verurteilt wurde.[55] Bruno Grönings Rechtsanwalt, Dr. Andreas Grasmüller, legte gegen das Urteil Revision beim Bayerischen Obersten Landesgericht ein.[56] Es wurde sogar daran gedacht, das Bundesverfassungsgericht anzurufen. Die 5.000 DM für die Geldstrafe wurden durch eine Spendensammlung aufgebracht.[57]

Als Nachfolgeorganisationen des Gröning-Bundes wurden am 5. Januar in Klagenfurt zunächst der "Verein zur Förderung seelisch-geistiger und natürlicher Lebensgrundlagen e. V., Österreich." mit Alexander Loy-Leute als Vorsitzendem auf Lebenszeit gegründet und am 4. Mai in Rosenheim der "Verein zur Förderung seelisch-geistiger und natürlicher Lebensgrundlagen in Deutschland e. V." mit Erich Pelz als Vorsitzendem auf zwölf Jahre. Während in der Satzung des Gröning-Bundes als einzige Einnahmequelle lediglich die monatliche Mitgliedsgebühr in Höhe von 1 DM genannt wurde[58], führte die Satzung des neuen Vereins zur Förderung seelisch-geistiger und natürlicher Lebensgrundlagen in Deutschland e. V. darüber hinaus noch "Erträgnisse aus Veranstaltungen" sowie "Geschenke, Vermächtnisse und sonstige Zuwendungen" als weitere Erlösquellen auf[59]Bruno Gröning und der Gröning-Bund hatten jedoch auch in den Jahren zuvor schon freiwillige Zuwendungen als "Spenden" bezeichnet und solche wiederholt erbeten.[60]

l.t.r.: Klothilde Baur, Bruno Gröning, Edmund BaurAm 1. Februar kündigte Edmund Baur die Doppelhaushälfte, in der Bruno und Josette Gröning wohnten, zum 30. April und verkaufte sie an einen Dritten. Bruno Gröning hatte außer den vereinbarten monatlichen Abzahlungen von 400 DM noch Sonderzahlungen geleistet, sodass er in den drei Jahren bis Mitte 1958 insgesamt 24.000 DM abbezahlt hatte. Bruno Gröning legte Klage ein und erreichte beim Oberlandesgericht Stuttgart, dass es Baur verboten wurde, die Doppelhaushälfte zu veräußern.[61] Dieses Veräußerungsverbot sollte im Grundbuch eingetragen werden. Einen Tag, bevor das schriftliche Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart zugestellt wurde, ließ Baur den neuen Käufer als Eigentümer in das Grundbuch eintragen.[62] Somit hatte der neue Besitzer gutgläubig das Eigentum an der Doppelhaushälfte erworben und Bruno Gröning blieb nichts anderes übrig, als seine Klage beim Landgericht Stuttgart von dem beantragten Veräußerungsverbot auf Schadensersatz umzustellen.[63] Über die Klage war auch bei Bruno Grönings Tod am 26.1.1959 gerichtlich noch nicht entschieden worden. Bruno Gröning bezeichnete das Ehepaar Baur als seine Todfeinde und beklagte, dass er nun nicht einmal mehr eine Bleibe, ein Zuhause, habe, wo er sich verkriechen könne.[64]

E. A. Schmidt und Edmund Baur agierten in den Gröning-Gemeinschaften gegen Bruno Gröning. Zahlreiche Mitglieder des Gröning-Bundes waren unsicher, ob sie den neuen Vereinen beitreten sollten, weil der Bund bis zur Beendigung seiner Liquidation am 31.12.1958 formell noch existierte, gleichzeitig aber auch die neuen Vereine. Es bestand Unklarheit darüber, ob die Mitgliederbeiträge nun doppelt bezahlt werden müssten. In der Folge sank die Anzahl der Mitglieder auf 500.[65]Pelz lehnte die Übernahme der Schulden Bruno Grönings durch den deutschen Verein ab, da die Vereinssatzung dies nicht zulasse. Er könne sich wegen der z. Zt. 500 Vereinsmitglieder allenfalls einen Pauschalvertrag mit Bruno Gröning in Höhe von 500 DM vorstellen, mehr jedoch nicht.[66] Bruno Gröning hielt dagegen, dass damit nur ein Teil seiner Existenzsicherung gedeckt sei, aber nicht die Bezahlung seiner Schulden. Zudem habe er selbst schon an Rechtsanwalt Dr. Grasmüller 1.600 DM gezahlt, die eigentlich der Gröning-Bund hätte zahlen müssen. Auch der Prozess mit Baur koste Geld. Wenn dies alles nicht bezahlt würde, verfalle der Verein in dieselbe Masche wie der Gröning-Bund.[67]

In einem Vortrag am 5.10. in Springe sagte Bruno Gröning, dass er am Ende sei, so gehe es nicht weiter. Er sei nahe daran, ins Ausland zu gehen, wo man ihm Geld und ein Haus anbiete.[68] Zu Pelz sagte er am 23. November: "Ich weiß nicht, wie ich weiterleben soll. Ich bekam vor einigen Tagen Rechnungen von 3.000 DM für Anzug, Rechtsanwalt ….Ich kann Rechtsanwalt nicht vertrösten. Der Rechtsanwalt war sogar hier, ich musste ihm das Geld geben. Das alles sind Schulden des Bundes, ich kann ja nicht in Lumpen herumlaufen".[69] 

1959

Am 10. Januar, gut einen Monat nach seiner ersten Operation in Paris, suchten Bruno Gröning und Josette das befreundete Ehepaar Tübben in Rhöndorf am Rhein auf, das ihnen ein Darlehen von 8.000 DM gewährte. Mit dem Geld erwarben sie am selben Tag ein unbebautes Grundstück in der Nähe. Sie hatten die Absicht, dort ein Haus zu bauen und sich dort eine neue Bleibe zu errichten.[70]

Vom 16. bis 18. Januar führte Bruno Gröning letzte Gespräche mit den beiden Leitern des deutschen und des österreichischen Vereins, Pelz und Loy-Leute, in Plochingen. Die Unterredung vom 18. Januar nahm er auf Tonband auf.[71] Er brauchte unbedingt einen Honorarvertrag in Höhe von monatlich wenigstens 1.500 DM mit den beiden Vereinen, um seine Lebensunterhaltskosten und die Kosten für die Vorträge bestreiten zu können. Er war nicht mehr dazu bereit, ohne schriftliche Verträge künftig noch Vorträge in Deutschland zu halten und wieder dasselbe zu erleben, was er in der Vergangenheit mitgemacht hatte.[72] 

Die beiden Vereinsvorsitzenden waren nicht dazu bereit, im Namen der Vereine mit ihm einen solchen Honorarvertrag abzuschließen. Sie waren allenfalls mit einem Vertrag einverstanden gewesen, der ihm monatlich ca 700 bis 1.200 DM zugesichert hätte. Auch auf Bruno Grönings Vorschlag, die Vereine könnten von jedem Vortragsbesucher 10 oder 20 DM Eintrittsgeld verlangen oder ein Darlehen in Höhe von z. B. 80.000 DM gegen Sicherheiten der Vereine aufnehmen, um damit die Schulden zu begleichen, gingen sie nicht ein.[73]

Am 22.Januar um 9.00 Uhr fand die mündliche Verhandlung in der dritten Instanz vor dem Bayerischen Obersten Landesgericht in München statt.[74] Bruno Gröning lag am selben Tag zur selben Stunde auf dem Operationstisch in einer Pariser Klinik und verstarb dort am 26. Januar. Die Prozessakte wurde ohne Urteil geschlossen.[75]

Dieser chronologische Überblick wurde von der Bruno Gröning Stiftung erstellt.

[1] Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamts, Wiesbaden: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/Preise/Verbraucherpreisindizes/Wertsicherungsklauseln/Internetprogramm.html (abgerufen am 9.8.2013). Der Umrechnungsfaktor 4,5 wurde zur Vereinfachung als gerundeter Durchschnittswert für die Jahre 1949 – 1959 genommen.
[2] Am 18.3.1949 wurde Bruno Gröning in das Haus der Familie Hülsmann eingeladen. Siehe E. A. Schmidt, Die Wunderheilungen des Bruno Gröning, 1949, Nachdruck 2007, Verein zur Förderung seelisch-geistiger und natürlicher Lebensgrundlagen, Österreich, Klagenfurt, S. 79.
[3] Am 18.6.1949, dem Tag seiner beabsichtigten Verhaftung, verließ Bruno Gröning Herford. Siehe Schreiben des Regierungspräsidenten von Detmold, Drake, an den Sozialminister von Nordrhein-Westfalen vom 20.6.1949 -M 31-8 B-, Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, NW 377 Nr.24, Akte des Justizministeriums NRW, Blatt 129-131.
[4] E. A. Schmidt (Anm.2) S.19-20 und Die Abendzeitung, München, vom 22.8.1949.
[5] Schreiben Bruno Grönings an Rechtsanwalt Dr. Ernst Schwander von 1956 im Prozess Gröning./.Schmidt, Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[6] Der "Ring der Freunde Bruno Grönings – Weltgemeinschaft" war vor dem 27.6.1949 gegründet worden. Siehe Die Abendzeitung, München, vom 27.6.1949 und Protokoll der Besprechung Bruno Grönings mit Prof. Berndt, E. A. Schmidt u. a. am 11.7.1949 im Hause Hülsmann, Archiv Bruno Gröning Stiftung. Am 28.8.1949 wurde in Bielefeld sein Vorstand gewählt, Mitteilungen des "Ring der Freunde Bruno Grönings – Weltgemeinschaft" vom 1.9.1949, Archiv Bruno Gröning Stiftung. Kurz vor dem 28.9.1949 wurde er aufgelöst, Westfalenpost vom 29.9.1949.
[7] Von Bruno Gröning verfasster Lebenslauf vom 27.12.1956, Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[8] Am ersten Tag seines Aufenthalts in Bayern am 18.8.1949, war Bruno Gröning in München, Die Abendzeitung, München, vom 20.8.1949. Am Traberhof war er einige Tage vor dem 26.8.1949, Die Abendzeitung, München, vom 26.8.1949; Münchner Merkur vom 26.8.1949.
[9] Bruno Gröning hielt seinen letzten Vortrag im Plesskeller an der Innbrücke in Rosenheim am 17.10.1949, in dem er sich von den Hilfesuchenden verabschiedete, Protokoll des Vortrages, 17.10.1949, Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[10] Vernehmung Bruno Grönings durch die Kriminalpolizei Stuttgart am 1.2.1955, Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[11] Bruno Gröning in seiner Anklageerwiderung vom 26.4.1955 im Prozess 1955-1959, Staatsarchiv München, Akte der Staatsanwaltschaft 3178a.
[12] Wolfgang Hausmann, Der Große Prozess gegen Bruno Gröning 1955-1959, 2009, Grete Häusler GmbH, Köfering, S. 107.
[13] Eugen Enderlin in seiner polizeilichen Vernehmung vom 7.9.1950, Staatsarchiv München, Polizeidirektion München 15558 Blatt 82.
[14] Schreiben von Nikolaus Weinfurt, München, an den Bayerischen Rundfunk um den 20.10.1950 und Aussage des Xaver Strasser, Mamming bei Landau, die beide von 200 Hilfesuchenden täglich sprechen. Siehe Staatsarchiv München, Polizeidirektion München 15558, Blatt 129, 135-136 und Die Abendzeitung, München, vom 26.10.1950 (täglich 100-200 Patienten) sowie vom 9.11.1950 (täglich durchschnittlich 2000 DM).
[15] Protokoll der Polizei München vom 24.10.1950, Staatsarchiv München, Polizeidirektion München 15558, Blatt 76. 2.000 DM täglich x 20 Tage/mtl. x 3 Monate = 120.000 DM.
[16] Eigene Aussage von Eugen Enderlin im Gerichtsprotokoll vom 19.3.1953, Staatsarchiv München, Akte der Staatsanwaltschaft 3178a; Bruno Gröning im Vernehmungsprotokoll vom 11.6.1956, S.3, Staatsarchiv München, Akte der Staatsanwaltschaft 3178a; Strafanzeige des Polizeipräsidiums München vom 3.11.1950 gegen Eugen Enderlin, S.1, Staatsarchiv München, Polizeidirektion München 15 558, Blatt 133.
[17] Bruno Gröning in der polizeilichen Vernehmung am 11.6.1956 in Plochingen, Protokoll S.4, Staatsarchiv München, Akte der Staatsanwaltschaft 3178a; Bruno Gröning in seinem für den gerichtlichen Sachverständigen Prof. Jung, Freiburg, angefertigten Lebenslauf vom 27.12.1956  S.6, Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[18] Aussage der Frau Enderlin in der polizeilichen Vernehmung vom 24.2.1953, Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[19]Bruno Gröning in seinem eigenen Lebenslauf vom 18.6.1952, Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[20] Dazu auch Bruno Gröning in der polizeilichen Vernehmung in Plochingen vom 11.6.1956, Protokoll S.5, Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[21] Anny Freiin Ebner von Eschenbach, Miterlebtes in den Vorträgen in Gräfelfing, Archiv Bruno Gröning Stiftung; Die Abendzeitung, München, vom 4.3.1952; Schreiben der Landpolizei von Bayern an das Bayerische Innenministerium, Gesundheitsabteilung, vom 21.11.1950 über den Besuch eines Vortrages im Fremdenheim Weikersheim am 17.11.1950, Bayerisches Hauptstaatsarchiv, München, Bayerisches Ministerium des Inneren, vorl. Nr. 1597/ 02.
[22] Die Abendzeitung, München, vom 4.3.1952.
[23] Josette Gröning in: Neue Illustrierte vom 27.6.1965 S. 47.
[24] Schreiben Bruno Grönings an Rechtsanwalt Dr. Schwander Anfang 1956 S.3, 7; Schriftsatz Bruno Grönings im Arbeitsgerichtsprozess Stoltefuß-Hülsmann./.Gröning vor dem Arbeitsgericht München vom 20.3.1954 S.2; Josette Gröning in: Neue Illustrierte vom 27.6.1965, S.47.
[25] Prozess Stiegler-Sobotka./. Gröning vor dem Arbeitsgericht Herford -1 Ca 190/50-, Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[26] Munzinger-Archiv:
[27] Prozess Soltikow./.Gröning beim Landgericht München II – 2 O 417/50-, Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[28] Prozess Firma Kleine-Beeck ./.Hülsmann beim Landgericht Bielefeld – 4 C 2446/50-, Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[29] Schreiben der Landpolizei Fürstenfeldbruck an die Kriminalabteilung, Polizeipräsident München,vom 16.2.1953; das Urteil des Schöffengerichts München-Land vom 30.7.-1.8.1957 spricht von wöchentlich mindestens 1 Vortrag vor etwa 35-50 Personen, Staatsarchiv München, Akte der Staatsanwaltschaft 3178a.
[30] Polizeiliche Vernehmung Burkhard Einbecks am 23.2.1953, Staatsarchiv München, Akte der Staatsanwaltschaft 3178a und Polizeidirektion München 15558 Blatt 175-176.
[31] Polizeiliche Vernehmung der Frau Enderlin am 24.2.1953. Burkhard Einbeck spricht in seiner polizeilichen Vernehmung vom 23.2.1953 von täglich bis zu 20 DM Miete pro Person, beides Staatsarchiv München, Akte der Staatsanwaltschaft 3178a.
[32] Einladung vom 10.11.1953, Bayerisches Hauptstaatsarchiv, München, Bayerisches Ministerium des Inneren, vorl. Nr. M 1597/02.
[33]Siehe Anm. 32.
[34] Nach Bruno Grönings Aussage in der Generalversammlung des Gröning-Bundes am 26./27.10.1957 in Plochingen war die Mitgliederzahl von 1400 auf unter 1000 geschrumpft, Tonbandaufnahme dieser Generalversammlung, Archiv Bruno Gröning Stiftung. Nach dem Bericht von Erich Pelz als Kassenprüfer auf dieser Generalversammlung betrug die Mitgliederzahl am 30.9.1957 1.190 Mitglieder, schriftlicher Bericht über die Generalversammlung, S.2, Archiv Bruno Gröning Stiftung. Konstantin Weisser spricht im Schreiben an Dr. Gemassmer vom 4.2.1955 von 1.300 Mitgliedern, im Schreiben an Frau Kunze vom 2.9.1957 von 1.200 Mitgliedern, beides Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[35] Wolfgang Hausmann (Anm. 12) S.24, 68-69 mit Nachweisen der höchst- und obergerichtlichen Rechtsprechung.
[36] Schreiben der Deutschen Heilpraktikerschaft e. V. an das staatliche Gesundheitsamt Starnberg vom 29.7.1952 mit Durchschrift an das Bayerische Innenministerium, gegen Bruno Gröning Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Heilpraktikergesetz zu erstatten. Schreiben des Bayerischen Innenministeriums an die Regierung von Oberbayern vom 14.8.1952, gegen Gröning immer wieder Strafanzeige zu erstatten, wenn er seine Tätigkeit in bisheriger Weise fortsetze, Bayerisches Hauptstaatsarchiv, München, Bayerisches Ministerium des Inneren, vorl. Nr. M 1597/02 Blatt 140. Die polizeilichen Vernehmungen der Mitarbeiter und Kontaktpersonen Bruno Grönings begannen mit der Vernehmung Burkhard Einbecks am 23.2.1953 und Eugen und Helene Enderlins am 24.2.1953, beide Staatsarchiv München, Akte der Staatsanwaltschaft 3178a.
[37] 3-seitige Aktennotiz von E. A. Schmidt für Bruno Gröning vom 26.11.1953, Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[38] Aussagen von Josette Gröning und Burkhard Einbeck, zitiert in: Neue Illustrierte, 20.6.1965, S.69 und 27.6.1965, S.47.
[39] Mit dem Begriff "Grönium" bezeichnete Bruno Gröning in den Anfangsjahren seines Wirkens dritte Personen, auf die er die Symptome einer erkrankten Person übertrug und damit nach außen sichtbar machte.
[40] Vergleich Bruno Gröning mit Anneliese Stoltefuß-Hülsmann vom 14.5.1954, Archiv Bruno Gröning Stiftung
[41] Tonbandaufnahmen der Generalversammlung des Gröning-Bundes in Plochingen am 26./27.10.1957, Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[42] Heilungsberichte von Edmund und Klothilde Baur vom 30.4.1957, Archiv Bruno Gröning Stiftung; Dr. Horst Mann, Bruno Gröning - Sein Wort bannt die Krankheit, 2006, S. 43, 53 (Foto), Nachdruck der Veröffentlichungen aus DAS NEUE BLATT 1957 Nr. 16-28. Siehe auch die Aussage Edmund Baurs in der Gründungsversammlung des Gröning-Bundes im November 1953, Schreiben des Staatlichen Gesundheitsamtes Weilheim (Obb.) an die Regierung von Oberbayern vom 1.12.1953, Bayerisches Hauptstaatsarchiv, München, Bayerisches Ministerium des Inneren, vorl. Nr. M 1597/03.
[43]  Zum Hauskauf Tonbandaufnahmen Bruno Grönings vom 21.8.1958 und nach dem 30.4.1958 (genaues Datum unbekannt), Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[44] Schreiben des Finanzvorstandes des Gröning-Bundes Direktor Konstantin Weisser an Anny Ebner von Eschenbach vom 9.5.1955, Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[45] Josette Gröning, Drei Jahre mit Bruno Gröning. Die Taschenkalender 1956-1958, 2013.
[46] Informationsdienst des Gröning-Bundes, Folge 8, vom 1.3.1956, Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[47] Polizeiliche Vernehmung Bruno Grönings vom 6.2.1956, Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[48] Oberlandesgericht Karlsruhe, Urteil vom 22.3.1957-7 U 143/56, S.2, Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[49] Landesarbeitsgericht Stuttgart, Urteil vom 2.1.1957- IV Sa 88/56, Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[50] Antwortschreiben von Konstantin Weisser an Dorothee Ludewig vom 5.9.1957 auf deren Schreiben vom 30.8.1957 an ihn, beides Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[51] Die gesamte Generalversammlung wurde von Bruno Gröning auf Tonband aufgenommen, Tonbänder der Archiv Bruno Gröning Stiftung. Siehe auch den 5-seitigen schriftlichen Bericht über die Generalversammlung, Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[52] Unter der Bezeichnung "Gröning-Laboratorium" hatte der Kaufmann Rudolf Bachmann im Juni 1953 eine GmbH errichtet, die Heilmittel produzierte, die unter der Anleitung Bruno Grönings hergestellt worden waren.
[53] Josette Gröning in: Neue Illustrierte vom 27.6.1965, S. 48.
[54]Bruno Gröning auf der Generalversammlung des Gröning-Bundes vom 26./27.10.1957, Tonband, Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[55] Urteil des Landgerichts München II vom 16.1.1957, Staatsarchiv München, Akte der Staatsanwaltschaft 3178a.
[56] Revision vom 21.1.1958, Staatsarchiv München, Akte der Staatsanwaltschaft 3178a.
[57] Pelz auf der außerordentlichen Bundesversammlung am 21.9.1958 in Plochingen, Tonband Bruno Grönings, Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[58] Satzung des Gröning-Bundes, Murnau-Seehausen, vom 22.11.1953, § 5 (Beiträge), Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[59]Satzung des Vereins zur Förderung seelisch-geistiger und natürlicher Lebengrundlagen in Deutschland e. V., Schlossberg, Rosenheim, vom 4.5.1958, § 5a (Beiträge), Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[60] Schreiben Bruno Grönings als Präsident des Gröning-Bundes an die Freunde und Mitglieder des Gröning-Bundes vom 17.4.1955 ("Konto für Sonderspenden"). Informationsdienst des Gröning-Bundes von Oktober 1955 ("Spendenkästchen und Spendenbeiträge"). Mitteilung 1958/Nr.1 der Bundeskassenverwaltung des Gröning-Bundes, Erich Pelz, ("Spendenaktion"). Alles Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[61] Von Bruno Gröning besprochene Tonbänder nach dem 30.4.(genaues Datum unbekannt), vom 21.8., 5.10. und 19.11.1958, alle Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[62] Siehe Anm. 61.
[63] Strafanzeige Bruno Grönings gegen das Ehepaar Baur bei der Staatsanwaltschaft Esslingen am 23.4.1958 wegen Betrugs, Untreue und Unterschlagung, Archiv Bruno Gröning Stiftung. Von Bruno Gröning besprochene Tonbänder nach dem 30.4.(genaues Datum unbekannt), vom 21.8., 5.10. und 19.11.1958, alle Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[64] Bruno Gröning bei Kastorf in Springe am 6.10.1958 und sein Vortrag in Springe am  5.10.1958, vormittags, beides Tonbandaufnahmen Bruno Grönings, Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[65] Gespräche Bruno Grönings mit Pelz und Dorothee Ludewig in Plochingen am 23.11.1958, Tonbandaufnahme, Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[66] wie Anm. 65.
[67] wie Anm. 65.
[68] Vortrag Bruno Grönings in Springe am 5.10.1958, vormittags, Tonbandaufnahme, Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[69] wie Anm. 65.
[70] Schreiben von Josette Gröning an das Nachlassgericht Plochingen vom 2.9.1959, Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[71] Gespräch Bruno Grönings mit Pelz und Loy-Leute am 18.1.1959, Tonbandaufnahme, Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[72] Bruno Gröning in den Gesprächen mit Loy-Leute am 24.10.1958 und mit Pelz  am 23.11.1958, Tonbandaufnahme, Bruno Gröning Stiftung
.[73] Gespräch Bruno Grönings mit Pelz und Loy-Leute am 18.1.1959, Tonbandaufnahme, Archiv Bruno Gröning Stiftung.
[74] Staatsarchiv München, Akte der Staatsanwaltschaft 3178a.
[75] Staatsarchiv München, Akte der Staatsanwaltschaft 3178a. 






21.05.2014

Dass mein öffentliches Wirken ...
Bruno Gröning, 2.7.1950
Abschrift (PDF)

Dass mein öffentliches Wirken ab März 1949 viele Menschen in Erstaunen versetzte, ist mir klar. Viele fragten sich: Warum ist Gröning nicht schon früher aufgetaucht? Meine Antwort ist, dass ich ja schon 43 Jahre lebe und dass ich das, was ich jetzt öffentlich wirke, schon seit meiner Kindheit getan habe. Nur habe ich von jeher alles getan, um nicht in die Öffentlichkeit gezerrt zu werden. Ich hatte schon viel früher versucht, jeweils in einem kleinen Kreis, die Menschen dahin gehend aufzuklären, dass ich einen Menschen kenne, (ich sprach damals nicht davon, dass ich dies sei, sondern schob meine Fähigkeiten einem unbekannten Dritten zu) der, ohne Medizin erlernt zu haben, aus eigener Kraft, fast alle Krankheiten heilen könne. Meine Zuhörer hielten mich aber immer für einen Spinner, und nur ganz wenige haben mich damals verstehen können.


Von Zeit zu Zeit hatte ich die Gelegenheit, einen Kranken anzutreffen und diesem, ohne dass er etwas davon merkte, durch Worte, Berühren eines kranken Körperteiles oder Gliedes oder einem ihm von mir übergebenen Gegenstand, die Krankheit zu nehmen. Später merkte ich, dass ich zur gleichen Zeit nicht nur einem Einzelnen, sondern auch mehreren Kranken zu helfen imstande war und dass diese, sagen wir Behandlungsart, für mich gar nicht schwierig war.

In aller Stille arbeitete ich laufend weiter, und kaum einer meiner Versuche blieb erfolglos. Der kleine Kreis von Menschen, zu denen ich damals kam, war natürlich verblüfft und konnte es nicht fassen, was hier vor sich ging. Verstandesgemäß ist es auch nicht zu fassen.

Kranke, die Hilfe von mir erhalten hatten, erkannten und bezeugten die Tatsache, ohne eine Erklärung geben zu können. 

Die Zeit und mit ihr die Häufung der Heilungen machten mich zu einem „Groß-Sender“. Immer mehr Menschen empfingen die Heilwelle. Ich glaube, von mir aus behaupten zu können, dass jeder eine Empfangsstation für diese Welle besitzt, nur muss der Mensch wissen, was er empfangen will. Sicher gab es auch früher kleine Heilsender, nur waren sie meines Erachtens in ihrer Kraft beschränkt, wurden nicht entfaltet, sondern infolge ihrer Schwäche verdrängt und bauten auch ab.

Um mich kurz zu fassen, möchte ich vergleichsweise sagen, dass ich das Empfangsgerät beim Menschen ausfindig gemacht habe und imstande bin, den menschlichen Organismus sozusagen zu überholen. Für Menschen, die von mir geheilt wurden, ist dies eine Selbstverständlichkeit wie das Radio.

Ich sende auch eine Heilwelle ohne direkte Verbindung zum Kranken, d. h., ohne dass ich weiß, wo der oder die Kranken sich befinden. Dies beweisen meine Fern-heilungen. Denjenigen, denen von meinen Fernheilungen noch nichts bekannt ist, möchte ich kurz das Folgende darüber sagen:

Wenn ein Mensch als Bittsteller für einen Dritten, Kranken, zu mir kam, so habe ich nie nach dem Namen des Bittstellers oder des Kranken oder nach der Krankheit desselben gefragt. Es ist auch vollkommen gleichgültig, wo der Kranke wohnt. Ich habe vielmehr oder durch einen Dritten (Grönium) die Krankheit genau geschildert oder schildern lassen und ließ das geschilderte Krankheitsbild schriftlich festhalten. 

Aus Hunderten von mir gestellten Krankheitsbildern mir unbekannter Menschen ist mir nicht eines bekannt, das nicht bis in die Einzelheiten richtig gewesen wäre. In vielen Fällen habe ich anschließend die Heilung vorgenommen, ich habe dann jeweils gebeten, die genaue Uhrzeit der Heilung schriftlich festzuhalten. Ich erfuhr dann, dass die Wiedergesundung genau mit der von mir angegebenen Uhrzeit übereinstimmte, ohne dass viele Kranke zur Zeit der Heilung wussten, dass die Heilung, meinerseits vollzogen wurde.

Diese Einzelheilungen konnte ich aber nur ausführen, wenn ich über etwas Zeit verfügte. In den häufigsten Fällen war es so, dass ich den Bittsuchenden sagte: „Dieser Mensch war krank …“ oder „… hat die Krankheit gehabt …“ oder „… ist krank gewesen. Fahren oder gehen Sie nur nach Hause, Ihr Wunsch ist in Erfüllung ge-gangen.“

Nicht viel anders ist es bei den sogenannten Massen-Fernheilungen. Wenn Hunderte oder Tausende in meiner Abwesenheit auf mich warteten, so habe ich nie vergessen, einem meiner engsten Mitarbeiter den Auftrag zu geben, den Wartenden mitzuteilen, dass ich von Zeit zu Zeit Massen-Fernheilungen vornehmen werde. Den Zeitpunkt der Fernheilung gab ich dem jeweiligen Mitarbeiter in seinem Körper zu spüren, sodass er genau wusste, wenn er den Heilungssuchenden Mitteilung von der Massenheilung zu geben hatte. Speziell vom Traberhof liegen viele Heilberichte von Massenheilungen in meiner Abwesenheit vor, wo Gelähmte, Blinde, Stumme oder Taube gesundeten.

Damit will ich gesagt haben, dass es gar nicht notwendig ist, dass kranke Menschen zu mir geführt werden müssen, sondern dass sie überall, auch zu Hause, ihre Heilungen empfangen können.

Ich habe auch viele Fernheilungen per Telefon, ohne selbst mit dem Kranken gesprochen zu haben, ausgeführt. Nicht anders ist es, wenn ich mal über etwas Zeit verfügte, dass ich ab und zu den Brief eines Heilungssuchenden zur Hand nahm und denselben (um mit meinen Worten zu sprechen,) „angesprochen“ habe. Später stellte sich dann heraus, dass genau zum Zeitpunkt des Ansprechens des Briefes die Heilung vor sich ging.

Bemerken möchte ich zu all dem, dass die Heilwelle, genau wie die Rundfunkwelle, für jedes Menschenauge unsichtbar ist. Als Sender kann ich niemals den Menschen das Recht einräumen, von mir etwas zu verlangen.  Ich sende die Heilwelle, die auch der Kranke empfangen kann, auch ohne zu wissen, dass und was ich sende. Viele Menschen begehen den großen unverzeihlichen Fehler, indem sie sich zum Zeitpunkt, wo sie Heilung erwarten, zu sehr mit ihrer Krankheit oder dem körperlichen Schmerz beschäftigen, sich keine Minute davon freimachen können, um, wie ich bitte,  in sich hinein zu hören und meine Heilwelle empfangen. Es ist mir dann auch nicht zu jeder Zeit möglich, diese Menschen von ihrem Leiden zu befreien.

Richtig ist, wenn der Mensch nur seinen Körper beobachtet, für einige Minuten von seinem Leiden ablässt, auch gedanklich ruhig und konzentriert ist und still auf den Empfang der Heilwelle wartet. Auch braucht der Kranke sich nicht mit dem Gedanken zu beschäftigen, dass er zu mir gebracht werden muss.

Quelle:
FREIE ARBEITSGEMEINSCHAFT BRUNO GRÖNING (Hrsg.): Das Tor zum Weg (Stephanskirchen bei Rosenheim 1970) Nr. 06/07, S. 9-11






05.05.2014

FERNHEILUNGEN durch BRUNO GRÖNING

Oswald Eiflers Bericht über zwei von Grönings wunderbaren Fernheilungen: 

1.) Ein Passagierschiff, der Luxusdampfer einer großen Schifffahrtsgesellschaft, funkt in die stürmische Nacht hinaus. Nicht SOS-Rufe sind es, sondern die Worte: „Vater im Fieber – schwer erkrankt – bittet Gröning um Hilfe!“ Ein Ruf aus Tausenden von Kilometern Entfernung. Der Funker schaut in die schwarze Nacht hinaus und denkt über den Funkspruch nach, den er soeben durchgegeben hat. Dann erhebt er sich und betritt das Krankenzimmer, in dem der ihm befreundete Maschinist im Fieberwahn liegt. Er ist schwer krank, der Mann. 

Wenig später eilt der Mann, an den Funkspruch und Telegramm gerichtet sind, klopfenden, bangen Herzens durch die nächtlichen Straßen seines Heimatstädtchens. Sein Vater, den er nur einmal im Jahre sieht, weil dieser als Schiffsmaschinist alle Meere befährt, ist sterbenskrank ... 

Schweißtriefend betritt er das Zimmer des so viel geschmähten Bruno Gröning, bringt sein Anliegen vor, gibt ihm das Telegramm. Gröning nimmt es und zerknüllt es fast in seiner Rechten. Sein Blick ist dabei starr in wesenlose Fernen gerichtet. Dick treten die Adern an den Schläfen hervor. 

Dann: „Schreiben Sie auf: Zweiundzwanzig Uhr und zehn Minuten mitteleuropäischer Zeit, dazu das Datum. Das Weitere wollen wir abwarten.“ Mit diesen Worten entlässt Gröning den um das Leben seines Vaters bangenden Sohn. – Wenige Tage später läuft ein zweites Funktelegramm von hoher See ein. – „Meine Lieben! Der Hilferuf war nicht vergebens. Ich bin gerettet! Nach Aussagen des Schiffsarztes ging mein Fieber zweiundzwanzig Uhr fünfzehn plötzlich von 40 auf 37 Grad herunter. Bin nach schwerer Lungenentzündung auf dem Wege der Genesung.“ 

2.) Eine Menge Leute sind im Zimmer bei Gröning. Einer von ihnen sagt: „Ich habe in der Ostzone eine Schwester. Sie ist krank. Können Sie ihr helfen?“ – Diese Worte sind kurz und aufrichtig. Gröning versenkt sich. Wieder schwellen die Adern an seinen Schläfen an. Nach einer Weile sagt er: „Ihre Schwester ist groß und schlank. Eine Narbe auf der rechten Bauchseite zeugt von einer überstandenen Blinddarmoperation. Am Mittelfinger der linken Hand stimmt etwas nicht. Er ist sehr geschwollen.“ 

Da zieht der Fragesteller einen Brief hervor, in dem ihm die Schwester berichtet, dass sie sich eines Panaritiums (Fingerentzündung) wegen hatte schneiden lassen müssen.  Die Anwesenden sind erstaunt, ja bestürzt. 

And Thou Bethlehem
Nativitiy Story
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Sie fragen ihn, wie er seine Feststellungen über Hunderte von Kilometern hinweg habe machen können. Gröning lächelt und stellt eine Gegenfrage: „Habt ihr nichts gesehen?“ Die Frage wird verneint. 

Da erklärt Gröning: „Es ist bereits zwölf Uhr nachts. Die Schwester dieses Mannes schläft bereits. Ich habe ihren Astralkörper hierher gerufen. Er folgte mir, da er den Bruder in meiner Nähe erblickte. Ich sah ihn deutlich, ihr aber nicht. Der Astralkörper hat dieselbe Form wie der fleischliche Körper. Deshalb war es mir möglich, sein Aussehen zu beschreiben. Während des Tiefschlafes löst sich der Astralkörper vom fleischlichen Leib und bleibt mit ihm nur durch ein feines Fluidalband verbunden. Der Astralkörper kann sich Tausende von Kilometern vom schlafenden Leib entfernen und unter Umständen bis in höchste Regionen vordringen ...“ –


Quelle: Aus "Die okkulte Stimme", Februar 1955, 
mit freundlicher Genehmigung und zur Verfügung gestellt von der Bruno-Gröning-Stiftung




16.04.2014


Bruno Gröning über LOURDES


Und nun liebe Freunde, um Sie noch besser aufzuklären, hab ich Ihnen heute hier ein Tonband (mitgebracht), muss vorausschicken mit Störungen, will ich Ihnen hier vorspielen, weil nicht alle die Gelegenheit haben, das Fleckchen Erde, das Lourdes heißt, aufzusuchen. Leider ist die Aufnahme nicht so gut, ich habe das hier kopiert und es waren Störungen drin, die Störungen hört man wieder. Aber soviel ist schon zu hören, dass Sie etwas erfahren von dem, was auch dieses Menschenkind, das den Namen Bernadette trug, für Sie bedeutet. 

Einige von Ihnen werden diese Geschichte, was Sie als Geschichte bezeichnen, der Bernadette kennen. Möglich, dass Sie den Film gesehen. Ich weiß nicht wie es heißt. Das Lied der Bernadette. Und es gibt auch heute Bücher, es gibt sehr viele Bücher, denn in diesem Jahr war die 100-­Jahr-­Feier in Lourdes, das heißt, hundertjähriges Bestehen dahin gehend, als die Bernadette zum ersten die Muttergottes Mal gesehen und auch gehört hat. Und was daraus geworden ist, das können Sie jetzt hören und ich will Ihnen hernach weitere Aufklärung darüber geben. 

Wie aber dieses zustande gekommen sein mag, denn Bernadette war das ärmste Kind Frankreichs, so kann man sie bezeichnen und warum ist dieser das (geschehen), das heißt, dass sie die Muttergottes sehen und auch hören durfte?  Und dass sie einen Auftrag erhielt und diesen allein erfüllen durfte, wo sie doch keine hohe Schulbank gedrückt hat. Im Gegenteil, sie war auch kein Sprecher, sie hat nur die Wahrheit gesprochen, so wie's ihr gesagt und sie hat nur den Auftrag erfüllt. 

Und diesem Kind schenkte man damals keinen Glauben, man hat sie für verrückt er-­ klärt. Eine Vernehmung über die andere. Man wollte sie ins Irrenhaus einstecken bis hernach die Geistlichen auftauchten, die da dann sagten, wir nehmen sie zu uns hier ins Kloster. Auch daselbst hat sie keine guten blendenden Tage verlebt, im Gegenteil. Und diese Menschen haben sie nicht verstanden, auch daselbst wurde sie tyrannisiert. Es war ihr Schicksal, die Muttergottes selbst hat's ihr versprochen, dass es ihr hier auf dieser Erde nicht gut gehen wird, aber im Jenseits, drüben, daselbst wo Gott ist. 

Und sie verzagte nicht, sie klagte nicht, sie tat das, wie ihr befohlen, das, was auch sie ihren Nächsten schuldig ist. Sie war, sie ist und bleibt ein Werkzeug, was auch Sie in Wirklichkeit, in Wahrheit sind, von dem Sie gar nichts gewusst haben. Sie würden nicht so tapfer sein, sagen Sie nicht ja, ich sage nein. Noch können Sie nicht so tapfer sein, wie auch hier die Bernadette es war. Es ist schon viel für so ein Kind, dass das Kind sich diesen Menschen, die sie ausgesetzt war durchzusetzen gewusst. Sie hat weiter nichts als nur die Wahrheit gesprochen und das ist soweit alles. 

Wäre das nicht gut, wenn auch Sie jetzt zur Wahrheit stehen?

Und dass heute noch daselbst Menschen das Heil erfahren, aber niemals die Menschen, die unvorbereitet dort ankommen. Nur die, die sich darauf vorbereitet haben. Denn sie müssen es würdig sein, an diesem Platz, daselbst wo die Muttergottes erschienen ist in dem Fels, zu sein, um das Heil im Körper aufzunehmen. Unvorbereitet Freunde, bekommt's keiner.

 Es wäre mehr geschehen. Es ist viel geschehen und alles das müssen Menschen auch wirklich als Wunder bezeichnen, denn es sind Wunder für den Menschen, weil die Menschen ja nicht Gott selbst sind, sondern nur göttlich sind. Aber ich sage, es gibt kein Wunder, es gibt nur eines und das ist Gott selbst. Gott ist das Wunder, Gott kann all das, wir können nichts, ohne Ihn gar nichts. Kein Leben ohne Gott. 

[Es folgt ein Mitschnitt einer Schallplatte um das Geschehen in Lourdes]

Liebe Freunde, mit diesem glaube ich, Ihnen einen kleinen Ausschnitt von dem gegeben zu haben, wie Sie jetzt das Lourdes zu verstehen und dass Sie selbst auch heute, das heißt, jetzt wissen müssten, dass nicht nur in diesem Fall die kleine Bernadette sich ihres Hierseins, sich ihrer Mission, sich ihrer Berufung bewusst gewesen ist. Liebe Freunde, wie groß und mächtig das Krankheitsheer geworden ist, darüber können Sie sich leider noch kein Bild machen. 

Wenn Sie viele dieser Leiber, dieser Menschenleiber sehen würden, wie sie von dem Unheil erfasst, zersetzt, verstümmelt und dass diese Menschen größten Qualen ausgesetzt sind, dann würden auch Sie liebe Freunde ein ganz anderes besseres, größeres Verständnis dafür haben, warum die Zeit an Sie herangerückt, um den Menschen zu dem zurückzurufen, zu dem er gehört.

 Ich habe viel Not und Elend in diesem Erdenleben zu sehen erhalten. Ich habe gesehen, wie die Menschenleiber größte Qualen ausgesetzt gewesen und ich habe wahrgenommen, dass Menschen alles Mögliche versucht um diesen Menschen zu helfen. Meine Überzeugung geht dahin, dass selten ein Mensch dazu in der Lage gewesen ist, den einen oder den andern seiner Nächsten von diesem Übel zu befreien. Dieses alleine liegt nur daran, dass er, der Mensch nicht mehr glauben kann. Dass er hier seinen Beruf in den Vordergrund stellt. Und die andere Seite, die naseweise, Menschen die etwas gehört, noch nie etwas erlebt, sich nur wichtig tun wollen, indem sie ihren Nächsten anraten, doch dieses, das und jenes zu versuchen. Das wird immer zum Übel, liebe Freunde. Wenn Sie, so s ́e heute hier sein dürfen, das zu sehen erhielten und sich das zu Herzen nehmen, auch dann, werden Sie selbst zur Erkenntnis kommen, dass auch Sie hier in diesem Erdenleben eine Mission zu erfüllen haben. 

Sagen Sie nicht, nur ich bin dazu hier, denn ich weiß Sie schon zu führen, zu dem Sie, zu dem wir alle gehören, von dem ich nach hier gesandt worden bin. Ich bin mir meiner Mission, ich hab ́s schon oft gesagt, ich bin mir meiner Berufung, ich bin mir meines Hierseins, meines Erdenlebens bewusst. Und ich stehe immer wieder vor einer Frage, warum alle meine Mitmenschen dieses nicht mehr wissen?

 Aber auch das habe ich verstanden, weil sie ja nie den Weg gegangen, von dem ich überzeugt bin, den sie lange und immer hätten gehen müssen, weil sie nie dem folgten, dem sie zu folgen haben. Sie glaubten alle nur so dahin zu leben, wie ich zu Anfang schon sagte, dass Men-schen, die Ihnen mit auf den Weg gegeben, das sind die Vorfahren, die da so eingeprägt, dass sie so zu leben haben, wie auch sie gelebt. Es ist nicht einmal ein Stillstand, ich müsste dieses als Rückgang bezeichnen, so dass der Mensch nicht mal dazu übergehen konnte, um sich dahingehend zu entwickeln, wie Gott ihn dazu bestimmt hat. Dieses liebe Freunde, zu hören von Lourdes, ich weiß, dass auch Sie ergriffen sind. Leider, leider aber gibt auch da Menschen, wie ich schon sagte, die unvorbereitet dort hinkommen.

Abschrift Vortrag in Springe, 03.-06. Oktober 1958






Bruno Gröning mit einer Geheilten Frau
24.02.2014

Franz Huneke                                                     Ahlen (Westfal.), 
den 24.05.1949                                                                                                 

ERKLÄRUNG  
über eine Heilung aus dem Jahre 1949

 Im Jahre 1934 erkrankte meine Frau an Multiple Sklerose. Die Folge war eine fast vollkommene Lähmung der rechten Seite und teilweise auch links. Das Augenlicht wurde mit der Zeit immer schwächer, Sprachstörungen traten auf, der Mund verzog sich nach der einen Seite.  Ich habe seit dieser Zeit weder Kosten noch Mühen gescheut, um meiner Frau, Mutter von 3 Kindern, Heilung bzw. Linderung zu verschaffen. Ihr Zustand verschlechterte sich mit der Zeit immer mehr. Unter anderem ist meine Frau 1937 zehn Wochen in der Universitätsklinik Münster gewesen. Andere Spezialärzte habe ich zu Rate gezogen. 

Weiter habe ich die Dienste des Herrn Dr. Plate, Ahlen, regelmäßig in Anspruch genommen und vor einigen Wochen war ich bei Herrn Prof. Tönnissen-Langendreer, der mir als Kapazität für solche Fälle genannt wurde. Auch hier wurde mir erklärt, dass diese Krankheit, wenn sie auf physische Ursachen zurückzuführen ist, unheilbar sei. Damit war der letzte Rest meines Laien-Glaubens, dass meine Frau jemals wieder geheilt werden könnte, zerstört. Plötzlich hörte ich von den wunderbaren Heilungen eines Mannes namens Gröning in Herford. Wenn gleich ich von Natur aus sehr misstrauisch und skeptisch bin, wurden mir aus meinem Bekanntenkreis einige Fälle wirklicher Heilungen bekannt. 

Trotz meiner sonstigen Einstellung hielt ich es für meine Pflicht, auch diese Chance wenigstens zu versuchen. In Herford wurden wir nicht vorgelassen, weil irgendeine Stelle Herrn Gröning die Heilung unheilbar Kranker verboten hatte. Dennoch warteten wir den ganzen Tag, denn meine Frau hatte eigentümlicherweise von vornherein einen unerschütterlichen Glauben an einen Erfolg. Erst abends erschien Herr Gröning auf dem Balkon und unterhielt sich auf Wunsch der zahlreichen Anwesenden unverbindlich mit der Menge, wobei er es leider ablehnte, entgegen dem Verbot, sich mit der Heilung irgendeines der vielen Kranken zu beschäftigen, sondern er beantwortete nur eine allgemeine Frage. 

 Nach kurzer Zeit hatte meine Frau das Gefühl, sie könne ihren rechten Arm wieder heben, und siehe da – was ihr seit Jahren nicht mehr möglich war – sie konnte sich mit der rechten Hand auf den Kopf fassen. Plötzlich sagte sie: „Mein Gott, ich kann ja auch wieder sehen!“ Dann hob sie aus eigener Kraft beide Beine im Rollstuhl, was ihr vorher nicht möglich war. Sie sprach von einem „Kribbeln“ in den gelähmten Gliedern, der Mund hatte wieder eine ganz normale Stellung, ihre Sprache wurde wieder klarer und ihr Gesicht hatte ein ganz anderes Aussehen. Wie ist so etwas möglich? 
Wie würde ich es glauben, wenn ich es nicht selbst erlebt hätte? 

Das war am Montag, den 23. Mai 1949. Heute Morgen hat sich meine Frau nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder selbst kämmen können. Auch ihre Zehen, die seit 15 Jahren steif sind, hat sie heute erstmals wieder bewegen können. Wie sich die Sache weiter entwickelt, kann ich nicht wissen. Ich habe hier nur geschildert, was sich von gestern bis heute zugetragen hat. Aber eines kann ich sagen: Nun teile auch ich den Glauben meiner Frau, dass sie  wieder gesund wird. Ich bin schon heute Herrn Gröning zu tiefem Dank verpflichtet, und es war mir ein Bedürfnis, diese Schilderung abzugeben, wobei ich der Hoffnung Ausdruck gebe, dass sich die behördlichen Stellen entschließen, der uneigennützigen Tätigkeit des Herrn Gröning keine Schwierigkeiten mehr in den Weg zu legen. Meine Angaben können jeder zeit nachgeprüft werden.    

 Gez. Franz Huneke






Die Mission Bruno Grönings

Josette Gröning, 7.6.1959

Vortrag anlässlich einer spiritualistischen Tagung, München-Grünwald

Schon zu Lebzeiten ist in der Öffentlichkeit sehr oft ein wahrnehmbarer Streit um Bruno Gröning aufgetreten. Das Für und das Wider hat größere und kleinere Schatten im Bewusstsein der Menschen hinterlassen, sodass die Wenigsten erkennen konnten, wer er eigentlich in Wirklichkeit war.  Schatten kann man nicht so leicht wegwischen, nicht so leicht im gewaltlosen Sinne entfernen, da immer wieder das Für und Wider auftreten kann. Viele haben Bruno Gröning gut gekannt, doch die Wenigsten haben ihn innerlich erkannt. Sie wollten nur geheilt werden, und sie wären sofort zu jedem x-beliebigen neuen Heiler gegangen; hätten also den Heiler gewechselt und sich keine Herzgedanken darüber gemacht.

Dass die Menschen auf Heilung hoffen, ist gut, solange sie nicht an den Heilern hängen und von ihnen Lebenskraft absaugen. Sie können auch zu irgendeinem Heiler hingehen, aber sie sollen mit dem Herzen überlegen, dass durch jeden Heiler das "ES" hindurchfließt, die göttliche Kraft, die Kraft der Gesundheit, denn die Krankheit ist das Böse.

Bruno Gröning hat immer wieder betont, dass man die Gedanken nicht auf seinen Körper ausrichten soll, sondern auf das "ES", auf die göttliche Kraft, auf die Gesundheit und auf den Reichtum durch die Gesundheit. Gesundheit ist tatsächlich ein unbezahlbarer Reichtum, Gesundheit ist aber auch, wenn sie echt ist, die Allmacht Gottes, die sich in jedem einzelnen Menschen verwirklichen kann, wenn er sich ganz öffnet und das "ES" in sich aufnimmt.. Bruno Gröning war nicht im Sinne der wissenschaftlichen Anschauung gebildet wie etwa ein Professor oder ein Arzt. Er wollte es auch gar nicht sein, denn dann hätte er ja nicht die wirkliche und wahre Kraft Gottes demonstrieren können.

Viele kranke Menschen denken sich zu sehr in die Krankheiten hinein, sie halten gedanklich an ihrer Krankheit fest. Wie Bruno Gröning sagte: Sie sitzen auf der Krankheit. Sein Wirken und Handeln richtete sich in erster Linie darauf, die Menschen von ihren Gedanken über die Krankheit – also das Böse – abzubringen. Immer wieder betonte er, keine Angst oder Furcht zu haben, alle diese Gedanken halten die Krankheit – das Böse – fest, und die heilende göttliche Kraft kann von dem Hilfesuchenden nicht aufgenommen werden, kann sich in ihm nicht ausbreiten. Unbewusst schirmt sich der Mensch durch solche Gedanken gegen den Heilstrom ab. Um diesen möglichst stark empfangen zu können, ist es erforderlich, die Eigenstrahlungen, also alle eigenwilligen, selbstsüchtigen und störenden Gedanken, möglichst auszuschalten. Um der göttlichen Gnade teilhaftig zu werden, muss sich die Seele in dankbarer Gläubigkeit dem Göttlichen öffnen. Wir müssen werden wie die Kinder, um das göttliche Gut empfangen zu können. Nicht unmündig und ohne Verantwortung, sondern ohne Schuld, ohne Neid, Hass und ohne Begierde nach weltlicher Macht; irdischem Besitz und Genuss. Immer wieder finden wir bei Bruno Gröning die religiöse Forderung ausgesprochen, dass der Mensch sein ICH ausschalten und vergessen muss, dass nur in der gläubigen, dem Guten und Wahren zugewandten Seele das Göttliche zur Offenbarung kommen kann. Die Erfahrung hat in zahlreichen Fällen gezeigt, dass die Bescheidenen, die demütig und ehrfürchtig ihr Geschick und ihre Heilung der Fügung Gottes anheimstellen, den Heilstrom am stärksten empfingen und so die volle Heilung erlangten. Diejenigen jedoch, welche stolz, selbstbewusst und fordernd die Heilung verlangten, verhinderten durch den selbstsüchtigen Willen das Einströmen der höheren Kraft und konnten nur in geringem Grade oder überhaupt nicht ihre Heilung erreichen. Im Hinblick auf diese Wichtigkeit des Gemütszustandes sind die Worte Bruno Grönings zu verstehen, wenn er immer wieder sagte: "Nicht verlangen, sondern erlangen."

Bruno Gröning konnte und durfte natürlich nicht alles sagen, was er wusste, denn er sprach zu Menschen aller Bevölkerungskreise, auch zu ganz einfachen Menschen, und diese konnten ihn nur mithilfe der einfachen Sprache verstehen, nämlich mit der Sprache des Herzens. Er war ein Wegweiser. Wenn er ihnen dann irgendwelche Gleichnisse vor Augen führte, so konnte es durchaus vorkommen, dass diese Bilder von anderen manchmal als "unlogisch" bezeichnet worden sind. Meistens waren es diejenigen, die glaubten, hocherhaben über dem Wissen von Bruno Gröning zu stehen, also intellektuell Verbildete. Solche, die mehr vom Akademikergeist als vom Gottesgeist erfüllt waren und natürlich in allererster Linie die offensichtlichen Feinde. Er hatte genug von dieser Sorte während seines Wirkens zu überwinden. Er hatte Freund und Feinde.

Manchmal traten auch – während er viel zu tun hatte und tun musste – Menschen an seine Seite, die ihm angeblich beistehen wollten, auch sogenannte "Manager", die von Organisationsgedanken beherrscht waren. Sie wurden größtenteils auch von Gedanken nach Geld und Erfolg angezogen. Sie befanden sich also bereits während ihrer Annäherung in einem völlig falschen Fahrwasser. Da aber Bruno Gröning niemanden gegenüber gewaltsame Entscheidungen traf, sondern gewaltlos handelte, Geduld ausstrahlte, wies er sie nicht von sich, sondern versuchte immer und immer wieder, auch diese Menschen durch sein Beispiel und Wirken auf den richtigen Weg zu bringen. So ging er seinen Weg, den Weg seiner Mission, kranken Menschen zu helfen. Dieses Ziel stand immer im Vordergrund. Bruno Gröning konnte auch Menschen entlarven auf eine gewaltlose Art, die aber trotzdem Wirkung erzeugte, sodass sich manche feindlich gegen ihn wandten. Menschen können eben die Wahrheit nicht oder nur sehr schwer ertragen, sie wollen der Wahrheit ausweichen, sie wollen den breiten Weg gehen und nicht den schmalen Weg des Dienens, mancher Entsagung, der Geduld, der Güte, der Barmherzigkeit, der göttlichen Liebe und des immerwährenden Helfen-Wollens.

Während also Bruno Gröning stets für die Menschen da sein wollte, wurde ihm viel Unrecht zugefügt. Der Neid gegen ihn war unermesslich groß. Die Zeitungen brachten große Berichte gegen ihn, andere schrieben für ihn. Beim Auftauchen falscher Berichte schwieg er und übte auch keine Gewalt aus. Seine Duldsamkeit war bewundernswert. Er erfüllte seine Mission, indem er den Menschen half bis kurz vor seinem Tod. Er wusste genau, wann seine Zeit abgelaufen war. Und es geschahen noch fast bis zum Schluss Wunder, die doch keine Wunder sind.

In der Presse wurde berichtet z. B., dass er infolge eines Halskrebses gestorben wäre. Es wurde noch viel mehr behauptet, aber nur nicht das Richtige. In Wirklichkeit hat es sich so verhalten: Bruno Gröning hat bis zu seiner letzten Stunde die Leiden, die Krankheiten, die Beschwernisse und auch die Sünden und Schulden anderer Menschen getragen. Sein Weg war ein Weg der irdischen Kreuzigung. Aber er sprach allgemein nicht darüber. Er sagte zu den Kranken: "Gib mir deine Krankheit." Und er sprach dabei von scheinbar belanglosen Dingen, um die Konzentration der Menschen von ihm abzulenken, damit er ihnen die Krankheit abnehmen konnte.

Er trug also im echt christlichen Sinne einen großen Teil der Finsternis, die sich in der krankheitsdurchseuchten Welt ausgebreitet hat. Sein Kropf war kein Kropf im üblichen Sinne, sondern eine Anreicherung von starken Heilkräften. Er hat sich niemals einer Kropfoperation unterzogen. Er diente als Heiler der Menschen, und deshalb ist es falsch, wenn behauptet wird, dass er an einem wirklichen Krebs gestorben ist. Das, was er von den anderen aufgenommen und getragen hat, hat eine Veränderung in seinem Organismus bewirkt, es erzeugte eine innerliche Verbrennung. Dieser Zustand machte selbst die Ärzte sprachlos, denn er hatte keine Schmerzen, konnte essen, Vorträge halten. Man merkte ihm überhaupt nichts an, in einer Zeit, in der die Ärzte ihn bereits als einen todkranken Menschen bezeichneten. Diese Ärzte waren seit langen Jahren Bruno Grönings Freunde. Und diesen beiden Pariser Freunden gestattete er, ihn zu untersuchen, um dokumentarische Unterlagen über seinen wirklichen Zustand der Welt zu hinterlassen. Diese Dokumente befinden sich in meinem Besitz. Nur die letzten drei Tage vor seinem Heimgang war Bruno Gröning bettlägerig, und er ging vollkommen ruhig und kampflos in die Ewigkeit über. Das geschah gerade in dem Augenblick, wo es den Menschen offenbar gelungen wäre, ihn an der Erfüllung seines göttlichen Auftrages zu hindern. Am 22. Januar 1959, vier Tage vor seinem Heimgang, wurde in München der für Bruno Gröning lebenswichtige Prozess zu Ende geführt. Der Staatsanwalt verlangte wiederum die Gefängnisstrafe.

Es ist heute bereits feststellbar, dass die göttliche Kraft, die er erneut auf die Erde hereingetragen hat, der er wiederum die Türe öffnete – er sagte oft: "Diese Kraft und Lehre ist nicht neu, sie ist uralt" –, im verstärkten Maße weiterwirkt. Diese Kraft ist nicht schwächer geworden, denn es gibt ja ein Weiterleben nach dem Tod. Wenn Bruno Gröning auch leiblich nicht mehr unter den Menschen weilt, so im verstärkten Maße seelisch und geistig, als Diener der Gesundheit, als Diener Gottes, als Vermittler der göttlichen, heilenden Kraft. Es ist also nicht notwendig, ihn unbedingt leiblich zu sehen, denn wenn man sich auf Gott, auf die göttliche Heilkraft, einstellt, so kann Bruno Gröning als Diener weiterhin diese Kraft, und zwar noch viel stärker, den Freunden und auch den Unbekannten zukommen lassen!

Die Menschen sollen sich also auf den göttlichen Strom einstellen. Sie sollen ihn in ihr Herz aufnehmen, Bruno Gröning wird einer der unsichtbaren Helfer und Vermittler sein. Aus dem himmlischen Tor wird man Gottes Hilfe immer stärker wahrnehmen dürfen.

Das Werk Bruno Grönings wird selbstverständlich weiter geführt. Am Pfingstmontag wurde die "Freie Arbeitsgemeinschaft Bruno Gröning"[1] gegründet. Sie soll einer gewissenhaften Auswertung der Erlebnisse mit Bruno Gröning dienen, und außerdem weitere wichtige Wege vorbereiten. Das, was einmal begonnen worden ist, muss nun in neuer Form den Menschen in Wort und Schrift nahegebracht werden. Bruno Gröning soll nicht als Scharlatan in die Geschichte eingehen, sondern als geistiger Heiler. Wer mithelfen will und mit der göttlichen Lehre, die uns Bruno Gröning vermittelt hat und weiterhin vermitteln wird, in Verbindung bleiben oder kommen will, möge sich an die Geschäftsstelle der "Freien Arbeitsgemeinschaft Bruno Gröning" wenden. Die Arbeit geht weiter unter dem Leitwort, das Bruno Gröning immer wieder hervorgehoben hat:

"VERTRAUE UND GLAUBE
ES HILFT – ES HEILT – DIE GÖTTLICHE KRAFT"


[1] Die Freie Arbeitsgemeinschaft Bruno Gröning wurde am 18.5.1959 auf Initiative von Erich Bavay gegründet. Die Vereinigung sollte als Alternative zum Verein zur Förderung seelisch-geistiger und natürlicher Lebensgrundlagen in Deutschland e. V. dienen. Heute existiert die Freie Arbeitsgemeinschaft nicht mehr.


Quelle:
Archiv Bruno Gröning Stiftung













26.01.2014


Zum Heimgang Bruno Grönings

Anneliese Bollack, 1978
Abschrift (PDF)


Hinweis
Die Schreibweise wurde an die Richtlinien der aktuellen Rechtschreibung angepasst. Die Groß- und Kleinschreibung wurde wie im Original vorgenommen.


Meine lieben Freunde!

Da mir das Geschehen um den Heimgang unseres Freundes und Lehrmeisters Bruno Gröning auch heute noch unbegreiflich ist, habe ich davon noch nie geschrieben. Vielleicht ging es anderen Freunden genauso. Trotzdem glaube ich, dass wir die Pflicht haben, darüber zu berichten. Wenn wir auch heute noch nicht verstehen, was damals vor sich ging, so können die nach uns kommen, es vielleicht verstehen.

Es war am 26. Januar 1959. Mittags um 13.00 Uhr fing es bei mir an. Auf einmal konnte ich nicht mehr sitzen. Am ganzen Körper bekam ich Schmerzen. Ich habe alles getan, um sie loszuwerden, was ich gelernt hatte in den Jahren zuvor. Wie man aus meinen Berichten weiß, hat sich bei mir die Unordnung nur im Kopf abgespielt. Am Körper hatte ich nichts gehabt, der war immer frei gewesen. Nun, an diesem 
26. Januar, tat mir der ganze Körper weh, nur nicht der Kopf. Die Schmerzen strahlten von den Nieren aus und gingen über den ganzen Körper. In meiner Not ging ich ins Bett, aber auch das half nichts.

Ich konnte nicht liegen, sitzen und auch nicht stehen. So hüpfte ich im Bett herum wie eine Wahnsinnige. Mein Mann weiß, dass ich schon was aushalten kann. Als er nun meine Not sah, kam er ans Bett und nahm meine Hand. Das gab mir Kraft und Ruhe, und ich schilderte ihm, was ich habe und dass ich das nicht verstehen kann. Kurz vor 14.00 Uhr fiel alles von mir ab, und ich war wieder ganz frei, konnte aufstehen und meine Arbeit tun. Es ließ mir aber doch keine Ruhe, denn ich verstand nicht, was da geschehen war, und so nahm ich mir vor, zu meiner damaligen Gemeinschaftsleiterin Frau Puchalka zu gehen und ihr das zu schildern. Vielleicht hatte sie eine Erklärung dafür.

Am 27.1.1959 ging ich dann so um 2 Uhr zu ihr. Ich erzählte, was ich am Tag vorher erlebte. Sie sagte: „Stell dir vor Anneliese, ich hatte um die gleiche Zeit auch ein Erlebnis mit Bruno.“ Sie war mit Herrn Gröning auch privat befreundet und hatte viel mehr menschlichen Kontakt zu ihm denn ich. Sie besuchte ihn oft in seinem Haus in Plochingen und war auch viel mit ihm auf Reisen. Dies muss man wissen, um das Erlebnis zu verstehen. Sie erzählte: So kurz nach 1 Uhr hätte sie sich auf die Couch gelegt und darüber nachgedacht, was für Blumen sie kaufen sollte, wenn sie wieder zu Herrn Gröning fahren würde. Sie sei wahrscheinlich darüber eingeschlafen, und auf einmal hörte sie die Stimme von Bruno, der sagte: „Zur Begrüßung Mimosen und dann blaue und rote Nelken.“ Bruno sei immer größer geworden und immer weiter weggegangen, bis er ganz oben an der Decke war; da hätte er den Finger gehoben und ihr damit zugewinkt, wie man es bei einem Kind macht, zu dem man sagen will: Pass auf, tue es nicht! Und dann sei er weg gewesen und sie sei aufgewacht, und da war es 1/4 vor 2 Uhr. Wir wunderten uns noch über die blauen Nelken, keiner von uns hatte bis dahin je blaue Nelken gesehen.

Ich habe dann noch etwas gemeckert, denn ich fand ihr Erlebnis viel schöner als meines. Wer hat schon gern rasende Schmerzen? Bruno sehen und ihn sprechen hören, das ist eine andere Sache, das hätte ich auch gern erlebt. Frau Puchalka machte es aber sehr zu schaffen, dass er den Finger gehoben hat und was er wohl damit meinte.

Sie zeigte mir einen Artikel in der Bildzeitung, in dem stand, dass Bruno in einem Krankenhaus in Paris sei. Wir beide haben das aber nicht geglaubt. Frau Puchalka war an Weihnachten noch bei Herrn Gröning in der Wohnung gewesen, und bei uns war er noch im November und hat Vortrag gehalten. So glaubten wir kein Wort.

Auf einmal ging das Telefon. Dies stand im Arbeitszimmer, und Frau Puchalka ging herüber. Auf einmal hörte ich, dass sie mit Frau Gröning sprach. Da bin ich sofort rüber, denn ich dachte, wir hören was von Bruno. So war es auch. Die Begrüßung war von Frau Puchalkas Seite voller Freude, als ich aber in die Tür trat, sah ich sofort an ihrem Gesicht, das ohne Farbe war und ganz lang und schmal wurde: Da stimmt was nicht. Sie fing dann auch an, zu weinen. Das Gespräch war nur kurz. Ich führte sie zurück ins Wohnzimmer, und da erzählte sie mir dann: Frau Gröning hätte sie aus Paris angerufen, um ihr mitzuteilen, dass Bruno Gröning gestern mittag um 3/4 2 Uhr heimgegangen sei. Sie wolle nicht, dass Doris dies aus den Zeitungen erfahren soll, deshalb ihr Anruf. Nur wer weiß, was uns Bruno Gröning war, kann erfassen, was das für uns bedeutet hat. Ich konnte das nicht fassen. Wohl hatte ich es verstanden, aber noch nicht begriffen. Auch hatte ich alle Hände voll zu tun mit Frau Puchalka. Für mich war das auch viel einfacher, meine Verbindung war mit kurzen Ausnahmen auf das geistige Gebiet verlagert, und das ging weiter, da gab es keine Trennung, das hatte ich von ihm gelernt, und daran glaubte ich, und das gab mir Halt. Was nach diesem Anruf geschah, kann man nicht schildern. Später versinkt Wissen darüber, und es erscheint einem traumhaft. Meine Erinnerung setzt da wieder ein, als Frau Puchalka sagte: „Ich bin so froh, dass du bei mir bist. Eigentlich ist doch heute gar nicht unser Tag, und es ist das erste Mal, dass du außer der Reihe gekommen bist.“ Da stellten wir dann fest, unsere Erlebnisse waren genau zu der Zeit vor Brunos Heimgang.

 Wir erkannten: Diese Erlebnisse hatten einen Sinn; nur welchen Sinn sie hatten, erkannten wir leider nicht.

Zur Trauerfeier fuhren wir nach Plochingen. Doris kam an mit roten und blauen Nelken. Ich war sprachlos. Sie erklärte mir, sie sei in den Blumenladen gegangen, und da hätte sie blaue Nelken gesehen. Die Verkäuferin hätte ihr erklärt, das sei eine neue Züchtung.

So hätte sie für Frau Gröning Mimosen gekauft und für Bruno blaue und rote Nelken, wie er es sich gewünscht hätte. Alle waren über diese blauen Nelken erstaunt und noch mehr, als sie hörten, dass Bruno Gröning das gesagt hat. Ich schilderte den Freunden auch mein Erlebnis, das wohl nicht schön, aber auch bedeutungsvoll war, da es in der Stunde vor dem Heimgang von Bruno Gröning geschah und es der eigentliche Anstoß war, dass ich bei meiner Freundin und Gemeinschaftsleiterin Doris Puchalka war, als sie die Nachricht von seinem Heimgang erhielt. Da schilderte jeder Freund sein Erlebnis. Jeder hat in der Stunde vor seinem Heimgang etwas erlebt. Jeder was anderes. Uns wurde klar, seine Worte „Ich bin hier und überall zugleich“ sind Wahrheit.

So kann ich mich noch erinnern, dass Frau Anny Ebner von Eschenbach damals auch ein Erlebnis hatte. Nach der Trauerfeier in der Kirche sind wir dann mit der Urne auf den Friedhof gefahren. Dort sagte Anny Ebner von Eschenbach, dass Bruno uns sagen ließe, er sei auch weiterhin bei uns, mehr denn je, und es ginge alles weiter. Vielleicht erinnern sich Freunde noch daran, die auch dabei waren. Sie hat uns dann noch geschildert im engen Freundeskreis, wie sie zu dieser Botschaft für uns kam. Nur halte ich mich nicht für berechtigt, dies hier zu schildern. Frau Gröning hat uns später bei einem Gespräch gesagt, dass bei fast allen Freunden Ungewöhnliches geschehen ist in der Stunde vor Bruno Grönings Heimgang.


Bruno Gröning with Anneliese Bollack at his home in Plochingen, Germany
Was sagt Bruno Gröning selbst zu seinem Heimgang?

An diesen meinen von Gott gegebenen Körper bin ich gebunden. Wenn ich ihn eines Tages verlasse, wird das die schönste Stunde meines Lebens sein, denn dann bin ich frei und hier und überall zugleich.“

In Mannheim hat er über dieses Thema nur einmal einen Vortrag gehalten, Ich war damals schon gesund, und so hab ich sehr aufmerksam gehört. Auch hier war ein Umlernen und Umdenken nötig. Das fing schon bei der Geburt an. Er sagte: „Wenn ein Mensch geboren wird, dann freuen sich die Menschen, umgekehrt wäre richtiger. Sie würden weinen, wenn er kommt und sich freuen, wenn er heim darf.“ 
Aber er zeigte Verständnis und sagte: „Wir wissen es nicht besser. Dann geht es los nach der Geburt. Die Oma und Opa stiften ein Sparbuch. Der Vater bestimmt gleich die Schule und Beruf, und jeder macht Pläne, dabei wisse doch keiner, was diesem Menschenkind von Gott bestimmt ist. Das Einzige, was Menschen l00%-ig wissen, wenn einer geboren wird, davon wollen sie nichts wissen, das schieben sie zur Seite, davon wird nicht gesprochen und auch nicht zur Kenntnis genommen. Das Einzige, was man wirklich mit Bestimmtheit weiß von diesem Kind, sei, dass es eines Tages diese Erde wieder verlassen muss. Er geht wieder heim. Man nennt das Tod. Dies sei aber nicht so, sondern, was man Tod nenne, sei nur ein Durchgang. Aber auch das wüssten wir nicht mehr. Bruno Gröning sagte, er wüsste, wann er von dieser Erde gehe, und er könne es aufschreiben und in einem Tresor hinterlegen. Er sehe aber keinen Sinn darin, dies zu tun.

Wir wüssten nicht den Tag und die Stunde, und das sei auch gut für uns. Er könne das tragen, weil er doch etwas mehr wisse als wir. Nicht viel, aber doch ein winziges bisschen mehr. Er sagte uns noch: Manch einer wird dort das Staunen lernen, der sich hier so viel auf sein Wissen einbildet. Mancher, der hier Macht hat, ist dort drüben nicht viel, und mancher, der hier Menschen belehrt, sitzt dort auf der Schulbank und wird selbst belehrt.

Welch ein Glück für jedes Menschenkind, wenn es hier schon beginnen darf, hier schon lernen darf, das Geistige zu begreifen und zu erkennen. Man kann nur jeden beglückwünschen, der beginnt und auch weitergeht auf diesem Weg, egal, welchen Stand er hier hat. Ich danke Gott, dass ich Bruno Gröning und seine Lehre kennen lernen durfte. Sie hat mir viel Wissen, Erkenntnis und Glück gebracht.

Er sagte uns in diesem Vortrag noch: 

Wir müssten uns wieder besinnen, wer wir sind, wieder das tun, was Gott für uns bestimmt hat, warum uns Gott dieses Erdenleben gegeben hat und warum er uns dazu diesen unsern herrlichen Körper gegeben hat. Wir müssten wieder lernen, auf dieses göttliche Geschenk zu achten und ihn richtig führen, uns wieder besinnen, wer wir sind, uns voll dem zuwenden, zu dem wir gehören, uns wieder in die göttliche Führung begeben, wieder Gott vertrauen, dann würden wir auch eines Tages das Wissen erhalten, wohin wir gehören und keine Angst mehr haben vor dem Tod. Wir wüssten dann wieder, dass wir heimgehen und dann frei sind.

Ja, liebe Freunde, an diese seine Worte in diesem Vortrag habe ich schon oft denken müssen, immer wenn es hieß, von einem guten Freund, Verwandten oder lieben Bekannten Abschied zu nehmen. Vor allem habe ich mir alles in Erinnerung gerufen, als er mit seinem Körper von uns ging.

„Ich bin hier und überall zugleich!“ An diese seine Worte habe ich mich geklammert. Darauf habe ich vertraut und auch gebaut. Ich sagte mir: Wenn ich jetzt rufe, ist er immer gleich da. Ich tat es, und es stimmte.

Anneliese Bollack 1978
Bitte lesen Sie Fortsetzung auf www.bruno-groening-stiftung.org









01.01.2014

Ein frohes, gesundes und glückliches neues Jahr 2014 wünschen wir  allen Deutschen Freunden von ganzem Herzen. 

Atmosphere
Kenio Fuke
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Unaufhörlich fließende Heilkraft
-ud, 1960


Kurz nach der Heimkehr Bruno Grönings in das Lichtreich, aus dem er einst gekommen war, besuchten wir Frau Josette Gröning in ihrem Heim (das heute nicht mehr besteht). Am Eingang der Diele schaute uns ein lebensnahes Porträt des Verstorbenen an, und wir fühlten sofort ein eigenartiges Fluidum im gesamten Raum; eine Schwingung, die unseren Mund verschloss – aber das Innere öffnete für all das, was im Unsichtbaren geschah.

Es geschah sehr viel!

Wohl dem, der Augen hat zu sehen – innere Augen!

Man darf nicht darüber sprechen. Es könnten sonst wieder falsche Gerüchte entstehen; das gefräßige Medusenhaupt der Presse könnte wieder neue Nahrung bekommen, die sich in seinem Rachen in giftige Bestandteile umwandeln würde … 
Aber wir durften die Schwingung aufnehmen!

Und wir fühlten mehr als in irgendeiner anderen Wohnung, viel mehr!Da standen wir vor seinem Sessel. Alles befand sich noch so, wie es zu Lebzeiten immer gewesen war. 

Eine blaue Jacke Grönings hing wie zufällig über der Lehne, auf dem kleinen Tischchen daneben lag die Brille, die Uhr und eine goldene Kette mit einem kleinen Kreuz, das er stets bei sich getragen hatte. Ein kleines Kreuz – neben einem unsichtbaren großen Kreuz, das auf seinen Schultern ruhte – das schwere Kreuz der vielen Krankheiten der Menschen, an dessen Balken noch zusätzlich die Bleigewichte der Verfolgung, Lächerlichmachung und Herabziehung durch eine gesteuerte Presse, der Anklagen sowie der gehässigen Machenschaften seiner ärztlichen und anders gearteten Gegner hingen.

Ein schwarzes Band hatte Frau Josette Gröning über den Sessel gespannt, zum Zeichen der Trauer und damit sich niemand in diesen Sessel setzen sollte.Im Raum sah man Blumen in mehreren Vasen aufgestellt – sie waren nicht verwest, nicht verfault, seit vielen, vielen Wochen! Sie behielten einen Großteil ihrer Farbe, die Blütenblätter fielen nicht ab, sie fühlten sich fast wie Strohblumen an nach dem Eintrocknungsprozess – und dennoch brachten sie etwas Lebendiges zum Ausdruck! Das Wasser, in dem sie standen, war völlig klar und ohne Geruch!

Ein neues Wunder! Und doch kein Wunder – denn es ist nur ein Beweis für den ständig weiter wirkenden Einstrahlungsbereich der göttlichen Heilkraft!Wir hatten diesen Beweis später unzählige Male erlebt, als wir Frau Gröning noch oft besuchten. Dabei brachten wir stets selbst Blumen mit und wieder und wieder bestätigte sich dies vor unseren Augen; auch dann, als Frau Gröning nicht mehr in ihrer ehemaligen Wohnung in Plochingen-Stumpenhof lebte.

Ein schönes Beispiel für jene, die sagen, Bruno Gröning „existiere nicht mehr“, was sollen wir uns mit ihm noch beschäftigen! Dabei brauchten sie sich nur im unpersönlichen Sinne auf die Heilkraft, auf das wunderbare „ES“ einzustellen und sie würden wieder mit diesem guten Helfer in unmittelbaren Kontakt gelangen.

Es kommt also immer auf die innere Einstellung an, auf die undogmatische und nicht fanatisch ausgerichtete Haltung, in liebevoller Bereitschaft GOTTES Heilströme in sich aufzunehmen. Wer sich so innerlich aufschließt, wird immer den unmittelbaren Weg zu einem jenseitigen Freund und Helfer finden. Es wird dann heißen, dein Glaube hat dir geholfen!

Es könnten noch mehr Wunder geschehen an diesem Sessel, der „angesprochen“ ist von der göttlichen Heilkraft. Es geschähen Heilungen von vielen, vielen kranken Menschen!

Aber Bruno Gröning will keinen „Rummel“ mehr. Er hat den Menschen ja den Weg gezeigt, wie sie sich auch ohne ihn auf GOTT einstellen können. Der vorliegende Bericht ist ein Beweis dafür. Später wird der Sessel neben anderen Dingen in einer Bruno-Gröning-Gedenkstätte stehen, die zu einem späteren Zeitpunkt errichtet werden soll.

PARACELSUS hat unter anderem in seinen Schriften darauf hingewiesen, dass man solche Strahlungsörter „reine Örter“ nennen muss, da ja das Lebenswasser, eben die geistig-seelische Strahlung, als Heilkraft von oben her ständig nachfließt, unaufhörlich, bis in alle Ewigkeit!

-ud Quelle:
Josette Gröning (Hrsg.): Der geistig-seelische Heiler (Denkendorf bei Plochingen/Neckar 1960) Nr. 4, S. 53-54

29.09.13

BUCH-TIPP:


Josette Gröning: 

Drei Jahre mit Bruno Gröning

VORBESTELLUNG

Die Taschenkalender 1956 - 1958
Bruno Gröning Stiftung, Pfinzweiler, vorauss. Dezember 2013
ca. 450 Seiten, 200 Abbildungen, Hardcover
29,90 € (zzgl. Versandkosten)

Mehr als 50 Jahre nach Bruno Grönings Tod im Januar 1959, hat die Bruno Gröning Stiftung von Josette Montesinos (ehem. Gröning), seiner zweiten Ehefrau, die Rechte erhalten, um ihre tagebuchartigen Notizen zu veröffentlichen, die sie während der drei letzten Lebensjahre von Deutschlands bedeutendstem Geistheiler angefertigt hat - die drei Taschenkalender von 1956, 1957 und 1958. Eine einzigartige Fülle an Informationen. Zu fast jedem Tag ist eine Vielzahl von Angaben zu finden: Wo hat sich Bruno Gröning aufgehalten? Mit wem hat er sich getroffen? Was genau hat er getan? Das einmalige historische Zeitdokument vermittelt einen detailreichen Einblick in das Leben eines großen spirituellen Menschen.

  • Lesebuch, Nachschlagewerk und Bildband in einem
  • 200 Fotos, viele davon in Farbe, mit Angaben zu Datum und Ort der Aufnahmen
  • Bildunterschriften mit den Namen der abgebildeten Personen
  • Ortsregister mit mehr als 100 Einträgen
  • Personenregister mit mehr als 200 Einträgen
  • Zwei Aufsätze von Josette Gröning

Bitte beachten:
Das Buch "Drei Jahre mit Bruno Gröning - Die Taschenkalender 1956 - 1958" von Josette Gröning wird voraussichtlich im Dezember 2013 erscheinen. Um die Produktionskosten für dieses Projekt, das noch nicht vollständig finanziert ist, aufbringen zu können, bitten wir Sie um Ihre Unterstützung: Wenn Sie das Buch bereits jetzt kostenpflichtig vorbestellen, helfen Sie uns dabei, die für die Buchproduktion benötigten Mittel zusammenzutragen.

Die Auslieferung wird dann umgehend nach Fertigstellung erfolgen. Geplanter Erscheinungstermin: Dezember 2013.


Bestellen Sie bitte hier:






24.08.2013

LEBEN und LEHRE Bruno Grönings

in gesprochener Form. Dieses Video wurde in gemeinschaftlicher Arbeit mit unseren Canadischen Freunden erstellt. VIELEN DANK!

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Bruno Groening's Teaching German 2013
Liebe Freunde, Dieses Video handelt von der Lehre Bruno Grönings und hilft uns, uns wieder mit etwas zu verbinden, was wir vergessen haben. Es erklärt uns wie man die Göttliche Kraft zweimal tägli...
































14.08.2013

BG:Nun, meine lieben Freunde, sind auch Sie dabei?
06.10.1958 in Springe
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Auszug aus dem Tonband vom 06.10.1958, 
aufgenommen in Springe. 
Bruno Gröning spricht:

"Nun, meine lieben Freunde, eine Frage: Sind auch Sie dabei? Wissen Sie, liebe Freunde, wie groß die Not und das Elend auf dieser Erde durch das Böse, durch den Krieg überhaupt ist? Können Sie sich einen Begriff machen oder haben Sie nur eine geringe, 'ne kleine Vorstellung von dem, wie Menschen heute leiden und darben müssen, wie Völker sogar schon zum Handelsobjekt geworden sind, wie man Menschen nicht mehr beherbergen kann und wie man vieles dazu tun muss, um hier wirklich den Menschen, der in diese Not, in diese Gefahr geraten ist, zu helfen?

Ich sage Ihnen jetzt etwas, was ich hier in Deutschland erlebt habe: Ich war eine schöne geräumige Zeit, wo man mir zuvor auch in Uniform steckte und ich sollte gegen den Feind kämpfen. Ich war auch bewaffnet mit Pistole, mit Munition, man setzte mich auf einen Panzer und da waren auch die zwei Geschosse, einmal das große und das zweige, das MG-Geschoss, ja, und ich sollte da den Feind töten. Ich habe von vornherein gesagt, offen und ehrlich genug, der damaligen deutschen Reichsführung oder wie sie sich nannte: Ich werde niemanden töten. Ich weiß meine Aufgabe, wie ich gegen den Feind, gegen das Böse zu stehen habe. Das werde ich tun. Aber nie einen Körper verletzen. Natürlich gab's Schwierigkeiten, aber da will ich Ihnen jetzt nichts sagen.

Und so geriet ich dann auch in Russische Kriegsgefangenschaft. Auch daselbst war ich notwendig, obwohl man mir vorher den Weg freimachen wollte, dass ich früher deshalb heimgehen durfte, weil ich zuvor meinen Kopf geboten habe, und zwar dafür, dass ich sagte: "Am Tage und Stunde sowieso ist der Krieg beendet, falls nicht, dann geb ich meinen Kopf." Der Russe hat sich's wohlweislich gemerkt. Wäre dies nicht so eingetroffen, dann wäre es um meinen Kopf geschehen. Aber ich durfte mir das erlauben, ich durfte das sagen, um den Menschen auch Bestimmtes mit auf den Weg zu geben.

Zuvor war das noch so, dass man vieles daran gesetzt hatte, wo ich unrechtmäßig, das heißt nach den Verfassungen eines Heeres gestanden hab, dass ich dagegen gesprochen  und auch dagegen gehandelt, auch gegen die russische, indem ich erschossen werden sollte. Ohne Furcht, Freunde. Wie das Leben, wie Gott bestimmt ist, so ist auch der Tod und die Erlösung hier bestimmt. Und niemand wird einen früher darum bringen können. Mann kann nicht das Leben, was Sie Leben nennen, was Sie das Hiersein nennen, nicht verlängern, man kann's auch nicht verkürzen. Wenn Sie das gewusst hätten und wenn Sie heute das wissen und noch nicht glauben können, so Sie es zu glauben beginnen, dass Sie sich von dem überzeugt, dass Sie über ein größeres Wissen verfügen, werden Sie ganz beruhigt sein, werden Sie sagen: Man kann mir das LEben nicht nehmen, man kann's mir nicht absprechen.

Denn Gott hat es bestimmt, denn das Leben ist ja Gott selbst.

Es fragt sich nur, wieviel Leben der Mensch in sich hat.Das ist die eine Seite. Die andere Seite: So war ich dann einige Monate, obwohl ich freigestellt werden sollte, wenn es stimmt, dass der Krieg dann zu Ende ist, komm ich frei. Papiere, alles war ausgestellt, ich wäre frei gewesen. Ich habe nur die Frage an den Russen gestellt: Und was macht ihr jetzt mit den deutschen Landsern, was macht mir mit meinen Landsleuten? Gebt ihr sie frei mit mir? Dann ist gut. "Nein" hat er gesagt "die kommen alle nach Russland." Dann geh ich mit. Und so bin ich mit meinen Kameraden mit nach Russland. Nicht zu Fuß gewandert, sondern wir wurden in einem Viehwagen verpackt, Tage, Wochen unterwegs. Alles berichte ich hier nicht, fürchten Sie nicht! Daselbst bin ich auch neun Monate gewesen. Bin heimgekommen - auch das ist 'ne Bestimmung, gegen die kein Mensch was tun kann, auch nicht der Russe - zufällig hat Tag und Stunde auch gestimmt, wo ich wieder auf freien Fuß gesetzt wurde.

(Das vollständige Tonband (3 CD's) können Sie bestellen hier:

Bruno Gröning Stiftung:

"Nun, meine lieben Freunde, eine Frage: Sind auch Sie dabei?"
Originalvortrag von Bruno Gröning 
Springe, 6.10.1958
3 CDs, Laufzeit: 174:03 Min. 
Preis: 19,90 € 




15.06.2013

Bruno Gröning:

"Natürlich sind Menschen einer ganz andern, einer rein menschlich-irdischen Lehre im Laufe der Jahrhundert’ erfallen. Heute weiß der Mensch nichts mehr von sich. Er hat das Natürlich’, das Göttliche beiseite gestellt. Er hat sich selbst aufgegeben. Er selbst hat es nicht mehr für nötig befunden, seinem Körper Beachtung zu schenken. Er tat einfach nur das, was er von sich aus für richtig hielt, so er es verstanden hat. 

Liebe Freunde, ich will mich auch Ihnen hier über das Mikrofon ganz kurz vorstellen, nicht dass Sie womöglich wieder mal in einem andern Glauben verfallen. 

Ich sage es Ihnen ganz deutlich: Ich weiß nicht viel. Ich weiß weiter nichts als nur das, was Menschen heute nicht mehr wissen, nicht mehr wissen können. 

Wie ich grade soeben sagte, dass sie dem Menschlichen verfallen und dass der Mensch alles so menschlich und nicht mehr göttlich nimmt.

Hören Sie diesen Text mit der Originalstimme Bruno Gröning:

Bruno Gröning
:Natürlich sind Menschen im Laufe der Jahrhunderte...
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Darum, liebe Freunde, ist es traurig, traurig um jeden einzelnen Menschen bestellt. Er findet nicht mehr den Weg, wie ihm dieser Weg von Christus aufgezeigt worden ist. Er weiß nicht mehr, was Wahres ist. Er, der Mensch, ist mehr und mehr oberflächlich geworden. 

Er ist, praktisch gesagt, hier der großen Sünde verfallen. Ohne dass er es weiß. Ohne dass er’s überhaupt wahrnimmt. Ohne dass ihm überhaupt hier das Gewissen plagt. Das heißt, er fühlt es mehr oder weniger überhaupt nicht mehr. Was er fühlt, ist das eine, dass die Unstimmigkeit nicht nur um ihn, sondern in ihm eingedrungen ist. Und jeder dieser, auch Sie liebe Freunde, werden sich selbst die Frage stellen: „Wie ist das alles nur möglich?’ 

Wie ist es überhaupt zu dem gekommen, dass das Übel Ihren Körper erfasst hat, in dem Sie sich wirklich nicht mehr wohl fühlen, indem Sie doch die Wahrnehmung selbst gemacht haben, dass Ihr Körper Ihnen nicht mehr gehorcht, dass Sie ihm keine Befehle mehr erteilen können. Denn er ist gewissermaßen in einen Streik getreten. Hier und dort zwickt’s, und hier und dort sind Organe, die nicht mehr zueinander arbeiten. Das heißt, wie sie überhaupt den Auftrag zu schaffen haben, sodass dieser Ihr Körper, wie er, der Körper, doch ein gesamtes Werk ist, aus dem wir, das heißt jeder Mensch die Lehre ziehen sollte, dass Gott uns sein Werk, sein Werk in unserm Körper beigegeben hat und aus dem wir da dann, dann erkennen können, wie groß und mächtig Gott ist. 

Aber ich weiß, dass viele, auch Sie, liebe Freunde, nicht das Geringste wahrgenommen haben. Sie haben eine ganz andere Lebensauffassung. Sie lebten dem nach, wie Ihre Vorfahren es Ihnen vorgelebt und die Ihn dann eine Lehre mit auf den Weg gegeben. Und dass die Menschen sich mehr oder weniger nach dem irdischen Gesetz richten und dass sie womöglich alles nur dazu tun, um diesem auch zu folgen. Aber hier möchte ich jetzt nicht zu weit greifen, denn dann würden Sie mich nicht verstehen.

(...)

An sich selbst, in sich selbst die Wahrheit suchen. Denn das Gefühl, das Sie jetzt wahrnehmen, werden auch Sie selbst sagen: „Das ist ein Gefühl, das mir fremd ist. Das ist ein ganz komisches Gefühl.’ 

Aber bald danach schalten Sie wieder zurück auf das Böse. Und dann stellen Sie Versuche an, ob es noch zwickt oder ob Sie das eine und das andere schon können. Da, liebe Freunde, ist mir der Beweis dafür gegeben, dass Sie sich sofort auf ein Verlangen einstellen. 

Nein Freunde, das ist zu viel. So weit darf es noch nicht gehen. Sie haben sich nur darauf einzustellen, um hier die wahre göttliche Sendung zu empfangen. Besser gesagt, zu erlangen. Wie Sie diese Sendung erlangen, das stellen Sie fest. Aber immer wieder muss ich sagen, erst da dann, so Sie Ihren Körper wirkliche Beachtung schenken, so Sie Acht geben, was in ihm geschieht, noch viel weniger um ihn, sondern nur in ihm, in Ihrem eigenen Körper. So Sie von der Umwelt, von Ihrer Umgebung abgelenkt werden, dann schließen Sie einfach die Augen. Und verlangen Sie nicht, jetzt müsse sich dieses, das und jenes Gefühl bemerkbar machen. Nein Freunde, so ist dem nicht."


Quelle: Aus dem Tonband: "So Sie dem soeben Gehörten gut gefolgt..." , Pirmasens 1957


19.04.2013

Mein Wirken in der Öffentlichkeit   
 Bruno Gröning, 2.7.1950   

 Dass mein öffentliches Wirken ab März 1949 viele Menschen in Erstaunen versetzte, ist mir klar. Viele fragten sich: Warum ist Gröning nicht schon früher aufgetaucht? Meine Antwort ist, dass ich ja schon 43 Jahre lebe und dass ich das, was ich jetzt öffentlich wirke, schon seit meiner Kindheit getan habe. Nur habe ich von jeher alles getan, um nicht in die Öffentlichkeit gezerrt zu werden.

 Ich hatte schon viel früher versucht, jeweils in einem kleinen Kreis, die Menschen dahin gehend aufzuklären, dass ich einen Menschen kenne, (ich sprach damals nicht davon, dass ich dies sei, sondern schob meine Fähigkeiten einem unbekannten Dritten zu) der, ohne Medizin erlernt zu haben, aus eigener Kraft, fast alle Krankheiten heilen könne. Meine Zuhörer hielten mich aber immer für einen Spinner, und nur ganz wenige haben mich damals verstehen können. 

  Von Zeit zu Zeit hatte ich die Gelegenheit, einen Kranken anzutreffen und diesem, ohne dass er etwas davon merkte, durch Worte, Berühren eines kranken Körperteiles oder Gliedes oder einem ihm von mir übergebenen Gegenstand, die Krankheit zu nehmen. Später merkte ich, dass ich zur gleichen Zeit nicht nur einem Einzelnen, sondern auch mehreren Kranken zu helfen imstande war und dass diese, sagen wir Behandlungsart, für mich gar nicht schwierig war.   In aller Stille arbeitete ich laufend weiter, und kaum einer meiner Versuche blieb erfolglos. Der kleine Kreis von Menschen, zu denen ich damals kam, war natürlich verblüfft und konnte es nicht fassen, was hier vor sich ging. Verstandesgemäß ist es auch nicht zu fassen.   

 Kranke, die Hilfe von mir erhalten hatten, erkannten und bezeugten die Tatsache, ohne eine Erklärung geben zu können. Die Zeit und mit ihr die Häufung der Heilungen machten mich zu einem „Groß-Sender“. Immer mehr Menschen empfingen die Heilwelle. Ich glaube, von mir aus behaupten zu können, dass jeder eine Empfangsstation für diese Welle besitzt, nur muss der Mensch wissen, was er empfangen will. Sicher gab es auch früher kleine Heilsender, nur waren sie meines Erachtens in ihrer Kraft beschränkt, wurden nicht entfaltet, sondern infolge ihrer Schwäche verdrängt und bauten auch ab.   

 Um mich kurz zu fassen, möchte ich vergleichsweise sagen, dass ich das Empfangsgerät beim Menschen ausfindig gemacht habe und imstande bin, den menschlichen Organismus sozusagen zu überholen. Für Menschen, die von mir geheilt wurden, ist dies eine Selbstverständlichkeit wie das Radio.   

 Ich sende auch eine Heilwelle ohne direkte Verbindung zum Kranken, d. h., ohne dass ich weiß, wo der oder die Kranken sich befinden. Dies beweisen meine Fernheilungen. Denjenigen, denen von meinen Fernheilungen noch nichts bekannt ist, möchte ich kurz das Folgende darüber sagen:   
 Wenn ein Mensch als Bittsteller für einen Dritten, Kranken, zu mir kam, so habe ich nie nach dem Namen des Bittstellers oder des Kranken oder nach der Krankheit desselben gefragt. Es ist auch vollkommen gleichgültig, wo der Kranke wohnt. Ich habe vielmehr oder durch einen Dritten (Grönium) die Krankheit genau geschildert oder schildern lassen und ließ das geschilderte Krankheitsbild schriftlich festhalten. Aus Hunderten von mir gestellten Krankheitsbildern mir unbekannter Menschen ist mir nicht eines bekannt, das nicht bis in die Einzelheiten richtig gewesen wäre. In vielen Fällen habe ich anschließend die Heilung vorgenommen, ich habe dann jeweils gebeten, die genaue Uhrzeit der Heilung schriftlich festzuhalten. Ich erfuhr dann, dass die Wiedergesundung genau mit der von mir angegebenen Uhrzeit übereinstimmte, ohne dass viele Kranke zur Zeit der Heilung wussten, dass die Heilung, meinerseits vollzogen wurde.   

 Diese Einzelheilungen konnte ich aber nur ausführen, wenn ich über etwas Zeit verfügte. In den häufigsten Fällen war es so, dass ich den Bittsuchenden sagte: „Dieser Mensch war krank …“ oder „… hat die Krankheit gehabt …“ oder „… ist krank gewesen. Fahren oder gehen Sie nur nach Hause, Ihr Wunsch ist in Erfüllung gegangen.“  

 Nicht viel anders ist es bei den sogenannten Massen-Fernheilungen. Wenn Hunderte oder Tausende in meiner Abwesenheit auf mich warteten, so habe ich nie vergessen, einem meiner engsten Mitarbeiter den Auftrag zu geben, den Wartenden mitzuteilen, dass ich von Zeit zu Zeit Massen-Fernheilungen vornehmen werde. Den Zeitpunkt der Fernheilung gab ich dem jeweiligen Mitarbeiter in seinem Körper zu spüren, sodass er genau wusste, wenn er den Heilungssuchenden Mitteilung von der Massenheilung zu geben hatte. Speziell vom Traberhof liegen viele Heilberichte von Massenheilungen in meiner Abwesenheit vor, wo Gelähmte, Blinde, Stumme oder Taube gesundeten.   Damit will ich gesagt haben, dass es gar nicht notwendig ist, dass kranke Menschen zu mir geführt werden müssen, sondern dass sie überall, auch zu Hause, ihre Heilungen empfangen können.   

 Ich habe auch viele Fernheilungen per Telefon, ohne selbst mit dem Kranken gesprochen zu haben, ausgeführt. Nicht anders ist es, wenn ich mal über etwas Zeit verfügte, dass ich ab und zu den Brief eines Heilungssuchenden zur Hand nahm und denselben (um mit meinen Worten zu sprechen,) „angesprochen“ habe. Später stellte sich dann heraus, dass genau zum Zeitpunkt des Ansprechens des Briefes die Heilung vor sich ging.  

 Bemerken möchte ich zu all dem, dass die Heilwelle, genau wie die Rundfunkwelle, für jedes Menschenauge unsichtbar ist. Als Sender kann ich niemals den Menschen das Recht einräumen, von mir etwas zu verlangen.  Ich sende die Heilwelle, die auch der Kranke empfangen kann, auch ohne zu wissen, dass und was ich sende. Viele Menschen begehen den großen unverzeihlichen Fehler, indem sie sich zum Zeitpunkt, wo sie Heilung erwarten, zu sehr mit ihrer Krankheit oder dem körperlichen Schmerz beschäftigen, sich keine Minute davon freimachen können, um, wie ich bitte,  in sich hineinzuhören und meine Heilwelle empfangen. Es ist mir dann auch nicht zu jeder Zeit möglich, diese Menschen von ihrem Leiden zu befreien.  

 Richtig ist, wenn der Mensch nur seinen Körper beobachtet, für einige Minuten von seinem Leiden ablässt, auch gedanklich ruhig und konzentriert ist und still auf den Empfang der Heilwelle wartet. Auch braucht der Kranke sich nicht mit dem Gedanken zu beschäftigen, dass er zu mir gebracht werden muss.   

 Quelle: FREIE ARBEITSGEMEINSCHAFT BRUNO GRÖNING (Hrsg.): Das Tor zum Weg (Stephanskirchen bei Rosenheim 1970) Nr. 06/07, S. 9-11





Bruno Gröning's last days in Paris January 1959 in front of



12.12.2012
Vortrag von Bruno Gröning am 21.12.1956 in Pirmasens
"CHRISTUS IST UNSER BRUDER" (s. Bruno-Gröning-Stiftung) 











Der Geist bestimmt die Materie 
Kapitel 3 

Wege, Um- und Irrwege 
von Alfred Hosp   

 Bevor Sie, liebe Leser, dieses Buch lesen, das die umfassende Lehre über das Leben und die Richtige Verbindung zu Gott sowie seiner Kraft beinhaltet, möchte ich noch einige Vorbemerkungen über die unrichtige Vorstellungen und Einstellungen der heutigen Bevölkerung, zu Papier bringen. Sie sind die Quintessenz meiner Beobachtungen der vergangenen 50 Jahre und zeigen wie schwer sogar viele Freunde Bruno Grönings mit der Problematik um eine geistige Heilung und deren Grundvoraussetzungen umgehen können. 

 Alle Menschen haben eine, sehr oft anerzogene eingeengte Einstellung zum Leben, verursacht durch die unzähligen sogenannten „Zufälle“ und prägenden Begegnungen, die dann zumeist ausschlaggebend für zukünftige gravierende Entscheidungen sind. Während  aber in der sichtbaren Welt offiziell je nach Kulturkreis anerkannte Prinzipien die zwischenmenschlichen Beziehungen regeln, gibt es bis jetzt im seelisch-geistigen Bereich noch immer keine festen Normen. Über die inneren Belange und Realitäten in Bezug auf das transzendente menschliche Geistwesen weiß man daher weniger Bescheid, als zum Beispiel über die unergründlichen Tiefen der Meere. 

 Wir haben keinerlei Sicherheit, ob und welche der unzähligen  divergierenden Glaubenssätze, die von den einzelnen religiösen Gruppen propagiert und oft bis aufs Messer verteidigt werden, der objektiven geistigen Realität zumindest annähernd entsprechen. Es gibt nur das eindeutige verbindliche Gesetz der göttlichen Liebe und das Gebot: „Seid gut zu einander“. Wohl wissend, dass in den vergangenen Jahrhunderten alles andere denn Liebe verwirklicht wurde, soll keiner das Hoffen und Beten um Frieden aufgeben. Niemals dürfen aber auch| verschiedene Ansichten durch materiellen oder geistigen Kampf einer gewalttätigen Gleichmacherei zugeführt werden. Wenn ein Mensch jedoch – aus geistiger Sicht – sein Leben so gestalten möchte wie die wahre Bestimmung ist, dann geht kein Weg an dem vorbei was Bruno Gröning dem Menschen geraten hat, da eine innige, ungestörte Verbindung mit dem göttlichen Energiefeld nicht nur körperliches  Wohlbefinden, sondern auch Führung und Schutz beinhaltet.

 Diese geistige Ausrichtung jedes Einzelnen ist reine Privatsache und un-abhängig von Religion oder Konfession. Es ist nur erforderlich, die Einstellung zum eigenen Dasein ins richtige Lot zu bringen. Weil jeder Mensch bekanntlich seinen freien Willen hat, muss immer er selbst die Initiative ergreifen, wenn Not am Mann ist. In dieser vierten Auflage wird unter anderem anhand der Resonanzlehre gezeigt, auf welche Weise und in was für einer Einstimmung es erst möglich wird, das zu empfangen, was schließlich eine Heilung hervorruft. Bruno Gröning konnte mit Fug und Recht sagen: 

Ich bin zu allen Menschen gekommen“, 

weil er wusste, dass es vor Gott keine unterprivilegierten Erdenbürger gibt und wenn sie Hilfe benötigen, dann erhalten sie stets das gleiche Gute. Es wird in dem Buch auf fast 230 Seiten die vielfältige Problematik menschlicher Vorstellungen und deren Folgen be- und durchleuchtet, und auch darauf aufmerksam gemacht, was in Wahrheit das göttliche Feld auf Erden alles bewirkt.  

Zum Beispiel wollte Bruno Gröning nicht, dass seine  Freunde mit der „Lehre“ persönlich missionieren gehen. Er erklärte auch den Grund: 

Es ist nicht nötig, dass Menschen ihre religiöse Umgebung verlassen und damit andere schockieren, indem sie das vermeintlich neue Wissen hinauspo-saunen. Ich lade sowieso die Gedankenwelt mit all dem Guten auf, was Menschen an geistigem Wissen benötigen. Jene, auf der ganzen Welt lebenden, die sich nach dem Göttlichen sehnen, nehmen in ihrer Sprache und nach ihrem konfessionellen Empfinden schon das Richtige auf und setzen es auch in die Tat um. Das ist der Grund, weshalb in Kreisen, wo sich Gläubige zur gemeinsamen Kraftaufnahme treffen, Heilungen – aber immer nur durch die Gnade Gottes – zustande kommen, auch ohne von dem ‚‘klenen Bruno‘ je etwas gehört zu haben. Das aber symbolisiert der Ring um meine Aluminium-Kugeln, den ich der Hilfesuchenden wegen um den gesamten Erdball gespannt habe.“ 

 Für uns ist es auch spürbare Realität, dass Gott mehrere Söhne hat, von denen – nach Bruno Grönings Aussage – einmal der eine beziehungsweise bei großer geistiger Not ein anderer Sohn Gottes freiwillig inkarniert, um den Menschen wieder den richtigen Weg zu zeigen. Aus menschlicher Unvernunft und Bosheit wird dann sehr oft versucht, die Erkenntnisse hochstehender Lehrmeister, die ohne weiteres aus verschiedenen Kulturkreisen stammen können, gegenseitig auszuspielen, und an Stelle von Einheit, Zwietracht und Streit zu säen. Aber auch unter jenen, die ein gemeinsames geistiges Werk behüten und weiterführen sollten, entstand immer wieder Uneinigkeit in Bezug auf verschiedene Interpretationen und den daraus entstandenen dogmatisch formulierten Glaubenssätzen. Wenn man bedenkt, dass aus der christlichen, so einfach klingenden Lehre der geistigen Liebe, mehrere hundert „Sekten“ entstanden sind, die sich zum Teil über Jahrhunderte verfolgt, bekämpft und gequält haben, so ist das Ganze eine sehr, sehr traurige, menschenunwürdige Angelegenheit. 

 Es hat oftmals den Anschein, als ob der Schlachtruf Luzifers: „Herrschet und teilet“ unter den Menschen mehr Gewicht hat, wie das sanfte Mahnen Jesu: „Liebet einander“. 

Zum Beispiel ist es ganz klar, dass Bruno Gröning in seinen Belehrungen Schwerpunkte gesetzt hat. Alle zusammen geben ein harmonisches Ganzes. Die Probleme beginnen dann, wenn in den verschiedenen Kreisen die Gewichtigkeiten anders gesetzt werden. Auch das wäre noch überbrückbar. Nur wenn man in der einen geistigen Ausrichtung behauptet, die andere vertritt das Falsche, und daher dürfe keinerlei Verbindung bestehen, dann ist eindeutig der Spaltpilz am Werk – und der stammt gewiss nicht von Gott. Es ist zum Beispiel unfassbar, tragisch und völlig inakzeptabel, dass so klare Lebensweisheiten und eindeutige Ratschläge eines Wissenden wie Bruno Gröning, innerhalb nur weniger Jahrzehnte zu unglaublich entstellten Auslegungen und entarteten Schlussfolgerungen führen konnten, obwohl es ein umfangreiches Schrift-  und Originaltonarchiv gibt, das jedoch mit Hilfe fadenscheiniger Behauptungen noch heute unter Verschluss gehalten wird. Die Vorstellungen und Wünsche unseres Großen Lehrmeisters wurden von ihm sehr präzise dokumentiert, um seinen Freunden die notwendigen, stets unveränderten Lebensweisheiten mit auf den Lebensweg zu geben. Das Erlangen einer innigen und störungsfreien Verbin-dung zu Gott, ist in Wahrheit für jeden Menschen etwas rein Persönliches. Jeder, der hingegen noch immer glaubt einen Mittler zu benötigen, hat seine Lebensaufgabe im göttlichen Raum bei weitem noch nicht erfasst, in der nur das uneingeschränkte harmonische Tun von dauerhaftem Erfolg gekrönt ist. 

Wir müssen endlich lernen, die Abhängigkeit von dogmatischen Begrenztheiten aller Art abzulegen – um das Übergeordnete und Verbindende im menschlichen Glauben in den Mittelpunkt der künftigen Aktivitäten zu stellen.   Der Körper ist das Bindeglied zwischen Geist und Materie, daher können wir in beiden so unterschiedlichen Bereichen, Aktivitäten entfalten. Das aber ist für die inkarnierte Geistseele die große Chance auf ihrem oft verschlungenen und manchmal unendlich langen Weg zur künftigen Vollkommenheit in Gott. 

Über die Reaktionen der Materie, also des Leibes, auf vom Willen gesteuerte Taten, kann man das Positive vom Negativen unterscheiden lernen. An den Früchten werdet ihr sie erkennen!, sagte schon Jesus Christus vor 2000 Jahren. An den Früchten, das heißt an den irdischen Auswirkungen, können auch wir uns selbst erkennen. Der Körper wirkt – zusammen mit dem Gehirn als Erinnerungs- und Gedankenspeicher – wie ein Schwamm für das Karma. Das Aussehen und der Charakter passen sich kontinuierlich dem an, was im „Seelenspeicher“ auf- oder abgebaut wird. Daher ist es gefährlich, sich zu trösten wie zum Beispiel: „Ich weiß sehr wohl, dass das im Buch geschriebene möglich ist und ich glaube auch daran. Wenn für mich die Zeit reif ist, dann werde ich mich auch bemühen all das Nötige zu tun. Aber schon jetzt? Da meine ich noch nicht so weit zu sein, um mich deswegen in meinem Leben irgendwie einzuschränken.“ 

 Das Karma bildet sich unabhängig von den Vorstellungen eines Menschen. Es ist stets die im Geistigen programmierte Antwort auf sein Tun und Wollen. Ob körperlich jung oder alt spielt überhaupt keine Rolle, nur der Beginn und das Handeln in der Umkehr bestimmt die Zukunft und nicht das, was man vorher so lange falsch gemacht hat. Es gibt keine für das Karma neutrale Lebensabschnitte. Jeder Tag, jede Stunde, Minute oder sogar Sekunde kann schicksalsbestimmend sein. So gesehen ist die Aussage: „das tue ich vielleicht später“ Selbstbetrug. Übrigens ist jede Aktivität außerhalb der göttlichen Ordnungsgesetze ebenfalls Selbstbetrug.   Die durch Bruno Gröning vermittelten Lebensweisheiten sind so formuliert, dass sie jeder verstehen und anwenden kann. Er muss nur gewillt sein, einen bewussten Lebensweg zu beschreiten der ihm zum geistigen Sinn und Zweck seines Hierseins führt, dass erst durch das richtige Tun die körperliche Heilung aktiviert wird. Aber bitte nicht vergessen: Ein solches wundervolles Ereignis bleibt immer Gnade Gottes! Die uns unbewussten karmischen Verknüpfungen spielen dabei eine ganz entscheidende Rolle. 

 Als Autor dieses Buches und zwei weiterer einschlägiger Werke, nämlich: „Kräfte des Geistes“ und „In geistiger Führung“, betrachte ich es nach wie vor als meine Lebensaufgabe, den leidenden und irregeleiteten Menschen, den Weg zum geistigen Erwachen und somit zu Gott umfassend und präzise zu schildern, so, wie ich es bei Bruno Gröning – in den vielen Tagen und Stunden des Zusammenlebens mit ihm – voll Aufmerksamkeit gelernt habe. Es drängt mich bereits an dieser Stelle, einige wichtige Gesichtspunkte heraus zu streichen, ob-wohl innerhalb des  Buches ausführlich und mit markanten Beispielen darauf eingegangen wird. Immer wieder betont Gröning – auch in seinen Aufzeich-nungen – wie wichtig es für jeden von uns sei, das Erkennen der eigenen geistigen Unsterblichkeit im Tagesbewusstsein unauslöschlich zu verankern. Es war aber in den damals noch sehr konventionell betonten Kreisen ein gewisses Wagnis, Begriffe wie Wiedergeburt zu erwähnen, die sich nicht im li-turgischen Vokabular befanden. Bruno Gröning hat es den-noch nach seinen Glaubensvorträgen – trotz der damals sehr begrenzten geistigen Erkenntnis vieler Freunde – mit folgender Beifügung getan: „Wenn Sie das soeben Gehörte noch nicht für möglich halten, dann müssen Sie das auch nicht tun. Es wäre aber für Ihre weitere geistige Entwicklung gut, wenn auch Sie um Ihre eigene Wiederverkörperung wüssten.“   

 Viel Unglück ist jedenfalls über die Menschen allein durch sogenannte Cliquenbildung und sture, mit nichts be-gründbaren Behauptungen, gekommen. Es war und wird nie fruchtbringend sein, wenn die mancherorts verschiedensten und oft sogar extremen sogenannten „Intuitionen“ von den Betreffenden als einzige mögliche geistige Wahrheit verkündet und vertreten werden, und jede andere Einsicht verdammt be-ziehungsweise nicht einmal in Erwägung gezogen wird. Bruno Gröning sagte bei Fragen bezüglich der geistigen Sphären: 

„Kein hier lebender Mensch kann auch nur ahnen, wie es „drüben“ wirklich aussieht! Es beginnt schon beim Lichtspiel der Farben, das mit nichts Irdischem zu vergleichen ist. Sie erstrahlen in einem inneren Glanz mit unbeschreiblich vielen Nuancen. In den Sphären, die allein von lichten Wesenheiten bevölkert sind, gibt es keine Unwahrheiten. Die Gedanken bestehen aus leuchtenden Energieformen, die keiner verbergen will oder muss. Jeder weiß daher anhand ihrer Ausstrahlung, wie die Geistwesen wirklich zueinander stehen. Für mich ist es daher hier auf Erden besonders traurig und schwer, wenn ich immer wieder erkennen muss, wie viele Heuchler und Lügner es gibt, die zumeist eine große Rolle spielen wollen, in Wahrheit aber nur miese, kleine Geister sind. Ich kenne sie alle mit ihren falschen, habgieri-gen Gedanken und machthungrigen Plänen . . . Eingreifen darf ich aber nicht, das wäre ein Verstoß gegen das von Gott geschaffene Gesetz der Willensfreiheit. Würde ich mich in das selbstgewählte Verhalten anderer einmischen, kämen die Folgen derjenigen, deren Handeln ich mit meiner Wil- lenskraft korrigiere, auf mich zurück. Auch die körperliche Unordnung, die ich einem Men-schen der nicht gleichzeitig und auf Dauer die eigene innere Umkehr vollzieht, müsste ich an mir abtragen.

 Nur wenn mir Gott selbst die Erlaubnis und den Auftrag erteilt einem Menschen zu helfen, darf ich das Böse, das den Hilfesuchenden oft schon jahrzehntelang belastet hat, aus dem Körper abziehen und VERBRENNEN. Nur so kommt eine gottgewollte Heilung zustande, die auch mir weiterhin Energie verleiht. Daher sage ich immer mit Recht:‘Danken Sie nicht mir, danken Sie Gott!‘; denn Heilung ist Heiligung und dazu muss sich erst JEDER würdig erweisen.“ 

 Ganz besonders streng ging Gröning auch mit Menschen ins Gericht, die von sich sagten, „sie können heilen.“ Seine harte Antwort lautet: 

Wer von sich behauptet er kann heilen, der ist ein Heuchler, ein Lügner und Betrüger. Er macht seinen Anhängern nur einen Hokuspokus vor und verdient oft gut dabei. Ich selbst zeige Ihnen nur den Weg zum Heil. Gehen muss ihn aber jeder selbst. Wenn ich einen Glaubensvortrag halte, dann höre ich immer wieder: Gröning, Gröning, Gröning!!! Freunde, verstehen Sie doch endlich, dass meine Person völlig nebensächlich ist. Sie mit Ihren Anliegen, sind wichtig. Sie sollen ja das Gute, die Heilung empfangen. Sie müssen stets selbst zur Tat übergehen, denn es verwirklicht sich letzlich nur das, was der Einzelne bei sich durchführt. Wenn Sie Hunger haben, müssen Sie die Nahrung selbst zu sich nehmen, und wenn Sie Durst verspüren, dann werden auch Sie zum Becher greifen. Ich kann weder für Sie essen noch trinken. Was ich aber tun kann ist, dass ich Ihnen die richtige, bekömmliche geistige Energie anbiete, und das im reichlichen Maße. Bitte, bedienen Sie sich, öffnen Sie Ihr Herz. Seien Sie doch nicht so verkrampft. Sie bestimmen und unterstützen durch Glauben und Vertrauen die heilende Wirkung. Das Böse, das bei Ihnen Leib und Seele belastet, bleibt aber bei Ihnen, solange Sie nicht gelernt haben, loszulassen. Wenn Sie sich ängstlich mit der Belastung abgeben, dann halten Sie schon durch eine falsche Vorstellung die Krankheit fest. 

 So ist also jeder, im wahrsten Sinne des Wortes, seines Glückes Schmied. Man vergisst sehr leicht, dass auch unser eigener Geist die materiellen sowie gesellschaftlichen Zusam-menhänge und Ereignisse zumindest mitbestimmt. Daher ist die Grundeinstellung zum Leben dominierend. Wer lachend und freundlich anderen Menschen begegnet wird angenehmere Reaktionen erleben, als einer, der griesgrämig, unfreundlich und streitsüchtig sein Leben verlebt. Der Wille zur inneren Harmonie und charakterlichen Ausgeglichenheit, steht am Anfang des Weges zum seelisch-geistigen Wachstum. So wie ein Mensch innerhalb seiner eigenen, zumeist festgefahrenen Ansichten agiert, gestaltet sich auch die Umgebung. Man soll daher nicht alles auf das vermeintlich unerbittliche Schicksal schieben, sondern stets die Art und Weise des eigenen Standpunktes und die daraus resul-tierenden Reaktionen selbstkritisch prüfen. Es gibt bei den Problemlösungen immer mindestens zwei Möglichkeiten, nämlich den sturen, unabweichlichen Weg, gleichgültig wohin er führt und wie viele vertrauensvoll hoffende Menschen in eine ungewisse Zukunft mitgerissen werden. Erst mit der Zeit erweist sich immer ob jener Weg der richtige war, vielleicht zu einem Umweg wird oder sich gar als Irrweg herausstellt. 

Die andere Möglichkeit besteht darin, dass man sich der Verantwortung im Sinne der geistigen Evolution bewusst ist und allen, die auf unseren Rat hören, den Weg ohne Begrenzung zu sich selbst und somit auch zu Gott weisen.     
Vergessen wir nicht auch die notwendige Realität, dass bei jedem Menschen sein geistiges Ichbewusstsein dominant werden soll. Alles Irdische ist nur die Folge transzendenter innerer Entschlüsse, Annahmen oder Abweisungen. Dabei wird der köperliche Gesundheitszustand durch die Einstellung zu den Gegebenheiten des Lebens enorm beeinflusst. Negative Gedanken und Gefühle belasten bekanntlich die sensiblen Körperfunktionen und führen zu äußerst unangenehmen Spannungszuständen. Eine positive, lebensbejahende Grundeinstellung hingegen, unterstützt das klaglose Funktionieren unseres Kör-pers, sodass sich schon dadurch Lebensfreude einstellt. Bei allen helfenden Aktivitäten unsererseits müssen wir jedoch berücksichtigen, dass sich jeder Mensch im Laufe seines Lebens eine eigene Vorstellungswelt aufgebaut hat, durch die seine Reaktionen in hohem Maß bestimmt werden. 

Diese inneren tiefgreifenden Eigenheiten tragen die Hauptschuld an den Problemen innerhalb der zwischenmenschlichen Beziehungen. Jeder lebt also in seiner eigenen, selbstgeschaffenen Realität, die nur sehr bedingt mit den Gegebenheiten des Lebensraumes übereinstimmt. Die Menschen neigen dazu, ihre oft mühsam zusammengestellten Ansichten beziehungsweise Vorurteile zu behalten, oder sogar zu vertiefen. Daraus ergeben sich manchmal so groteske Situationen wie das Beharren auf einer Behauptung, die – von außen betrachtet – offensichtlich falsch ist. Unser Gehirn besitzt, wie schon besprochen, die Neigung, all das über die Sinne, Gedanken und Gefühle Hereinströmende, selektiert zu speichern. Dadurch kommt immer Gleiches zu Gleichem. 

Die durch ähnliche Vorstellungen gespeicherte Bewusstseinsenergie verstärkt sich von Mal zu Mal und drängt den Betroffenen in jene Richtung, mit der er sich immer wieder unkontrolliert identifiziert. Wer sich treiben lässt, kann dabei in unrealistische Vorstellungen hineinschlittern und im Extremfall zum Sonderling, ja, sogar Spinner werden. Ferner muss man sich stets vor Augen führen, dass zwar die äußere Wirklichkeit nach Belieben, zum Beispiel durch Ortsveränderung variiert werden kann, es bleibt aber die persönliche, also geistige Realität weiterhin, also auch nach dem Ableben des Körpers, so wie sie vom Charakter des Menschen zu Lebzeiten geschaffen wurde, mit allen Einzelheiten erhalten. Erst wenn sich ein Mensch, vor oder nach seinem irdischen Tod entschließt seine festgefahrenen, störenden Eigenheiten abzulegen, wird es ihm möglich sein, das noch bestehende negative Potenzial, durch den Willen zur ehrlichen Umkehr, aufzulösen. Bei einer inneren Einsicht, die erst nach dem leibli-chen Tod zustande kommt, wird die Möglichkeit der Gutmachung durch die Gnade einer neuen Reinkarnation gewährt. 

 Nur wer diese Zusammenhänge kennt kann ermessen, warum so viele Erdenbürger sich ihr Leben gegenseitig zur Hölle machen, wobei jeder dem anderen die Schuld am Krach in die Schuhe zu schieben versucht. Solange man nicht anerkennt, dass jeder in seiner selbstgeschaffenen Sphäre lebt, die für ihn in allem die Richtschnur ist, wird es kaum möglich sein,Meinungsverschiedenhei-ten sogar mit logischen Argumenten aus der Welt zu schaffen. Eine Einigung erscheint nur aussichtsreich, wenn jeder der Beteiligten soweit guten Willens ist, dass er sich bemüht, den Standpunkt des anderen zu verstehen. Die zutreffendste Belehrung von Bruno Gröning zu dieser Thematik ist ausführlich in meinem Buch „Kräfte des Geistes“ auf den Seiten 198 bis einschließlich 200 beschrieben und zeigt wie schwer sich Menschen tun, wenn es darum geht, eigene Unzulänglichkeiten sowie Irrtümer einzubekennen. 

Der Wille zur schonungslosen Selbsterkenntnis und inneren Wandlung zum Vollziehen der Umkehr, ist aber die wichtigste Aufgabe im Leben eines Menschen. Bermerkenswert und nicht zu vergessen sei aber auch die Tatsache, dass alles was sich um uns abspielt, der Vergäng-lichkeit anheim fällt, während das, was wir in uns tragen und die Persönlichkeit prägt, zu einem Teil der weiterbestehenden geistigen Realität wird, wenn man sich damit identifiziert. Das, was eine Person Tag für Tag annimmt, befürwortet oder sich auch nur damit gedanklich beschäftigt, wird im psychischen Bereich gespeichert und überdauert auf diese Weise den leiblichen Tod. So arbeitet jeder ob bewusst, aber größtenteils unbewusst, an der Prägung seiner unsterblichen Persönlichkeit. Das, was er an Gedanken und Gefühlen aufnimmt, und wenn er sich weiter damit identifiziert auch annimmt, wird in seinem geistigen Energiefeld vollautomatisch gespeichert und wirkt, je öfter Ähnliches gedacht oder aufsteigenden Gefühlen Platz eingeräumt wird, kontinulierlich verändernd auf die Psyche. Daher soll man endlich dazu übergehen, nicht nur auf ein adrettes vergängliches Äußeres zu achten, sondern seiner inneren Realität die notwendige Beachtung schenken. Es soll doch nicht so sein, dass man sich eines Tages in dem Spiegel betrachtet und erschrocken eine auffällige Veränderung feststellen muss. Man stellt sich dann die besorgte Frage: „Wie sehe ich denn jetzt aus? Wo sind die strahlenden, blitzenden Augen, der lachende Mund meiner Jugend geblieben? Wo ist die Zuversicht und Lebensfreude die damals alle Probleme weggewischt hat? War mein Dasein wirklich so reich an Enttäuschungen wie mein Gesichtsausdruck andeutet? Aber ich habe doch auch schöne und glückliche Zeiten im Kreise meiner Fa-milie erlebt - - - wie verblasst und unwirklich erscheint mir heute das Ganze. Nur die traurigen Erinnerungen brennen wie ein verheerendes, alles verzehrendes Feuer in meinem Gemüt und je weiter die Zeit fortschreitet, umso unerträglicher empfinde ich meinen inneren Zustand!“ 

Sehr viele Menschen erleben Solches und Ähnliches in unzähligen Variationen, und die bange, verzweifelte Frage steigt zum Himmel: „Warum muss ge-rade ich all das Ungute über mich ergehen lassen?“ Der Grund ist fast immer in der geistigen Unwissenheit zu suchen. Schon das sehr beliebte Lied: „Die Gedanken sind frei“, deutet auf den tragischen Irrtum der Menschen im westlichen Kulturkreis, wo immer noch die Meinung vorherrscht, was man denkt geht niemanden etwas an. Was ja nach außen hin stimmt, wird aber durch das Verkennen der geistigen Kräfte, zur seelischen Katastrophe. Falsche Gedanken, die wiederholt das Gemüt verdüstern, führen zu falschen Schüssen und diese produzieren wiederum düstere Erwartungen. So wird die Basis für Pechvögel gezüchtet und die Unlogik der Angst durch immer härtere Zwangsvorstellungen ins Unermessliche gesteigert. Andererseits sind positive Vorstellungen und eine innere ausgeglichene Grund-haltung ausschlaggebend für den Empfang aufbauender Ideen und den inneren Antrieb sein leben aktiv und harmonisch zu gestalten.

Auf diese Weise bestimmt man den Verlauf des eigenen Lebensweges. Es ist aber nicht immer leicht, den richtigen Standpunkt zu finden, um Recht von Unrecht zu trennen oder zu analysieren, wie eine anstehende Problemlösung gemeistert werden soll. Um das Richtige im Leben zu erkennen und dann auch in die Tat umzusetzen, muss man zunächst lernen und üben, mit sich selbst ins Reine zu kommen. Bruno Gröning sprach diese Thematik des Öfteren an, indem er seine Freunde fragte: 

„Wissen Sie überhaupt was Sie wollen? Der Mensch soll immer wissen was er wirklich will, denn sonst könnte einmal der Fall eintreten, dass sich etwas erfüllt, an das er zwar oft gedacht hat, es aber im Grunde gar nicht wollte.“

Wir haben erst durch unseren Lehrmeister erfahren, wie gefährlich die inneren, also zumeist verborgenen menschlichen Regungen sein können. Ganz klar lässt sich dabei erkennen, wer an der Schaltzentrale sitzt, durch die unser Ego geformt und verändert wird. Es ist der eigene freie Wille, der erst be-wusst zur Anwendung gebracht werden muss, um das eigene Schicksal zu lenken und in die positive Richtung zu steuern. Selbstbewusstsein führt, wenn in Demut angewendet, schließlich zum Gottesbewusstsein, einer Reifestufe, in der man jen-seits der überheblichen Irrtümer steht, unabhängig von jeder Menschenhörigkeit. In der Übereinstimmung mit dem göttlichen Schwingungsfeld fallen dann auch die ansonsten bestehenden Schleierweg, die zwischen den verschiedenen mensch-lichen Meinungen wie unüberbrückbare Trennwände stehen. Es gibt letztlich nur eine Wahrheit, nämlich die aus geistiger Sicht objektive, und das ist die allumfassende, göttliche. Sie ist die Grundlage der gesamten Schöpfung und all ihren Gesetzten. Im Zusammenklang mit der geistigen Ordnung, die über weite Bereiche nichts mit der irdisch eingelernten Logik gemeinsam hat, lassen sich die Lebensprobleme in verständnisvoller Liebe lösen. Es gibt bei den Menschen Zeiten der verschiedensten disharmonischen Gemütszustände. Diese werden unter anderem auch durch körperbedingte Hormonstörungen ausgelöst. Dessen ungeachtet soll man jedoch nie vergessen, dass der Geist in jedem Fall die Materie bestimmt. Das heißt mit anderen Worten: Die innere Einstellung ist und bleibt der Hauptfaktor in Bezug auf eigene Reaktionen beziehungsweise den Wechselwirkungen zu anderen Personen. So wird verständlich, dass jeder Mensch auf an sich ähnliche Situationen oft völlig entgegengesetzt reagiert. Und keiner kann zumeist den anderen klar machen, weshalb den einen etwas kalt lässt, während sein Gegenüber ausrastet.

Viele nehmen nur Ungutes auf und somit an. Bruno Gröning sagte:

„Solche Menschen sind geistige Staubsauger. Sie fressen alles in sich hinein, ohne es vorher zu prüfen. Nachher wundern sie sich, dass sie den Dreck nicht wieder los werden und allerhand unangenehme Belastungen zu spüren bekommen. Vergessen Sie auch nicht, dass das Böse viel Kraft kostet und die göttliche Hilfe und Heilung immer wieder verhindern will. Daher bleiben Sie immer ein fröhliches, lebensbejahendes Menschenkind, denn wo Frohsinn herrscht, da hat das Böse nichts verloren.“ 


 Wer sich noch immer vom materiellen Streben verlocken und verleiten lässt, der wird so manchen Umweg, ja, sogar Irrweg in Kauf nehmen müssen, ehe Pleiten, Pech und Pannen schließlich zur Einsicht beitragen. Man bedenke doch: Alles was ein Mensch um sich mit viel Fleiß und Ausdauer geschaffen hat aber rein irdischer Natur ist, bleibt einmal, zusammen mit dem abgelegten Körper, zurück. Daher ist auch die alleinige Heilung des Leibes vergänglich. Nur was das Geistwesen Mensch aus der Verbindung zu Gott oder auch seiner Ablehnung gelernt beziehungsweise versäumt hat, bleibt in jenseitigen Sphären erhalten und dient der fortschreitenden Weiterentwicklung – oft, wie schon gesagt, über lange, schmerzliche Um-, ja, sogar Irrwege – hinauf zu lichteren Welten


Ungeduld oder kritische, ja abwertende Urteile im Bezug auf behinderte Menschen, sind daher IMMER fehl am Platz und derjenige, welcher solche Hilfesuchenden unter den Druck einer Heilungserwartung setzt und wenn diese auf sich warten lässt, als „unten angeschlossen“ brandmarkt, muss früher oder später die Folgen dieser menschenunwürdigen seelischen Grausamkeit an sich selbst erleben und abtragen. Die wirkungsvollste Einstellung auf die göttliche Kraft kommt dann zustande, wenn es gelingt, im tiefen Vertrauen zur Allmacht von den Nöten, Belastungen und meist selbst aufgebauschten Sorgen, innerlich abzulassen, um in einem seelisch, von allen Spannungen freien, gelösten Bewusstseinszustand hineinzugleiten. 
 
Von Bruno Gröning wurden die Freunde immer wieder an die „Große Umkehr“ verwiesen, die sein Hauptanliegen in Bezug zum seelisch-geistigen Lebensweg war. Schon an dieser Stelle soll vorweggenommen werden, weshalb gerade jene Notwendigkeit für uns Menschen so dominierend ist: Schon vor Jahrhunderten haben sich die meisten – in unserem Kulturkreis Lebenden – dem Materialismus  mit all seinen gravierenden Irrtümern zugewendet. Es galt lange Zeit nur noch das, was man mit den fünf Sinnen erfassen beziehungsweise identifizieren konnte. So wurde das Leben, ja sogar das menschliche Bewusstsein, mit den Auswirkungen biochemischer und bio-elektrischer Gehirnprozesse erklärt, die keinerlei geistige Hintergründe und schon gar nichts  mit Unsterblichkeit zu tun haben. Von wissenschaftlicher Seite wird oft noch heute die Lehrmeinung vertreten, dass alle menschlichen Regungen aus den rein körperlichen Abläufen stammen und durch komplexe Gehirnstrom-muster zustande kommen. Leider werden durch diese unglücklich gewählt formulierten Theorien, welche viele Menschen faszinieren, die Wirkungen mit den Ursachen verwechselt.
 
Wir dürfen aber nicht verkennen, welch ein Segen die medizinischen Errungenschaften für die von zahllosen Leiden gequälten Menschen sind, und sollen daher – wenn nötig – von jedermann rechtzeitig vertrauensvoll in Anspruch genommen werden. Dessen ungeachtet besitzt aber der Mensch noch eine zweite dominierende Komponente seiner Existenz, nämlich die seelisch-geistige! Diese, seine wahre unsterbliche feinstoffliche Persönlichkeit, wird von vielen noch immer zu wenig ernst genommen oder gar negiert. Deswegen sprach – wie mehrfach erwähnt – Bruno Gröning von der Notwendigkeit einer großen Umkehr aller Menschen, die noch nicht an die Realität einer Verbindung mit Gott glauben können. 

Finden Sie den Weg zu Gott... Der Mensch muss endlich innerlich anerkennen lernen, dass er ein göttliches Geschöpf ist und auch zu dieser Gegebenheit unverrückbar stehen. 
 In dem gegenständlichen Buch wird Wert darauf gelegt, die trostreichen und liebevollen geistigen Perspektiven, so wie sie Bruno Gröning seinen Freunden lehrte, klar und eindeutig herauszuarbeiten. Jeder, der diese unzerstörbaren, aus dem göttlichen Raum stammenden Wahrheiten liest, soll die Gewissheit erlangen, dass er unabhängig von seiner körperlichen Verfassung ein unsterbliches Geistwesen ist und bleibt, das nur eine Aufgabe hat,  nämlich mit dem Wollen zum Guten den richtigen Weg zu Gott zu finden und zu gehen, denn allein:   

Der Geist bestimmt die Materie

Dies war das 3. Kapitel aus dem Buch "Der Geist bestimmt die Materie" von Alfred Hosp (verst. am 02.09.2012) Dieses wertvolle Buch können Sie erwerben hier:



WER WAR GRÖNING?

Prof. Dr. Josef Hohmann

Ich besuchte erstmalig im Sommer 1955 eine Gastversammlung in Rosenheim, und bekam hierbei erstmals Kontakt mit Herrn Gröning.Sein Begleiter sprach zuvor ein paar einführende Worte, etwa folgende:„Es wird jetzt gleich Herr Gröning zu Ihnen sprechen. Wie Sie wissen, ist er kein gewöhnlicher Mensch, sondern besitzt übernatürliche Kräfte. Jeder empfängt davon, auch wenn dieser oder jener nichts spüren sollte. Einige werden plötzlich befreit, andere müssen länger warten.“ usw.Über der Versammlung lag eine glückliche, erwartungsvolle Stimmung, nicht wie vor einem Konzert oder Theater, sondern ein feierlicher, verinnerlichter Ausdruck, wie vor der heiligen Handlung in der Kirche. Jeder war schweigsam in sich versunken, in Sammlung und Andacht vertieft. Es war eine echt religiöse Einstellung, die Zuversicht und Geborgenheit verriet. 


Dann trat Gröning ein.

Er sprach in einfachen, kurzen Sätzen über Gut und Böse. Er stand da mit verschränkten Armen, völlig passiv. Nicht das Geringste von heilender Tätigkeit war zu bemerken. Diese passive Einstellung behielt Gröning bis zum Schluss bei.

Er sprach ruhig und gelassen, hielt inne, stellte ab und zu eine Zwischenfrage, fuhr langsam fort, ging auf die heutige Zeit, erwähnte die Bedrohung durch die Technik und die Atombombe, zeigte die Gefahren des Bösen auf und erklärte im einzelnen, wie die Menschheit davon bedroht wird. Er bemerkte, wie Hass, Habgier und Neid Kriege vom Zaune brechen, wie das Böse uns alle zugrunde richtet.

Dann machte er plötzlich eine längere Pause, musterte Reihe um Reihe eine Weile schweigend die Anwesenden.

Dann griff er eine Person heraus und fragte sie: „Was führte Sie zu mir?“ Der Angesprochene wurde stutzig. So gab Herr Gröning selbst die Antwort: „Nun, das Böse! – Sie kommen doch her, um das Böse abzulegen. Wenn Sie sich nicht mit dem Bösen behaften, dann sind Sie frei und glücklich. Also weg damit! Erst wenn Sie mit GOTT verbunden sind, dann sind Sie geboren. Das ist aber sehr einfach. Legen Sie ab: Hass, Neid, Habgier, Stolz, Lüge und Klatschsucht, Betrug, Hartherzigkeit. Werfen Sie hinaus all das Böse und Sie werden verbunden mit der göttlichen Kraft! Dann erst ist Ihr Seelenleben gesund, denn Sie stehen ja in Verbindung mit GOTT. Dann ist auch Ordnung in Ihrem Körper. WO GOTT IST, GIBT ES KEINE DISHARMONIE! 

Schauen Sie hinauf in den Sternenhimmel, betrachten Sie die Schönheiten der Natur! Alles ist doch so kraftstrotzend und gesund, wenn es mit der göttlichen Kraft in Verbindung steht. Dort gibt es keine Krankheit. So auch bei Ihnen, wenn Sie sich mit der GÖTTLICHEN KRAFT einen. Bewundern Sie doch die Schönheit und Herrlichkeit der Blumen und Pflanzen. Ja, welche große Gesundheit überall! Viel, viel mehr davon bekommt der Mensch ab, wenn er nur GUT ist und will, denn er ist ja die Krone der Schöpfung! "


Alles wird ihm geschenkt mit vollen Händen, wenn er sich von dem Bösen trennt, wenn er gottgläubig und GUT ist, wenn er natürlich lebt und sich nicht mit der Sünde behaftet.

Ich bringe Ihnen das GUTE, ich gebe Ihnen die GÖTTLICHE KRAFT. Nicht aus mir selbst, ich stehe unter Auftrag, ich muss es tun. Ich kann nicht anders. Aber danken Sie mir nicht. Ich bin ganz klein, ich bin Ihr Schüler, nicht Sie. Sie sind meine Lehrer. Ich heile nicht. Als Werkzeug, als Mittelsmann gebe ich an Sie GÖTTLICHE KRAFT ab. Bitte, bedienen Sie sich! Es liegt ganz an Ihnen, wie viel Sie davon empfangen! Jeder erhält so viel, wie er gerade verdient, das heißt wie weit er an GOTT glaubt und auf das GUTE eingestellt ist. Wer sich abschließt, ins Böse steuert, kann die GÖTTLICHE KRAFT nicht erhalten. Dem kann auch nicht geholfen werden.

Ich bin zu Ihnen gekommen, und biete Ihnen allen diese übersinnliche Kraft an; aber eine wirkliche Chance haben nur die GUTEN. Die Zweifler, die Skeptiker, die Feindseligen schließen sich selbst aus! Ich bin diesen Menschen nicht böse. Ich hasse nicht, denn ich behafte mich nicht mit dem Bösen. Ich will aber jedem von Ihnen das Heil bringen, weil ich eine Mission zu erfüllen habe. Ich selbst aber verdiene keinen Dank. Danken Sie dem da oben! Ich bin ja nur sein kleiner, armer Diener. Ich habe diese Kraft nicht aus mir. Sie fließt mir zu! So bin ich nur angeschlossen an diese GÖTTLICHE KRAFTQUELLE. Nicht ich heile! ES HEILT DAS GROSSE, ALLMÄCHTIGE ÜBER MIR. – Ich bin mit dieser GÖTTLICHEN KRAFT aufgeladen. Wenn Sie sich gläubig bedient haben, sind Sie jetzt auch aufgeladen. Was spüren Sie denn, beobachten Sie Ihren Körper!“

Es folgen Antworten:

Die erste herausgegriffene Person berichtet: 

„Wärmegefühl im Körper.“

Die zweite herausgegriffene Person: 

„Zucken in den Händen.“

Die dritte Person: „Kribbeln im ganzen Körper.“

Die vierte: „Ich fühle mich so frisch und wohl!“

Die fünfte Person äußert: „Ich habe plötzlich keine Kopfschmerzen mehr!“

Herr Gröning springt hier ein und moniert: „Sie behaften sich ja wieder mit dem Bösen! Wenn die übersinnliche Kraft Ihnen geholfen hat, dann rufen Sie doch nicht die Krankheit an! Sie behaften sich ja mit dem Bösen von neuem!“

In dieser Weise ging es zweieinhalb Stunden in einem fort. Kein Wort über Krankheitssymptome, keine Diagnose, keine Verhaltungsmaß-nahmen, kein Streichen, Massieren, keine Arznei, keine Tees, kein Kräutlein wurde verordnet. Kein Angriff wie z. B. Gesundbeter Y. mit donnernden Worten auf die Tiefenseele, keine indirekte Seelentherapie nach Carl Jung, kein Aufspüren nach seelischen Komplexen, keine Atemkur, keine Kneippkur, auch keine Suggestion oder Hypnose. Diese Verfahren lehnte Gröning von vorneherein ab.

Völlig passiv steht dieser Mensch als Gottgesandter da und vermittelt seinen Mitmenschen die GÖTTLICHE KRAFT.

Er steht da als Medium einer höheren Macht und bittet die Anwesenden, sich zu bedienen.

Ich war einfach sprachlos und dachte immer wieder an die Worte des Kapuziner-Mönches in der Rosenheimer Klosterkirche: „Die Wunderheilungen Grönings erinnern an das Neue Testament und sind nur auf übersinnliche Weise zu erklären.“

Gröning hat jedenfalls mit den Paragrafen der unerlaubten Ausübung der Heilpraktikerschaft überhaupt nichts zu tun. Sobald man in diesem Punkt Anklage erhebt, klagt man den Herrgott selbst an. Was er wirklich tut, das heißt, wo er in Tätigkeit tritt, ist Apostelgeschichte. Er hält Glaubensvorträge. Er tröstet, mahnt, richtet auf, bringt Frieden und Ruhe für die Menschen in GOTT. 

Das ist seine wirkliche Tätigkeit. Kann man ihn deswegen bestrafen? Müsste man dann nicht jeden Seelsorger, d. h. jeden Pfarrer, der Krankenbesuche macht, der aufrichtet und tröstet, auch unter Anklage stellen? Kein demokratischer Staat darf eine solche seelsorgerische Hilfe verbieten!

Ich fragte nach der Versammlung mehrere Teilnehmer nach ihren persönlichen Erfolgen. Zwei bestätigten, dass sie von unheilbaren Krankheiten, Asthma und Lähmungen, plötzlich geheilt worden sind.

Mit recht starken Vorurteilen war ich in die Versammlung gegangen, und nahm nun folgende Überzeugung mit nach Hause:

Das Gröning-Wirken war keine Spiegelfechterei, keine marktstellerische Angelegenheit, keine Quacksalberei auf medizinischem Gebiet. Es war zunächst eine sittlich gute TAT, eine Berufung gegen unsere materialistische, seelenlose, egoistische, liebeleere, atheistisch bestimmte Zeitepoche.

Und trotzdem wurde ihm nachgestellt. Da ist der Gesundbeter Y. besser dran! Warum maß man hier mit zweierlei Maß, obwohl Gröning als übersinnliche Erscheinung hoch erhaben über dem Gesundbeter Y. stand, und mit diesem erst gar nicht verglichen werden konnte?

Schon nach kurzer Bekanntschaft erkannte man, dass Bruno Gröning unter der Führung einer höheren Macht stand. Sein Auftreten erinnerte an das Wirken der Apostel wie an die ersten Glaubensboten in unserem Vaterlande. Herr Gröning streute auch, wie jene, Samen in die Herzen Gutwilliger, um so ein solides Fundament für eine sittlich-religiöse Erneuerung zu legen. Er wollte hineinführen in eine humanere Welt, wo Friede und Ruhe in Gott herrschen!

Bruno Gröning war kein konfessioneller Missionar, sondern ein großer Mystiker. Mystik kommt her aus dem Griechischen und heißt „geheim“. Gemeint ist die geheime und direkte Verbindung der menschlichen Seele mit GOTT. Die Mystik sieht den Kern des Religiösen in engster Gottverbundenheit.

Immer wenn die GÖTTLICHE Ordnung nicht mehr im Mittelpunkt des menschlichen Denkens stand, wie heute bei uns, fanden sich Begnadete, die zur Besinnung und Rückkehr zum Allmächtigen aufriefen. Für solch eine Sondererscheinung halte ich unzweifelhaft Bruno Gröning.

In den nächsten beiden Gemeinschaftsabenden wurde diese meine Auffassung noch wesentlich bestärkt. Bei Aufbruch nahm ich mir die Freiheit, Herrn Gröning persönlich auszufragen, was mir durch Abwehrzeichen der Umstehenden verwehrt werden sollte, weil Herr Gröning über seine außergewöhnliche Veranlagung – und grundsätzlich – nicht spricht oder nur sehr ungern Aufschluss gibt.

Ich fragte, ob er Privatstudien treibe, da seine einfachen Vortragssätzchen oft wissenschaftliche Ergebnisse enthielten. Er antwortete: „Ich brauche keine Bücher, mir fällt das zu.“ Und überhaupt: „Der Mensch wird gedacht! Die Gedanken kommen doch von ganz alleine, auch über ganz unbekannte Dinge. Sie werden doch ohne unser Zutun gegeben!“ Er begründete dies durch entsprechende Beispiele.

Ich hörte auch immer wieder, wenn er zu den Bittstellern sprach: „Seien Sie doch still, ich weiß noch viel genauer, als wie Sie es überhaupt ahnen.“

So kreuzen sich hier die Wege. Wir bleiben die gewöhnlichen Menschen, er aber der ganz auffällig übernatürliche Mensch, der Sonderfall, der Gottbegnadete, die zu respektierende Ausnahme.

Von Bedeutung war mir auch folgende Aussage: 

„Ich kann die Hilflosen nicht im Stiche lassen. Ich habe einen zwingenden Auftrag. Mein Gewissen treibt mich, ich muss allen Unglücklichen helfen, ich kann nicht anders!“ 

Daraus ergibt sich: Es ist schon so, wie ich bereits eingangs erwähnte. Herr Gröning arbeitete nicht nur wie wir mit dem Oberbewusstsein, sondern besaß ganz seltene Fähigkeiten. Er war im Unterbewusstsein durch das andere Ich, durch die „Tiefenseele“, in Intuition mit einer allmächtigen Kraft, wie einst die Propheten, direkt verbunden.

Ich beziehe mich dabei auf einen sehr angesehenen Theologen unserer Zeit, Herrn Univ.-Prof. Dr. Schmaus, München. Wenn man die epochemachenden Bände seiner wissenschaftlich streng begründeten Dogmatik aufmerksam durchgeht, erkennt man leicht den Unterschied zwischen einem Genie und intuitiver Gottverbundenheit. Ein begabter Dichter beispielsweise arbeitet autoritär, er schöpft sein Gedankengut aus seinem Genie, seiner Anlage, er ist direkt aktiv tätig. Der Prophet hält nur die Feder, und die Gedanken werden ihm durch eine höhere Macht hineindiktiert. Er ist passiv, betont passiv. Ganz genauso Bruno Gröning. So empfingen die Apostel am Pfingstfest ihre Fähigkeit, fix und fertig in fremden Sprachen zu reden, aber nicht durch ihr Genie, sondern einzig und allein durch Intuition.

Bruno Gröning empfing ebenfalls seine Gedanken und seinen Auftrag direkt von einer höheren Macht. Er war doch ein einfacher Mann mit Volksschulbildung, der nie daran gedacht hatte, Privatstudien zu betreiben. Wie hätte er denn übersinnliche Tatbestände von solch unerhörtem Ausmaß schaffen können!

Er war ein Meister inneren Seelenlebens, ein Kenner der Tiefenseele, nicht durch Studium – um es noch einmal ausdrücklich zu erwähnen –, sondern durch direkte Verbindung mit der übersinnlichen Welt. 

ER SCHUF UND STÄRKTE DAS GUTE UND BEKÄMPFTE DAS BÖSE.

Wenn wir dem Gröning-Geschehen gerecht werden wollen, müssen wir eine geistig-göttliche Welt anerkennen. Wir müssen die Tatsache bejahen, dass Herrn Gröning aus einer höheren göttlichen Welt übersinnliche Kräfte zugeflossen sind, die er, trotzdem er sich völlig passiv verhielt, laufend ausstrahlte. Darum sagte er ja in jeder Gemeinschaftsstunde: „Ich tue nichts. ES HEILT DIE GÖTTLICHE KRAFT!“


Voll und ganz wurde ich davon in der letzten Versammlung im Oktober 19.. überzeugt.

Vier bis fünf Meter von Herrn Gröning entfernt, stand ein junger Mann von über 30 Jahren. Herr Gröning verhielt sich wie immer und frug ihn, ob er göttliche Kraft aufnähme. Er bejahte. Herr Gröning fragte ihn nochmals, ob er noch mehr haben möchte. Der Angesprochene bejahte und Herr Gröning erwiderte ihm: „Bitte, nehmen Sie nur. Bedienen Sie sich!“ 
Im selben Augenblick wurde dieser Mensch unruhig und lebendig. Der Zustand steigerte sich merklich mehr und mehr, bis der ganze Körper durcheinander geschüttelt wurde, so etwa fünf bis sieben Minuten lang. Gröning ließ ihn gewähren, und fragte ihn zum Schluss nach seinem Befinden. Er antwortete, dass ein wunderbares, wohliges Gefühl seinen Körper durchziehe und er sich so leicht und befreit befinden würde. Gröning rief ihn darauf nach vorne, ließ wie aus Versehen seinen Schlüsselbund fallen. Der Betreffende bückte sich völlig schmerzfrei und hob denselben ohne Schwierigkeit auf. So ein zweites und drittes Mal, und zwar abwechselnd mit der linken und der rechten Hand. – Später fragte ich den Menschen nach seiner Krankheit. Er gestand mir, dass er schwerkriegsbeschädigt war, sich überhaupt nicht bücken konnte, und wegen einer Verletzung der Wirbelsäule an zwei Stöcken ging und fast ganz gelähmt war.

Ärzte und Klinikbehandlung konnten ihm nicht helfen. In seiner Verzweiflung suchte er durch Suggestion, Hypnotiseure und Magnetiseure Hilfe, und alles war umsonst. Einzig und allein Herr Gröning konnte ihm helfen. Heute ist er verheiratet und geht voll und ganz seinem Beruf nach.

Bruno Gröning Einer Frau hatte Herr Gröning die volle Gesundheit wieder-gegeben, wo der behandelnde Arzt durch Laborunter-suchung Bauchspeicheldrüsenkrebs feststellte und bescheinigte, dass diese Patientin durch Herrn Gröning von dieser Geißel befreit wurde.

Bei einer Frau in Oberitalien war eine Unterleibskrankheit bereits soweit in Fäulnis ausgeartet, dass die Klinik diese Todeskandidatin nach Hause schickte, mit dem Bemerken zu den Angehörigen, dass sie nur noch einige Tage zum Leben hätte. Durch Herrn Gröning wurde ihr der unauffassbare Erfolg beschieden, dass sie völlig gesund wurde.

Dann aber noch die Fernerfolge bis ca. 14.000 km nach Übersee, bis nach Brasilien und nicht zuletzt hundert andere Beispiele, die gar nicht alle aufgeführt werden können.

Ein anderes Mal war ich Zeuge einer sehr eindrucksvollen Beeinflussung der Materie durch die Heilkraft, welche durch Herrn Gröning hindurchfloss. Ein Radioapparat, welcher auf einen Plattenspieler eingestellt war, aber sich nicht in Tätigkeit befand, stand im Versammlungsraum. Da geschah das Unerklärliche: Herr Gröning schaltete den Apparat durch Auflegen seiner Hand oben auf die glatte Holzfläche auf die Radiosendung ein. Auf dieselbe Art schaltete er den Apparat nach einiger Zeit wieder aus und wiederholte dieses Experiment zu meinem allergrößten Erstaunen nach Belieben. Frau Baronin Ebner von Eschenbach, die neben mir saß, bestätigte mir, dass Herr Gröning tatsächlich die Materie beeinflussen konnte. Sie sei dabei gewesen, wie bei einer größeren Versammlung eine Reporterin mit dem Fotoapparat auftauchte. Herrn Gröning störte dies Gebaren und so versagte die Blitzlichtlampe den Dienst. Die Reporterin ging in den Nebenraum, dort klappte es großartig. Sie kam wiederum in den Saal und machte einen zweiten Versuch, wiederum der gleiche Misserfolg. Der Reporterin wurde das Spiel unheimlich. Sie war völlig verwirrt. Aber die Versammlung war bereits nahe am Schluss und Herr Gröning bemerkte: „Jetzt bin ich einverstanden, jetzt können Sie Ihre Aufnahme machen!“ Und dann ging alles glatt.
Ich fragte Herrn Gröning über diese übersinnliche Fähigkeit aus. Er nannte mir noch eine ganze Reihe solcher Vorkommnisse, fügte aber hinzu, dass er derartige übersinnliche Handlungen nur ausnahmsweise vornähme, um die Glaubenskraft zu stärken, niemals aber um nur Neugierde zu befriedigen, auf gar keinen Fall aber auf Kommando. Das dürfe er auch gar nicht, weil das gegen sein Gewissen sei. Er hätte den Auftrag, nur im göttlichen Sinne zu wirken und müsse sich korrekt verhalten. Er könnte mir noch viel mehr sagen, was mich aber nur verwirren würde. Gerade Wissenschaftler wären die allergrößten Skeptiker und könnten ihm am schlechtesten folgen. 

Zusammenfassend möchte ich meine Beobachtungen und Erfahrungen wie folgt darlegen:

1) Bruno Gröning war ein großer Mystiker und durch die Tiefenseele mit der übersinnlichen Kraft direkt verbunden. Er kannte die Kraft des GUTEN und wusste um die Macht des Bösen.

Er hatte als göttlichen Auftrag die Aufgabe, das GUTE in die Menschheit hineinzutragen, sie zur Gottesnähe zu führen und den GLAUBEN unter den Menschen zu erneuern.

Aus diesem Grunde hielt er Glaubensvörträge, die stets über zwei Stunden dauerten; Vorträge, wie ein bekannter Pater aus Amerika sie gehalten hat, Vorträge, wie sie die Zeltmission ausführte, welche sogar von städtischen und staatlichen Behörden dafür eine Unterstützung erhielt und noch dazu einen Eintritt erhob.

Warum gewährte man Bruno Gröning nicht das gleiche Recht?

2) Es durchströmten Bruno Gröning phänomenale Kräfte, die nicht in seine Natur hineingeboren waren, sondern die ihm laufend aus der übersinnlichen Welt zuflossen. Es muss hierbei festgehalten werden, dass ohne sein Bemühen, ohne besondere Einstellung diese heilende Kraft ihn wieder verlässt. Er selbst war völlig passiv. Er wirkte wie ein Transformator, wie ein elektrischer Leitungsdraht. Ohne sein Zutun wurden Heilungssuchende aufgeladen, sie empfingen den Strom.

3) Bruno Gröning war ein Sonderfall. Seine Heilungen lagen völlig abseits von jeder üblichen Heilpraxis. Er frug nie nach einer Krankheit, gab nie Anweisungen. Er war lediglich Werkzeug einer höheren Macht, eines höheren Willens. Er war ein Sprachrohr zwischen den Menschen und dem Jenseits, wie einst die Propheten. Er konnte sich diesem übersinnlichen Schicksal nicht entziehen, auch wenn das ganze Strafgesetzbuch ihn bedrohte! 

Er konnte den Heilparagraf nicht anerkennen, weil er den übersinnlichen Heilstrom nicht abstellen konnte, noch durfte!

Bruno Gröning auf der AnklagebankStellen Sie sich rückerinnernd Herrn Gröning als Angeklagten in der Gerichtsverhandlung vor. Alle empfingen im Gerichtssaal von seiner Heilkraft, sogar die Herren Richter, auch wenn sie es nicht merkten. Sie hatten also bei Heilverbot von diesem Menschen Verbotenes entgegengenommen, sie hatten sich damit also mit strafbar gemacht, was sie selbst durch ihre Verurteilung mit heraufbeschworen hatten, und das war das Groteske. Ein Urteil, das wie ein Bumerang auf den Schützen, eines Tages auf die Verursacher zurückfliegen wird …Sehen Sie zum leichteren Verständnis Herrn Gröning als eine Höhensonne an, die der große allmächtige Arzt da oben uns allen angeboten hatte. Durch sie hindurch spendete er uns Heilstrahlen für unseren Körper und unsere Seele. Die Gottgläubigen, die Gutgesinnten, die Aufgeschlossenen erhielten die größte Stärkung. Die Neutralen, die Wankelmütigen weit weniger. 

Bruno Gröning im Gerichtssaal 1958Existenzphilosophie, Atheismus, Materialismus. Einzelne Philosophen sehen das seelische Klima der Welt etwa so: Eine große starre Eiswüste, wo man rücksichtslos über Leiden hinweg schreitet. Wegen ein paar Kleinigkeiten steht der Weltkrieg vor der Tür, und bei einem Aufschrei nach Freiheit und Menschenwürde muss ein ganzes Volk in Terror und Blut ersticken. Welch ein Meer von Tränen, welch ein Abgrund von Dämonie! Und hinzu kommen noch mehr und mehr Höllenwaffen, Atombomben, die einen ganzen Planeten vernichten können.Da schickte uns die göttliche Vorsehung einen Boten, so einfach und schlicht und doch so gewaltig in seiner Wirkung, dass er allgemein als „Wundermensch“ auffiel. Jeder sollte und musste auf ihn aufmerksam werden.

Es wurde mir ernsthaft bange. Ich dachte an einige Richtlinien im „Mythos des 20. Jahrhunderts“ [1], wo man weder Gott noch den Teufel fürchtete, und dann kam alles so urplötzlich – unser ganzes Volk war in den Abgrund geschleudert worden durch die Mächte der Finsternis. So hatte ich mich zu Lebzeiten Bruno Grönings gefragt: „Darf man auch nur indirekt die Hand gegen unseren Herrgott erheben? Er hatte uns unverkennbar dieses Zeichen gesandt. Warum ließ man diesen Menschen nicht gewähren?“

Bruno Gröning war auch in Lourdes 1958 Einfach und ohne „höhere Bildung“ vermochte er dasselbe, was in Lourdes geschieht, göttliche Zeichen, vor denen selbst eine internationale Ärztekommission sich demütig verbeugt. Dasselbe zeigte Gröning in Hunderten und Hunderten von Beispielen auf. Wundertaten, die mit Einschränkung an Jesus selbst erinnern!Wir wurden über diesen seltenen Menschen vom Jenseits aus ganz deutlich angesprochen, das fühlte doch ein Blinder mit dem Stock, wie der Volksmund sich ausdrückt. Welch ein Mensch war denn enger mit der übersinnlichen Macht verbunden und schaute klarer in das Antlitz einer jenseitigen Welt?

Bei Bruno Gröning verlor der Heilparagraf seinen Herrschafts-anspruch voll und ganz, denn die exakte Wissenschaft, die moderne Medizin schließt bis auf den heutigen Tag mit dem empirischen Wissensbereich ab, sie reicht nie ins übersinnliche Gebiet hinein. Die Anklagen stützten sich also auf Spiegelfech-tereien und waren nichts anderes als Scheinkonstruktionen. Somit fallen die Anklagen in sich selbst zusammen, denn sie müssen sachlich gerügt werden. Zweitens ist das deutsche Volk anzeigefreudiger als Völker anderer Länder. Die Laienrichter konnten bei der Entnazifizierung gar nicht alle freiwilligen Belastungszeugen annehmen, so viele drangen heran. Wie kam das? In Deutschland flossen sechs Rassengruppen zusammen; drei verschiedene Landschaften; Norden als Tiefland, das Mittelgebirge und Süddeutschland als Hochland schaffen drei weitere Menschentypen, und die Mainlinie trennt uns konfessionell. So stellen sich verschiedene Gesetze gegeneinander. Einmal ein großes Plus, andererseits aber die furchtbare Schattenseite: Uneinigkeit und Hader sind historische Tatsachen. Quicklebendig bleibt das Denunziantentum bei uns. Seit Menschengedenken ist keine wirkliche Einigkeit vorhanden. So sucht man gern den Elefanten mit einer Lupe nach einem Floh ab und auf diesem Kleininsekt fliegt dann die Anzeige hinaus. Drittens: Wenn schon die Wissenschaft nicht ins übersinnliche Gebiet hineinreicht, wie sollte sich ein gewöhnlicher Mensch auf dem mystisch-übersinnlichen Gebiet Grönings zurechtfinden?

Quelle: Prof.Dr. Hohmann, 1960, www.bruno-groening-stiftung.org

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